7 Bewertungen von Bewerbern kununu Prüfprozess
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7 Bewerber haben diesen Arbeitgeber mit durchschnittlich 3,6 Punkten auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet.
Ihr Unternehmen?
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7 Bewerber haben diesen Arbeitgeber mit durchschnittlich 3,6 Punkten auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet.
Der Bewerbungsprozess begann vielversprechend, mit einer schnellen Terminvereinbarung. Insgesamt durchlief ich sechs Gespräche, was ich so bisher noch nicht kannte, inklusive eines aufschlussreichen Probetags vor Ort sowie umfangreicher Tests, von denen jedoch nur ein Teil inhaltlich aufgegriffen wurde. Besonders der persönliche Austausch und das ehrliche Feedback während des Probetags stimmten mich positiv. Umso enttäuschender war der Verlauf danach. Versprochene Rückmeldungen blieben aus, die Kommunikation wurde zäh und letztlich erhielt ich eine nichtssagende Absage ohne jegliche Begründung.
Nach knapp zwei Monaten Bewerbungsprozess mit hohem persönlichen Einsatz, sowohl zeitlich als auch emotional, bleibt bei mir der Eindruck zurück, dass meine Zeit nicht wirklich respektiert wurde. Besonders enttäuschend war das Gefühl, am Ende einfach „abgeschoben“ worden zu sein, obwohl der Verlauf bis dahin auf echtes Interesse schließen ließ.
Die ersten Vorgespräche fanden in bemerkenswerter Geschwindigkeit statt. Statt eines strukturierten, professionellen Auswahlprozesses wurden Bewerbende direkt mit einem Fragenfeuer überzogen, bei dem man kaum zum Atmen kam. Inhaltlich bewegten sich manche Fragen am Rand des Angemessenen, und der Gesprächsstil wirkte insgesamt eher wie ein Stresstest als ein gegenseitiges Kennenlernen.
Das Tempo war so hoch, dass es schwerfiel, klare Gedanken zu fassen, geschweige denn, sich auf Augenhöhe zu begegnen. Vertrauen oder echtes Interesse an der Person hinter dem Lebenslauf kamen kaum auf. Stattdessen entstand früh der Eindruck, dass es vor allem darum ging, in möglichst kurzer Zeit möglichst viele Informationen herauszupressen.
An dieses Setting schloss sich ein ganztägiger Probearbeitstag an – ein Format, das in dieser Form bereits ungewöhnlich war und für manche Positionen eher fehl am Platz wirkte. Besonders irritierend war, dass im Vorfeld weder klar kommuniziert wurde, dass der gesamte Tag einzuplanen war, noch was Bewerbende dort konkret erwartet. In einem der Vorgespräche wurde darum gebeten, etwas vorzubereiten, allerdings fand sich diese Aufgabe in der Tagesplanung dann überhaupt nicht wieder. Die Vorbereitung wurde letztlich beiläufig abgetan – nach dem Motto: „Schick es mir einfach mal rüber.“ Bei allem Zeitaufwand, den man investiert hatte, fühlte sich das nicht nur respektlos an, sondern schlicht unprofessionell.
Der Tag selbst war extrem straff organisiert, aber ohne jede Rücksicht auf Pausen oder Übergangszeiten zwischen den einzelnen Stationen. Dass der Zeitplan dabei überhaupt nicht einzuhalten war, lag auf der Hand – dennoch wurde es Bewerbenden negativ ausgelegt, wenn Gespräche länger dauerten oder Verzögerungen entstanden. Dass sich der Tag hinten raus erheblich in die Länge zog, ohne erkennbare Nachsicht gegenüber persönlichen Verpflichtungen oder Belastung, bestätigte diesen Eindruck zusätzlich: Es wurde nicht mit der Zeit der Bewerbenden gerechnet, sondern vor allem mit ihrer maximalen Verfügbarkeit.
Trotz dieser Kritikpunkte gab es durchaus auch positive Aspekte: Die Aufgaben waren so gestaltet, dass eine Vergleichbarkeit zwischen den Bewerbenden möglich war – das vermittelte zumindest den Eindruck einer gewissen Fairness im Auswahlprozess. Besonders angenehm war der gemeinsame Team-Lunch, der Gelegenheit bot, auch mit Mitarbeitenden aus anderen Bereichen ins Gespräch zu kommen. Auch die Führung durch die Büroräume war wertvoll, da man einen authentischen Eindruck vom Arbeitsumfeld und vom Teamalltag bekommen konnte.
Der Vertragsabschluss erfolgte nicht direkt am Probearbeitstag, sondern bei einer erneuten Einladung vor Ort. Dort wurde dann mit Nachdruck darauf gedrängt, den Vertrag sofort zu unterschreiben. Eine ruhige Bedenkzeit, um den Vertrag in Ruhe zu prüfen oder eine Nacht darüber zu schlafen, gab es nicht. Dieses Verhalten wirkte auf mich wenig professionell und spiegelt leider viel von der später erlebten Arbeitsweise wider.
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Zu Beginn hatte ich einen Termin mit einer Dame, im nächsten Gespräch hatte ich dann eine andere Dame am Apparat. Das anschließende Bewerbungsgespräch hatte ich mit einer 4. Person. Also das war schon ziemlich chaotisch. Als ich im Bewerbungsgespräch gefragt worden bin mit wem ich gesprochen hätte, wusste ich das nicht mehr.
Die Gesprächsführung im Bewerbungsgespräch war völlig unzeitgemäß und entsprach in keiner Weise den aktuellen Standards. Weder wurde ein Assessment-Center angeboten noch andere moderne Methoden eingesetzt, um die Eignung der Kandidaten objektiv zu bewerten. Stattdessen arbeitete der Interviewer unengagiert seinen Fragenkatalog ab, ohne wirklich präsent zu sein oder auf individuelle Antworten einzugehen. Immer wieder betonte er, wie eilig er habe und dass er bald einen nächsten Termin hätte. Dieser Zeitdruck wurde auch auf mich übertragen, was die Atmosphäre zusätzlich belastete. Zu keinem Zeitpunkt hatte ich das Gefühl, das mit mir auf Augenhöhe gesprochen wurde. Die Fragen zu Stärken und Schwächen, die wissenschaftlich längst als ungeeignet erwiesen wurden, unterstrichen die Inkompetenz des Gesprächsleiters. Es war für mich das mit Abstand das schlechteste Bewerbungsgespräch, das ich seit Jahren erlebt habe.
Als ich darauf hingewiesen habe, wurde der ganze Prozess als in Ordnung gerechtfertigt. Sehr schwach...
Was würde deine Freunde über dich sagen? Welche Stärken hast du? Was würde dein Erzfeind über dich sagen?
Bewerbungsprozess drastisch kürzen und mit der Zeit der Bewerber wertschätzender umgehen
Zuviele unterschiedliche Ansprechpartner die es mir als Bewerber schwer gemacht haben, zu unterscheiden wer wann was macht und entscheidet.