Ihr Unternehmen?

Kein Logo hinterlegt

Uponor 
GmbH
Bewertung

Ihr Unternehmen?

Mehrfachbewertung

Mit dem Budget von morgen zurück in die Steinzeit.

2,2
Nicht empfohlen
Mehrfachbewertung
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung im Bereich Produktion bei UPONOR GmbH in Zella-Mehlis gearbeitet und diesen Arbeitgeber mehrfach bewertet. (Mitarbeiter:innen dürfen ihren Arbeitgeber einmal im Jahr bewerten.)

Gut am Arbeitgeber finde ich

Benefits, Fahrraddleasing, Betriebliche Altersvorsorge, pünktliche Gehaltsauszahlung.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Intransparente Kommunikation, Neuinstallationen nach dem Prinzip friss oder stirb, mangelnde Wartung, dass man sich nicht ernstgenommen fühlt.

Verbesserungsvorschläge

Vollständige Transparenz in Produktionsplanung und die Macht eigenständig umplanen zu dürfen. Mails an alle Produktionsmitarbeiter versenden, nicht nur an Schichtleiter. Eine Verantwortungsgerechte Bezahlung, für die es sich lohnt arbeiten zu gehen.

Arbeitsatmosphäre

Ein toller Ort für alle, die den Absprung verpasst haben und jetzt die ‚Survival-Experience‘ suchen. Die Führung hat das Würfelspiel für sich entdeckt: Teams werden nach dem Chaos-Prinzip neu sortiert, damit bloß keine Routine einkehrt. Die Planung ist seit Jahren stabil... also stabil am Limit der Belastbarkeit. Wer braucht schon Gesundheit, wenn er stattdessen den täglichen Wahnsinn als Bonus bekommt.

Kommunikation

Die Kommunikation ist seit jeher ein Totalausfall. Alles wird per Telefon oder Mail und nur mit Schichtleitern besprochen, was den Informationsfluss erheblich behindert. Produktionsrelevantes wird Kommentarlos und ohne jede Transparenz installiert. Schriftliche Unterweisungen erscheinen Monate später oder konsequent gar nicht. Dafür wird sichergestellt, dass selbst die offensichtlichste Information ankommt: Mülltonnen werden vorsorglich mit dem Wort „Mülltonne“ beschriftet.

Die Konsequenz der Kritik ist, dass man in gewissen Abständen, früher kommen oder länger bleiben darf, um sich Dinge anzuhören, die unserem Interesse in etwa so nahe sind wie die Erde dem Pluto.

Kollegenzusammenhalt

Zusammenhalt ist grundsätzlich gegeben. Sollten sich jedoch funktionierende Routinen entwickeln, wird zuverlässig sinnlos gewürfelt. Bedürfnisse und eigene Interessen werden dabei konsequent ignoriert.

Work-Life-Balance

Work-Life-Balance ist in der Schichtarbeit ein rein theoretisches Konstrukt, das man höchstens aus Mythen und Sagen kennt. Das neue Management glänzt zwar durch blinden Aktionismus, doch bei jeder internen Pro-und-Contra-Abwägung gewinnt mit mathematischer Präzision immer das Contra. Stillstand ist hier eben eine Herzensangelegenheit.

Vorgesetztenverhalten

Das Vorgesetztenverhalten ist ein Highlight für sich. Während die Handvoll entspannter und kompetenter Führungskräfte fast schon unter Artenschutz steht, regiert ansonsten die arrogante Fehlbesetzung. Die Produktionsverantwortlichen machen sich rar und schauen etwa 1-3 Mal im Monat vorbei – meistens aber nur, um im konservativen Tiefflug mit Abmahnungen um sich zu werfen, sollte man es wagen, ein Smartphone auch nur schief anzusehen. Ein Führungsstil direkt aus dem Museum.

Interessante Aufgaben

Die Aufgaben sind hier genau so interessant wie sinnvoll. Wie war das noch mal mit der Entfernung zwischen Erde und Pluto? Genau dort – irgendwo im luftleeren Raum – bewegt sich auch der Anspruch dieser Tätigkeiten.

Gleichberechtigung

Man hält sich strikt an das Orwell-Prinzip: Alle sind gleich, aber manche sind eben ein ganzes Stück gleicher. Während die Günstlinge für grobe Schnitzer ein sanftes Ermahnen kassieren, wird beim unliebsamen Rest sofort die Abmahn-Keule geschwungen. Willkür wird hier als Flexibilität verkauft.

Umgang mit älteren Kollegen

Um die wenigen verbliebenen Relikte aus besseren Zeiten kümmern wir uns rührend. Wir achten penibel darauf, dass es diesen lebenden Fossilien gut geht

Arbeitsbedingungen

Ein faszinierendes Biotop aus Materialmangel und menschlichem Versagen. Werkzeuge fehlen oder sind schlicht Schrott, aber man muss auch die Kirche im Dorf lassen: Ein Teil der Belegschaft ist schlicht zu faul, die fünf Schritte zur Entsorgung zu gehen – kaputtes Werkzeug wird lieber wie eine heilige Reliquie gehortet, statt es auszutauschen. Wenn dann mal wieder eine Hauptanlage den Geist aufgibt, wird sich um dieses altbekannte Elend mit der gewohnten Mischung aus Ignoranz und Hoffnungslosigkeit gekümmert.

Gehalt/Benefits

Nennen wir das Kind mal beim Namen.
Es ist wissenschaftlich belegt: Schichtarbeit verkürzt die Lebenserwartung im Vergleich zu den Bürohengsten erheblich. Die Firma honoriert diesen biologischen Verschleiß mit einer Bezahlung, die man wohlwollend als Schmerzensgeld bezeichnen könnte. Während die Produktion den ganzen Laden finanziert und andere sich die Taschen füllen, bekommt der eigentlich Unverzichtbare nur die Brosamen. Alleine kommt man gerade so über die Runden, aber mit Familie wird der Monat am Ende des Geldes verdammt lang.

Image

Die Fassade wird mühsam aufrecht erhalten, während dahinter die große Fluchtwelle rollt. Wenn Mitarbeiter das Unternehmen schneller verlassen, als man Nachfolger einlernen kann, ist das kein Image mehr, sondern eine Warnung.

Karriere/Weiterbildung

Hier zählt nicht, was man kann, sondern wen man kennt und wie tief man bereit ist zu sinken. Fachliche Kompetenz ist eher ein Hindernis – viel wichtiger ist es, dass die Nase perfekt in die Gunst der Chefetage passt. Wer gut schmiert, der gut fährt; dieses Prinzip wird hier bis zur Perfektion gelebt. Echte Entwicklung gibt es nur für die, die das Rückgrat an der Pforte abgegeben haben.

HilfreichHilfreich?1Zustimmenstimmt zuMeldenTeilen
Loading...