Guter Arbeitgeber – stark abteilungsabhängig!
Gut am Arbeitgeber finde ich
Der Zusammenhalt und der starke Teamgeist unter den Kolleginnen und Kollegen.
Komplexe, abwechslungsreiche und fachlich hochinteressante IT-Aufgaben im Bankensektor.
Moderne technische Ausstattung und professionelle Arbeitsbedingungen.
Faire, leistungsgerechte und absolut pünktliche Gehaltszahlung.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Mangelhafte Führungskultur: Ausgeprägtes Mikromanagement, Druck und fehlende Wertschätzung durch Vorgesetzte.
Starre & veraltete Regelungen: Strikte 6-monatige Homeoffice-Sperre zu Beginn sowie Verpflichtung zur Eröffnung eines Gehaltskontos bei der Oberbank (keine freie Bankwahl).
Fehlende Gleichberechtigung: Hohe Subjektivität bei Entscheidungen; starkes Abhängigkeitsverhältnis vom jeweiligen Vorgesetzten.
Einschränkungen bei der Hardware: Hardware-Sperre verhindert die Nutzung eigener Peripheriegeräte (Tastatur, Maus etc.).
Verbesserungsvorschläge
Führungskultur stärken: Vorgesetzte gezielt schulen und auf Empathie, offene Kommunikation sowie einen wertschätzenden Umgang auf Augenhöhe verpflichten.
Starre Regeln lockern: Die 6-monatige Homeoffice-Sperre ist unzeitgemäß – Vertrauen sollte ab Tag 1 herrschen. Zudem sollte die freie Wahl des Gehaltskontos (ohne Oberbank-Zwang) ermöglicht werden.
Transparenz & Gleichberechtigung fördern: Klare, einheitliche Standards über alle Abteilungen hinweg etablieren, um Willkür bei Entscheidungen und Aufstiegschancen zu vermeiden.
An das Management / C-Level:
Der Außenauftritt der 3BankenIT verspricht eine moderne IT-Arbeitswelt, während die Realität im Alltag von Misstrauen und starren Hürden geprägt ist. Ein offener Dialog findet auf Augenhöhe oft nicht statt: Als Mitarbeiter geht man meist gar nicht erst zum C-Level oder zur Führungsebene, weil man das begründete Gefühl hat, dass es ohnehin nichts bringt, auf Missstände hinzuweisen, und Kritik wirkungslos verpufft. Um als Arbeitgeber wettbewerbsfähig zu bleiben, braucht es daher einen echten Kulturwandel von oben – mit mehr Flexibilität, echter Chancengleichheit und Führungskräften, die ein echtes Feedback-Klima vorleben, statt es zu blockieren.
Arbeitsatmosphäre
Die Stimmung variiert zwar von Abteilung zu Abteilung, in meinem Bereich war die Atmosphäre jedoch extrem belastend. Das Betriebsklima ist stark von Unsicherheit, hohem Druck und fehlendem Vertrauen geprägt. Die Ursache liegt für mich vor allem in der Führungskultur: Statt offener Kommunikation, Wertschätzung und konstruktiver Zusammenarbeit herrschen oft Mikromanagement und eine Kultur der Schuldzuweisung. Ein Rückhalt durch die Führungskraft hat gefehlt, was ein motiviertes Arbeiten auf Dauer unmöglich macht.
Image
Das Image nach außen wirkt oft moderner und attraktiver, als es die Realität im Unternehmen tatsächlich hergibt. Während man sich gerne als innovativer IT-Arbeitgeber präsentiert, bremsen starre Strukturen, veraltete Regelungen und eine schwierige Führungskultur dieses Bild im Alltag stark aus. Hier gibt es eine spürbare Lücke zwischen Schein und Sein.
Work-Life-Balance
Sehr unzeitgemäß und starr geregelt. Homeoffice wird erst nach einer 6-monatigen Einarbeitungsphase erlaubt, was die Flexibilität zu Beginn massiv einschränkt. In Zeiten moderner Arbeitswelten wirkt diese Regelung veraltet und zeigt wenig Vertrauen gegenüber neuen Mitarbeitenden. Auch danach ist die Flexibilität stark von der Führungskraft abhängig.
