Ihr Unternehmen?

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Zahnarztpraxis 
Dr. 
Klaus 
Boettcher
Bewertungen

Ihr Unternehmen?

Unstrukturiert, intransparent und psychisch belastend – fachlich exzellente Zahnärzte, schlechte Führung.

2,2
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat bis 2025 bei Zahnfreunde Hameln Dr. Anna Joop, Shirin Kass, Maximilian Gümpel und Dr. Klaus Boettcher in Hameln gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Angestellte Zahnärzte (Stand 06/2025) die sowohl menschlich als auch fachlich absolut vorbildlich sind. Für mich waren sie die eigentliche Führungsebene, wie man sie sich nur wünschen kann – respektvoll, kompetent und fair.
Eigenes Praxislabor mit sehr guten Zahntechnikern die hervorragende Arbeit leisten. An deren Arbeit gibt es aus meiner Sicht nichts auszusetzen, sie sind ein echter Gewinn für die Praxis.

Außerdem möchte ich die professionelle Zahnreinigung, die dort von fachlich sehr kompetentem Personal durchgeführt wird, lobend erwähnen.
Stand 06/2025 würde ich meine Liebsten jederzeit in die Hände der damaligen Kolleginnen geben, die für die Zahnreinigung zuständig waren. Die Qualität dieser Arbeit war aus meiner Sicht wirklich hervorragend.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Ergänzend möchte ich hier noch erwähnen:

Mir wurde vom Geschäftsführer unterstellt, ich hätte Krankmeldungen missbraucht. Das war in meinen Augen – und auch nach Ansicht meines behandelnden Arztes – vollkommen unbegründet.
Vermutlich resultierte dieser Unmut daher, dass ich Ihm den intimen Grund meiner Krankschreibung nicht mitteilen wollte - was meines Erachtens nach rechtlich in Ordnung ist.

Ich habe den Geschäftsführer verklagt, weil er mir mein letztes Gehalt (1,5 Monatsgehälter) nicht ausgezahlt hat. Das Verfahren endete in einem Vergleich. Ich habe diesen aus seelischer Erschöpfung akzeptiert – nicht, weil er im Recht war, sondern weil mir mein Seelenfrieden und ein Leben ohne Verbindung zu dieser Praxis wichtiger sind.

Mir ist bewusst, dass nach meiner Bewertung vermutlich bald weitere aber sehr positive Bewertungen erscheinen werden, da die Praxis ihr öffentliches Bild wahren möchte. Unabhängig davon halte ich es für wichtig, meine persönliche Erfahrung hier darzustellen – auch wenn sie vielleicht nur eine von wenigen kritischen Stimmen bleibt, sollte sie in meinen Augen Gewicht haben.

Verbesserungsvorschläge

Klare Strukturen für Arbeitszeiten, Überstunden und Urlaubsplanung.
Transparente und gerechte Behandlung aller Mitarbeitenden.
Respektvoller, professioneller Umgang – auch mit ausgeschiedenen Kolleginnen.

Aus meiner Sicht wäre ein Austausch der aktuellen Führungsebene (Stand 06/2025) der einzige Weg, um die Praxis strukturell und menschlich zukunftsfähig zu machen.

Image

Hohe Fluktuatoin. In meinem Jahr dort haben mehrere Kolleginnen die Kündigung erhalten. Auch ich habe mein Arbeitsverhältnis aus gesundheitlichen Gründen beendet.

Work-Life-Balance

Keine klaren Regelungen für Überstunden. Geleistete Mehrarbeit wird regelmäßig in Frage gestellt. Keine, mittlerweile gesetzlich vorgeschriebene, digitale Zeiterfassung. Laut Führungsebene wäre dies "zu viel Aufwand" - es wird auf Papiertabelle und Stift zurückgegriffen (Stand 06/2025). Die Arbeitszeiten sind generell, zumindest für kinderlose, meineserachtens nicht arbeitnehmerfreundlich.

