Ihr Unternehmen?

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we22 
Solutions 
GmbH
Bewertung

Ihr Unternehmen?

Starkes Team - schwache Führung

2,2
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat bis 2023 im Bereich Design / Gestaltung bei we22 Solutions GmbH in Berlin gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

… dass das Team trotz allem zusammengehalten hat.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

…dass der Mensch am Ende keine Rolle mehr spielte.

Verbesserungsvorschläge

In der Abwicklung des Produkts und der betroffenen Teams wurde deutlich, dass wirtschaftliche Entscheidungen klar über das Wohl der Mitarbeitenden gestellt wurden. Die Kommunikation war lückenhaft, teilweise nicht vorhanden, und ließ die betroffenen Angestellten in einer Phase großer Unsicherheit und emotionaler Belastung allein.

Zukünftig sollte die Unternehmensführung den menschlichen Faktor stärker berücksichtigen (insbesondere bei strukturellen Veränderungen). Ein transparenter, respektvoller und empathischer Umgang mit Mitarbeitenden, auch (und gerade) in Krisenzeiten, ist nicht nur moralisch geboten, sondern langfristig auch reputationsstärkend.

Produkte am Markt stillzulegen mag betriebswirtschaftlich notwendig sein, doch wie dies geschieht, entscheidet über Glaubwürdigkeit, Integrität und Vertrauen. Wer Menschen langfristig binden möchte, muss ihnen in schwierigen Phasen auf Augenhöhe begegnen… nicht nur als Ressource, sondern als Teil einer gemeinsamen Verantwortungskultur.

Arbeitsatmosphäre

Das Team selbst war motiviert, hilfsbereit und professionell. Durch Unsicherheit, fehlende Informationen und nicht nachvollziehbare Vorgaben von oben kippte die Atmosphäre jedoch zusehends.

Image

Das Image verschlechterte sich deutlich, insbesondere im letzten Drittel der Beschäftigungszeit. In firmenübergreifenden Meetings war spürbar, dass auch Mitarbeitende anderer Unternehmensbereiche zunehmend verunsichert waren… teils, weil bereits zuvor mehrere Firmen geschlossen wurden. Die Kommunikation in diesen Runden ließ viele Fragen offen. Die Stimmung war geprägt von Misstrauen, Ungewissheit und dem Gefühl, dass auch die eigene Abteilung jederzeit betroffen sein könnte. Das Vertrauen in die langfristige Perspektive des Unternehmens war entsprechend gering.

Work-Life-Balance

Zu Beginn durch die 2-Tage-Homeoffice-Regel gut ausbalanciert. Nach deren Abschaffung ohne sachliche Begründung verschlechterte sich das Verhältnis deutlich. Die Flexibilität nahm spürbar ab, ohne dass ein nachvollziehbarer Mehrwert für das Unternehmen oder das Team erkennbar war.

Karriere/Weiterbildung

Offiziell wurden Weiterbildungen über eine interne Plattform angeboten, diese war jedoch veraltet und enthielt kaum relevante Inhalte für den Designbereich. Eine tatsächliche Förderung oder strukturierte Entwicklung fand nicht statt.

Gehalt/Benefits

Das Gehalt lag am unteren Rand dessen, was branchenüblich für Einsteiger gezahlt wird. Eine minimale prozentuale Aufstockung wurde einmal intern verteilt, wobei die Prozentwerte zwischen Personen verschoben wurden. Das wirkte wenig transparent und unprofessionell. Weitere Leistungen gab es keine. Das Gehalt war definitiv kein Grund, im Unternehmen zu bleiben, der einzige Halt war das Team.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Ein erkennbares soziales oder gesellschaftliches Verantwortungsbewusstsein war im Unternehmensalltag nicht spürbar.

Kollegenzusammenhalt

Sehr stark – gegenseitige Unterstützung war selbstverständlich, auch in schwierigen Phasen. Ohne diesen Zusammenhalt wäre vieles nicht möglich gewesen.

Umgang mit älteren Kollegen

Keine negativen Erfahrungen.

Vorgesetztenverhalten

Im Alltag professionell, aber in der kritischen Unternehmensphase ohne echtes Einfühlungsvermögen oder Transparenz. Entscheidungen wurden meist verkündet, nicht erklärt.

Arbeitsbedingungen

Die technische Ausstattung war nicht modern. Die bereitgestellten Laptops waren so alt, dass mehrere Programme gleichzeitig oft nicht nutzbar waren, ohne dass das System abstürzte. Ein zweiter großer Bildschirm wurde zwar zur Verfügung gestellt, musste aber erst aktiv eingefordert und begründet werden. Bessere Kopfhörer wurden zwar angekündigt, jedoch nie geliefert. Die Kommunikation dazu blieb aus. Für Ausstattung im Home Office mussten Mitarbeitende selbst sorgen. Zu Beginn wurde ein hybrides Modell mit zwei Homeoffice-Tagen zugesichert, das später ohne nachvollziehbare Begründung wieder gestrichen wurde.

Kommunikation

Innerhalb des Teams gut. Von der Geschäftsführung kamen viele Entscheidungen überraschend, ohne Kontext oder nachvollziehbare Begründung. Rückfragen blieben häufig unbeantwortet.

Gleichberechtigung

Das Team war in Teilen unterschiedlich geprägt, ohne dass Vielfalt explizit gefördert wurde. Der Umgang im Alltag war respektvoll, Initiativen zur aktiven Auseinandersetzung mit Diversität gab es jedoch nicht.

Interessante Aufgaben

Abwechslungsreiche Design- und Konzeptarbeit mit viel Eigenverantwortung. Der kreative Anteil war ok, auch wenn Prozesse manchmal unklar waren.

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Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.