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WIR 
Villingen-Schwenningen 
GmbH
Bewertungen

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Dynamisches Umfeld, aber problematische Umgangsformen

1,6
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung nicht mehr für dieses Unternehmen in Villingen-Schwenningen gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Der Standort ist attraktiv und bietet durch die historische Altstadt und den touristischen Charakter der Stadt ein spannendes Umfeld. Die Projekte waren vielfältig, kreativ und oft sehr sichtbar nach außen. Die Arbeit war dadurch abwechslungsreich und lebendig, teilweise jedoch auch mit einer hohen Taktung und Intensität verbunden.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Bei Messe-Einsätzen habe ich die Organisation teilweise als unzureichend erlebt. Unterkünfte wurden aus meiner Sicht wiederholt zu spät oder in zu geringer Anzahl gebucht, sodass nicht alle Mitarbeitenden vor Ort untergebracht werden konnten.
In der Folge mussten einzelne Personen täglich lange Strecken pendeln, teils auch unter schwierigen Bedingungen wie winterlichem Wetter. Dies empfand ich sowohl als hohe zusätzliche Belastung für die Mitarbeitenden als auch aus Umwelt- und Organisationssicht als ungünstig.
Da es sich um regelmäßig stattfindende Messen handelte, hätte ich mir hier eine frühzeitigere Planung und mehr Rücksicht auf die Bedürfnisse der eingesetzten Mitarbeitenden gewünscht.
Als besonders belastend habe ich das zwischenmenschliche Miteinander erlebt. Der raue Umgangston schien für viele selbstverständlich zu sein und prägte den Arbeitsalltag. Mitarbeitende hatten aus meiner Sicht entweder die Möglichkeit, sich diesem Stil anzupassen, oder gerieten schnell in eine schwierige Position.

Verbesserungsvorschläge

Wichtig wäre ein konsequentes Eingreifen bei problematischem Verhalten wie überkritischem Umgangston, Ausgrenzung oder manipulativer Kommunikation. Solche Dynamiken sollten nicht als „normaler Alltag“ akzeptiert werden.

Arbeitsatmosphäre

Die Arbeitsatmosphäre habe ich überwiegend als angespannt und eher unterkühlt erlebt. Trotz Du-Kultur entstand wenig persönliche Nähe, Hierarchien waren deutlich spürbar und prägten das Miteinander.

Image

Nach außen präsentiert sich das Unternehmen als großes, kreatives und sehr positives Umfeld, das im Stadtmarketing sichtbar erfolgreich ist. Diese Außenwirkung ist professionell und überzeugend.
Intern habe ich die Arbeitsrealität jedoch deutlich anders erlebt. Die kreativen Ergebnisse entstanden aus meiner Sicht in einer angespannten und wenig wertschätzenden Atmosphäre, was den Arbeitsalltag stark belastet hat.

Work-Life-Balance

Die Work-Life-Balance war stark von der individuellen Rolle und Arbeitsweise abhängig. Phasenweise empfand ich die Arbeit als belastend, insbesondere aufgrund des psychischen Drucks im Arbeitsalltag.

Karriere/Weiterbildung

Die Möglichkeiten zur beruflichen Weiterentwicklung habe ich als eher begrenzt erlebt. Viele Mitarbeitende waren über Jahre auf denselben Positionen tätig, ohne erkennbare Perspektiven für Veränderung. Insgesamt entstand der Eindruck, dass individuelle Leistung nur selten zu klaren Entwicklungsschritten führte.

Gehalt/Benefits

Gehaltlich war der Einstieg aus meiner Sicht eher schwach, im weiteren Verlauf kam es jedoch zu Verbesserungen. Diese waren allerdings nicht selbstverständlich, sondern mussten aktiv eingefordert werden. Unterstützung durch die direkte Führungsebene habe ich dabei nur begrenzt wahrgenommen.
Insgesamt hatte ich den Eindruck, dass viele Mitarbeitende mit ihrer Vergütung unzufrieden waren, was den gegenseitigen Rückhalt in diesem Thema zusätzlich erschwert hat.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Zum Thema Umweltbewusstsein kann ich keine fundierte Einschätzung abgeben, da ich hierzu keine konkreten Einblicke hatte.
Das soziale Bewusstsein habe ich als wenig ausgeprägt empfunden. Der Umgangston und die Art des Miteinanders wirkten aus meiner Sicht strukturell verankert und zogen sich durch verschiedene Ebenen des Unternehmens. Ein aktives Gegensteuern oder offene Gespräche zu diesen Themen habe ich nicht erlebt, was ich persönlich als schade empfand.

Kollegenzusammenhalt

Der Kollegenzusammenhalt war aus meiner Sicht schwach ausgeprägt. Die allgemeine Stimmung empfand ich als angespannt und wenig kollegial. Ich habe mehrfach erlebt, dass über Kolleg:innen in deren Abwesenheit gesprochen wurde, was das Vertrauensgefühl im Team deutlich beeinträchtigte.
Besonders für ruhigere oder introvertierte Mitarbeitende wirkte das Umfeld herausfordernd, da Konflikte nicht offen geklärt, sondern eher indirekt ausgetragen wurden. Dies trug insgesamt zu einer belastenden Teamdynamik bei

Umgang mit älteren Kollegen

Im Umgang mit älteren Kolleg:innen habe ich keine erkennbare Bevorzugung oder Benachteiligung wahrgenommen. Auch aufgrund von Alter oder einer Behinderung wurden Mitarbeitende nach meinem Eindruck nicht anders behandelt oder entlassen.
Es kam vor, dass über die Leistung einzelner Mitarbeitender kritisch gesprochen wurde und Versetzungen zwischen Abteilungen stattfanden. Kündigungen aufgrund von Alter oder Leistung habe ich jedoch nicht beobachtet.

Vorgesetztenverhalten

Ich habe selbst Situationen erlebt, in denen Führungskräfte Mitarbeitende vor versammeltem Team stark kritisiert haben. Dieser Umgang schien akzeptiert zu sein und spiegelte sich aus meiner Sicht im Verhalten auf anderen Ebenen und in unterschiedlichen Abteilungen wider. Insgesamt hatte dies einen spürbaren Einfluss auf das Arbeitsklima.

Arbeitsbedingungen

Die Arbeitsmaterialien waren vollständig vorhanden, sodass man grundsätzlich gut arbeiten konnte. Was die Arbeitsbedingungen betrifft, gab es an manchen Standorten Einschränkungen – insbesondere durch fehlende Klimatisierung oder unzureichende Belüftung, was je nach Jahreszeit als sehr unangenehm empfunden wurde.

Kommunikation

Die Kommunikation war aus meiner Sicht häufig unklar und wenig konstruktiv. Feedback erfolgte eher in Form von Kritik, während ein offenes Ansprechen von Problemen kaum möglich war.

Gleichberechtigung

Mir sind keine Fälle bekannt, in denen Personen aufgrund von Geschlecht, Herkunft oder einer Behinderung benachteiligt wurden. Der Umgang war insgesamt gleich, allerdings nicht besonders wertschätzend.

Interessante Aufgaben

Das Arbeitsumfeld bot viele abwechslungsreiche und interessante Aufgaben. Kreativität war ausdrücklich gefragt, und durch die Vielfalt der Themen blieb die Arbeit spannend. Besonders bereichernd war die Zusammenarbeit mit Menschen aus unterschiedlichen Ländern und Kulturen.

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