Viel Arbeit für wenig Geld
Gut am Arbeitgeber finde ich
- gutes Betriebsklima
- eins der wenigen Softwarehäuser in der Region
- flexible Arbeitszeiten
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
- mangelhaftes Projektmanagement
- Gehalt
- nicht gerade spannende Aufgaben
- Differenz zwischen Anspruch (Hersteller von "Standardsoftware") und Wirklichkeit (Projektdienstleister)
Verbesserungsvorschläge
Selbsbewussterer und professionellerer Umgang mit den Kunden
Image
Insgesamt wird die Firma als nicht besonders professionell und durchsetzungsstark gegenüber den Kunden wahrgenommen, auch die Kunden wählen uns kaum wegen des starken Images, sondern eher wegen der günstigen Preise.
Work-Life-Balance
Überstunden werden nicht bezahlt. Sie werden allerdings auch nicht direkt gefordert. Im Falle von Termindruck wird aber schon mehr oder weniger starker Druck bezüglich Mehrarbeit ausgeübt. Heiligabend und Silvester muss Zwangsurlaub genommen werden, ansonsten ist man relativ frei, muss aber einen Großteil des Urlaubs schon früh im Jahr verplant haben.
Karriere/Weiterbildung
Aufgrund der relativ flachen Hierarchien gibt es kaum Aufstiegschancen. Weiterbildung wird ganz klein geschrieben. Nur wenige Mitarbeiter kommen in den Genuss von Schulungen und das auch nur sehr selten und nach Betteln
Gehalt/Benefits
Das Gehalt ist bezogen auf die Region im mittleren Bereich, gemessen an gesamtdeutschen Durchschnitt eher niedrig. Reich kann man hier nicht werden.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Besonderes Umweltbewusstsein ist nicht zu erkennen.
Im sozialen Bereich sieht es da schon besser aus: Home Office bei Krankheit des Kindes oder Teilzeitarbeit bei privaten Problemen sind auf Anforderung möglich. Auch ein Sabbatjahr wurde schon genehmigt.
Kollegenzusammenhalt
Der Zusammenhalt mit den Kollegen ist sehr gut, es gibt keine Intrigen/Konkurrenzdenken/Machtspielchen. Man hilft sich gern und ist nett zueinander. Gemeinsame Aktivitäten außerhalb der Arbeit finden allerdings kaum statt.
Umgang mit älteren Kollegen
Ältere Kollegen werden aus meiner Sicht nicht benachteiligt, allerdings gibt es auch keine Vergünstigungen für ältere oder langgediente Kollegen, wie z.B zusätzliche Urlaubstage
Vorgesetztenverhalten
Aussagen und Verhalten besonders des oberen Managements zeigen deutlich, dass sie nicht allzu viel Ahnung davon haben, wie Softwareentwicklung funktioniert.
Das führt dann manchmal zu relativ realitätsfernen Budget- und Terminplänen und gerne auch mal unberechtigten Vorwürfen gegenüber den Entwicklern.
Arbeitsbedingungen
Die Rechner der Entwickler sind nicht gerade schnell, aber meistens ausreichend. Nur manchmal nervt die Warterei.
Die Arbeitsplatzergonomie ist soweit OK, die Schreibtische könnten aber höhenverstellbar sein.
Nur wenige Büros sind klimatisiert, so dass es im Sommer sehr heiß werden kann.
Kommunikation
Informationen über die wirtschaftliche Lage werden in regelmäßigen Abständen weitergegeben. Die Pflichtenhefte für die Entwicklung lassen manchmal stark zu wünschen übrig.
Gleichberechtigung
Ich sehe keine Anzeichen von Benachteiligung von Frauen
Interessante Aufgaben
Die Entwicklungsarbeit besteht zu 90% aus StiNo-Java-Anwendungsentwicklung, besondere Herausforderungen sind eher selten. Aber manchen gefällt das ja.