Berufliche Sackgasse
Gut am Arbeitgeber finde ich
Das einzig Gute in dem Unternehmen ist das Team.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Die Kritik ist den einzelnen schlechten Bewertungen zu entnehmen.
Verbesserungsvorschläge
Die Liste an Verbesserungsvorschlägen ist lang und wurde bereits im Unternehmen mehrfach zur Sprache gebracht. Daher nur der Rat, auf Ihre Mitarbeiter zu zugehen, zuzuhören und eine funktionierende Lösung für alle bestehenden Probleme mit dem Team zu erarbeiten und umzusetzen.
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre muss unterschiedlich bewertet werden. 1.: Unter den Kollegen hat sich von Anfang an ein äußerst familiäres, freundliches, vertrauensvolles Klima ergeben. Neue Mitarbeiter werden sofort integriert. 2.: Vorgesetzte sehen die Angestellten ausschließlich als Einnahmequelle. Ein respektvoller Umgang, eine Vertrauensbasis oder eine ernst gemeinte Motivationsförderung (sowohl menschlich als auch finanziell) von der Geschäftsführung gegenüber Angestallten ist nur im geringen Maß vorhanden und verschlechterte sich ab einem gewissen Punkt im Unternehmen extrem und die Stimmung ging gegen Null. Dieser schlimme Zustand wird von Vorgesetzten deutlich wahrgenommen aber mit keiner Initiative positiv aufgelöst.
Image
Wenn man nichts Gutes sagen kann, schweigt man lieber.
Work-Life-Balance
Der gesetzliche Urlaub ist gegeben und kann am Jahresanfang festgelegt werden. Ein spontaner Kurzurlaub ist je nach Auftragslage kein Problem. Überstunden werden selten ausdrücklich gefordert, jedoch erwartet, wenn man "seine Arbeit nicht unter Kontrolle" hat. Es gibt feste Arbeits- und Pausenzeiten. Der Wunsch seitens Arbeitnehmer eine Gleitzeit einzuführen, wurde von der Geschäftsführung bejaht, jedoch auch nach 8 Monaten nicht umgesetzt.
Homeoffice wäre technisch generell möglich, ist jedoch seitens der Geschäftsführung nur in besonderen Ausnahmefällen mit Nachweis einer nachgegangenen Arbeit gestattet.
Karriere/Weiterbildung
Mitarbeitergespräche werden nie geführt. Perspektivisch kann man sich in der derzeitigen Aufgabenteilung auch nicht entwickeln oder die Karriereleiter aufsteigen. Weiterbildungsmöglichkeiten werden auch auf ausdrücklichen Wunsch seitens des Mitarbeiters nicht gefördert und haben auch generell nicht stattgefunden. Interne Schulungen waren und sind nicht vorgesehen. Lernen kann man nur durch Selbststudium oder durch Austausch mit Kollegen.
Kollegenzusammenhalt
Einwandfrei. Der Zusammenhalt ist auch weit außerhalb der Arbeit außergewöhnlich gut.
Umgang mit älteren Kollegen
Das Alter spielte hier zu keiner Zeit oder Fall eine Rolle und ist durchaus breit gefächert.
Vorgesetztenverhalten
Der eine Stern ist schon zuviel. Es muss sich dringend etwas am Verhalten ändern, um eine Basis zur Zusammenarbeit zu schaffen. Beginnend damit: Vertrauen zu schenken, respektvoll und fair mit den Mitarbeitern umzugehen, Versprechen einzuhalten, Transparent (in allen Belangen) zu arbeiten, zu motivieren, Kritik anzunehmen, Lösungsvorschläge wahrzunehmen und ggf. umzusetzen sowie auch mit internen Experten klare Entscheidungen für das Unternehmen zu treffen und langfristig zu verfolgen und zu kommunizieren.
