wenn Superlative nicht ausreichen um den desaströsen Zustand zu beschreiben
Gut am Arbeitgeber finde ich
gegenüber der Firma liegt ein verwildertes Grundstück. Das sieht im Frühling und im Sommer ganz hübsch und grün aus.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
das Mitarbeiter nicht darüber informiert werden, dass es wirklich nicht gut läuft.
Verbesserungsvorschläge
offener mit Schwächen umgehen und konsequenter handeln. Es bringt doch wirklich nichts sich einzureden, dass die GF wisse wo es langgeht. Bis auf sehr sehr wenige Ausnahmen haben alle qualifizierten Mitarbeiter das Unternehmen verlassen. Der verbliebenen Mitarbeiter sind eher unterdurchschnittlich qualifiziert oder überfordert. Wenn noch ein wenig liquide Mittel da sind, könnte ein erfahrener Sanierer vielleicht helfen. Wenn Bildungsferne und Unerfahrenheit jedoch weiter die Kernkompetenzen sind, bringt auch das nichts.
Arbeitsatmosphäre
ungewöhnlich abstrakt und frei von jeder Logik in Bezug auf profitables Arbeiten. Manchmal ist es kalt und recht dunkel weil Strom- und Heizkosten gespart werden sollen.
Image
Viele Witze werden heute in der Branche gemacht. Manchmal überzogen aber häufig auch wahr. Kern sind dann oft Bildungsferne, Hochmut, Selbstüberschätzung, Dilettantismus, Prokrastination, mangelnder Intellekt, Albernheit, Tobsucht und Zigarettenkonsum.
Work-Life-Balance
ne, soweit denkt man hier nicht. Da es sehr wenig zu tun gibt, kommt man aber projektbezogen nie in Stress. Die GF Meetings sind dann manchmal sehr aufgeregt und laut aber inhaltsleer. Das ist dann manchmal unangenehm und verstörend.
Karriere/Weiterbildung
nein
Gehalt/Benefits
schlecht
Umwelt-/Sozialbewusstsein
nein
Kollegenzusammenhalt
eigentlich ganz okay aber die GF hat es nachhaltig geschafft eine Misstrauenskultur zu pflegen und das strahlt dann unweigerlich in die Belegschaft ab.
Umgang mit älteren Kollegen
ne
Vorgesetztenverhalten
in meiner Wahrnehmung unqualifiziert und peinlich infantil.
Arbeitsbedingungen
merkwürdig rückständig und mit viel Retro Hard- und Software. Hat sicherlich einen gewissen Charme aber zeitgemäßes Arbeiten ist so nicht möglich. Mann könnte es damit vergleichen, wenn man -lediglich mit einem Topflappen und einem Eimer ausgestattet- versuchen würde ein funktionierendes Auto zu bauen. Mann braucht dann viel Phantasie, einen magischen Feen Zauberstab (der existiert tatsächlich) oder aber ganz viel Sand um ein Ergebnis zu produzieren. Wenn es dann doch aussieht wie ein Auto besteht es halt aus Sand!
Kommunikation
puhh! ich habe wirklich lange darüber nachgedacht aber eine echte Kommunikation so mit Sender und Empfänger gibt es nicht auch wenn man sagt, man könne nicht, nicht-kommunizieren. Die GF schafft das! Ich fürchte, dass hier auch Verständnisprobleme bei wenig komplexen Themen bestehen.
Gleichberechtigung
kann ich nicht ernsthaft beurteilen. Ich glaube alle werden ähnlich schlecht behandelt.
Interessante Aufgaben
keine die erkennbar wären. Man lebt hier in der Vergangenheit als man noch international erfolgreich arbeitete. Interessant ist es aber dann wenn man im Kopf schon gekündigt hat. Die GF bietet ein tragisch komisches Schauspiel im Umfeld einer Dystopie.