Karriere/Weiterbildung
Das Thema hängt extrem stark von der jeweiligen Führungskraft ab. Es gibt zwar Grundangebote und Budgets für Schulungen, aber man muss sehr hartnäckig sein und selbst die Initiative ergreifen, um Weiterbildungen auch tatsächlich genehmigt zu bekommen. Karrierewege sind nicht immer transparent vorgezeichnet und Aufstiegschancen hängen stark von Sympathien ab.
Gehalt/Benefits
Die Bezahlung ist insgesamt gut und leistungsgerecht. Das Gehalt kommt immer pünktlich und auch die angebotenen Benefits (wie z. B. Sozialleistungen oder Vergünstigungen im Bankenumfeld) können sich sehen lassen. Ein deutlicher Minuspunkt ist jedoch, dass man gezwungen ist, ein Gehaltskonto bei der Oberbank zu eröffnen, um sein Gehalt zu beziehen – die Nutzung eines bestehenden Fremdbank-Kontos ist leider nicht möglich. Abgesehen davon ist das Paket aber solide.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Durchschnittlich. Die grundlegenden Standards und Pflichtmaßnahmen eines modernen Unternehmens werden erfüllt (z. B. Mülltrennung, papierarme Prozesse). Es wirkt im Alltag jedoch oft eher wie das Abarbeiten von Mindestanforderungen als nach einer tief verankerten, nachhaltigen Philosophie. Da ginge definitiv mehr.
Kollegenzusammenhalt
Das absolute Highlight! Der Zusammenhalt im Team war hervorragend. Wir haben uns untereinander extrem gut unterstützt, gegenseitig motiviert und den Rücken gestärkt – gerade auch dann, wenn der Druck von oben zugenommen hat. Ohne diese tollen Kolleginnen und Kollegen wäre der Arbeitsalltag kaum machbar gewesen.
Umgang mit älteren Kollegen
Die langjährige Erfahrung älterer Kolleginnen und Kollegen wird leider viel zu wenig geschätzt und genutzt. Statt einen aktiven Wissenstransfer zu fördern, werden ältere Mitarbeiter bei Veränderungsprozessen oder neuen Projekten oft eher außen vor gelassen oder nicht mehr gezielt weiterentwickelt.
Vorgesetztenverhalten
Das Verhalten der Führungskraft war für mich der maßgebliche Grund für die schlechte Atmosphäre. Statt Rückhalt, Empathie und Führung auf Augenhöhe erlebte ich ausgeprägtes Mikromanagement, mangelndes Vertrauen und starken Druck. Kritik wird einseitig verteilt, während eigenes Feedback abgeblockt wird. Ein wertschätzender Umgang sieht anders aus.
Arbeitsbedingungen
Die technische und physische Ausstattung ist insgesamt wirklich gut. Man bekommt modernes IT-Equipment, gute Arbeitsmittel und gut ausgestattete Büros. Ein kleiner Wermutstropfen ist jedoch, dass man aufgrund einer Hardware-Sperre leider keinerlei eigene Hardware (z. B. eigene Tastatur, Maus oder Peripherie) verwenden kann. Abgesehen von dieser Einschränkung investiert die Firma aber ordentlich, sodass ein professionelles Arbeiten von der Hardware-Seite her problemlos möglich ist.
Kommunikation
Sehr einseitig und unzureichend. Wichtige Entscheidungen werden top-down getroffen und oft erst im letzten Moment oder gar nicht transparent kommuniziert. Feedback fließt meist nur in eine Richtung, während konstruktive Kritik oder eigene Ideen von den Führungskräften ignoriert werden. Auch hier zeigt sich wieder das Bild: Wie gut der Informationsfluss klappt, hängt extrem stark vom jeweiligen Vorgesetzten ab.
Gleichberechtigung
Leider überhaupt nicht gegeben. Es werden klare Unterschiede gemacht – Chancen, Flexibilität oder Wertschätzung hängen stark davon ab, wie gut man mit bestimmten Führungskräften steht oder zu welchem „Kreis“ man gehört. Gleiche Regeln oder faire Leistungskriterien für alle sucht man hier vergebens.
Interessante Aufgaben
Inhaltlich wirklich top! Die Aufgaben im IT-Umfeld des Bankensektors sind komplex, vielseitig und spannend. Man arbeitet an relevanten Projekten, kann fachlich viel lernen und hat gute Gestaltungsmöglichkeiten bei der eigentlichen Arbeitsausführung. Das war definitiv einer der besten Aspekte der Stelle.