Besonders enttäuscht bin ich von der Geschäftsführung für einige teils sehr unangemessene Äußerungen/ teils auch angehenden Drohungen gegenüber Mitarbeitern sowie auch dem Verhalten gegenüber Kollegen die das Unternehmen verlassen. Der Mangel sich dafür angemessen zu entschuldigen/ zu verhalten ist mehr als Schade.
Auch andere führende Positionen haben taube Ohren für offensichtliche Probleme und kehren viel unter den Teppich anstatt Lösungen zu finden.
Arbeitsbedingungen
Zu Spitzenzeiten platzten die Büroräume aus allen Nähten. Die Arbeitsräume und die Küche sind sauber und sind zweckmäßig gestaltet (Tisch, Stuhl, Lampe, Ablage, Kaffeemaschine, Wasserkocher, Mikrowelle). Persönliches Gestalten des Arbeitsplatzes ist nicht gestattet. Alle Fenster haben einen Sichtschutz, wodurch kaum Tageslicht vorhanden ist. Es gibt keine effektive Belüftung oder Klimaregulierung. Durch die offene Raumaufteilung ist eine enorme Lautstärke gegeben. Die technische Ausstattung ist grundlegend da (Computer, Telefon). Bei der Software zum verwalten und bearbeiten der Projekte gibt es enorme Probleme, weil sie nur bei wenigen Kollegen vorhanden ist oder komplett fehlt. Die vom gesamten Team erarbeiteten Verbesserungswünsche werden, trotz Versprechen, auch nach genügend Zeit zur Realisierung nur im kleinem Maße umgesetzt.
Absolut kein Ort zum angenehmen kreativem Arbeiten.
Kommunikation
Das "Konzept" der Kommunikation für alle Bereiche betreffend, besteht in zu vielen Fällen aus spontanen Aussagen gegenüber einzelnen Personen. Es ist so nie eine einheitliche, transparente Struktur für die gesamte Unternehmenskommunikation entstanden auf die gebaut werden kann. Interne kurzfristige Meetings sind davon geprägt Druck zu machen und mehr Umsatz zu generieren. Das Ansprechen und Lösen von Problemen und Wünschen oder Positives fanden dabei wenig bis gar keine Beachtung.
Gehalt/Benefits
Der gesetzliche Mindestlohn ist gegeben. Mehr Gehalt kann man sich selbst durch mehr Umsatz=Provision erarbeiten. Dies ist jedoch nicht transparent und nachvollziehbar dargelegt.
Egal bei welchem Bildungsstand, Fähigkeiten, Erfahrungen und Graden von Verantwortung wird für die Position kein faires Gehalt angesetzt. Die Bezahlung an sich kam, auch mehrmals ohne rechtzeitige Mitteilung, deutlich später als vertraglich vereinbart. Rücksprachen zum Thema Gehalt waren äußerst schwierig mit der Geschäftsführung zu führen und sind auch mit sehr guten Argumenten nicht von Erfolg gekrönt.
Weitere Sozialleistungen sind nicht vorhanden.
Gleichberechtigung
Die Aufstiegschancen speziell als Frau kann ich nicht beurteilen, da generell keine Aufstiegsmöglichkeiten vorhanden sind an denen man dies beurteilen/vergleichen könnte. Wiedereinstiegschancen nach der Elternzeit sind für beide Geschlechter möglich.
Interessante Aufgaben
Es gibt eine klare Aufgabenverteilung bei dem nach jedem großen Projektabschnitt eine neue Abteilung zuständig ist. In soweit ist es gut sich auf seinen Fachbereich konzentrieren zu können.
Problematisch ist jedoch das Arbeitsaufkommen. Da ein stetiger Abgang von Kollegen gegeben ist, werden zu viele Projekte auf zu Wenige Mitarbeiter abgewälzt und permanent hin und her geschoben. Eine faire Verteilung ergibt sich immerhin, in dem man ein Problem, gegen ein Neues/Anderes austauscht.