Karriere/Weiterbildung

Die Weiterbildung wird eher vernachlässigt. Karriere- bzw. Aufstiegschancen gab es zum Zeitpunkt meiner Beschäftigung nicht, da alle "höheren" Stellen bereits belegt waren. Hierzu muss ich fairerweise sagen, dass dies auch nicht meine Absicht war. Ich wollte in der Behandlungsasisstenz arbeiten und hatte nicht vor zur PM oder ZMP aufzusteigen.

Gehalt/Benefits

Die Bezahlung ist im Vergleich zu dem, was man im Beruf der zahnmedizinischen Fachangestellten sonst häufig kennt, in Ordnung. Natürlich ist der Beruf allgemein betrachtet im Verhältnis zur Verantwortung unterbezahlt, aber innerhalb der Berufsgruppe habe ich mein Gehalt hier als verhältnismäßig gut empfunden.

Kollegenzusammenhalt

Nach außen harmonisch, intern häufig Lästereien und mangelnde Vertraulichkeit. Ich habe miterlebt, wie über ausgeschiedene Mitarbeiter öffentlich abwertend gesprochen wurde. Mich inbegriffen.

Vorgesetztenverhalten

Während die angestellten Zahnärzte für mich ein Paradebeispiel für gute Führung waren, habe ich die Praxisleitung durch den Geschäftsführer als autoritär, intransparent und respektlos erlebt. Kritik war unerwünscht, Widerworte kaum möglich.
Ich habe im Laufe meiner Anstellung mehrfach um Gespräche gebeten, weil ich bestimmte Abläufe oder Umgangsweisen nicht einfach hinnehmen wollte. Mir ist bewusst, dass so etwas für eine Führungskraft auch anstrengend wirken kann, dennoch halte ich es für selbstverständlich, dass Mitarbeitergespräche ein Teil von guter Führung sind – gerade, wenn Mitarbeitende unterschiedliche Bedürfnisse haben oder nicht alles kritiklos akzeptieren.
In meinem Fall wurde mir dieses Verhalten später negativ ausgelegt und es hieß, ich würde zu viel Aufmerksamkeit fordern. Für mich war das letztlich ein entscheidender Punkt: Ich habe gemerkt, dass es meiner Gesundheit schadet und menschlich nicht passt.

Arbeitsbedingungen

Sehr schöne, moderne Praxisräume: hell, frisch renoviert und ansprechend gestaltet. Auch der Bereich für Mitarbeitende ist grundsätzlich sehr gut ausgestattet (eigene Küche, getrennte Umkleiden, separate Toiletten). Lediglich im Umkleideraum fehlt eine Heizung. Insgesamt lädt die Praxis durch ihre moderne Ausstattung und Geräte zum Wohlfühlen ein.

Kommunikation

Kritik oder Ideen werden kaum geduldet, obwohl anfangs Mitgestaltung gewünscht war. Entscheidungen werden oft einseitig und ohne Teamrücksprache getroffen.

Gleichberechtigung

Die Praxismanagerin (zugleich die Partnerin des Geschäftsführers Stand 06/2025) genießt Privilegien, die anderen nicht gewährt werden. Urlaubsplanung und Dienstzeiten wirken intransparent. Nach meinen Beobachtungen verbrachte die Praxismanagerin während ihrer Arbeitszeit häufig Zeit an der Anmeldung im Gespräch mit einer Kollegin, anstatt im Zimmer auszuhelfen oder organisatorische Aufgaben zu übernehmen. Ich habe nicht erlebt, dass sie aktiv zur Struktur oder Planung der Abläufe beigetragen hätte. Auffällig war zudem, dass sie die Praxis meist überpünktlich, teilweise vor Ende der regulären Arbeitszeit, verließ.


Arbeitsatmosphäre

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Umgang mit älteren Kollegen

Interessante Aufgaben

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