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A1 
Telekom 
Austria 
AG
Bewertung

Vom Traditionsunternehmen zur Abbau- und Auslagerungsmaschine. Wer hier bleibt oder extra kommt, ist selber schuld.

1,0
Nicht empfohlen
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung bei A1 Telekom Austria AG in Wien gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Das Bewusstsein für gutes Design (Logo, Shop-Gestaltung etc.)

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Alles andere.

Verbesserungsvorschläge

Rückverstaatlichung und Austausch des gesamten C-Levels sowie eines Großteils der Führungskräfte. Mitarbeitende in der Telekommunikationsbranche sollten mit aktueller Hardware ausgestattet werden. Der Geschäftsführung sollte wieder bewusst werden, dass die eigenen Mitarbeitenden das wichtigste Marketinginstrument sind – aktuell wird das Unternehmen an die Wand gefahren.

Arbeitsatmosphäre

Es herrscht durchgehend Druck und Missgunst. Im Fokus steht nur noch, das Unternehmen für Aktionäre “aufzuhübschen” – es wird ausgelagert und abgebaut, wo immer es geht.

Image

A1 kennt jeder – aber mittlerweile fast ausschließlich im negativen Sinn.

Work-Life-Balance

All-In-Vertrag: Von 40 aufbaubaren Gleitstunden dürfen nur 32 als ganze Tage konsumiert werden, der Rest nur stundenweise – alles darüber verfällt ersatzlos. Nach den Vorstellungen der Geschäftsführung soll man de facto rund um die Uhr abrufbereit sein.

Karriere/Weiterbildung

De facto nicht vorhanden. Es gibt nur interne E-Learnings zu A1-Produkten, keine Schulungen mit Mehrwert außerhalb des Unternehmens. Karriere macht, wer sich anpasst, gut vernetzt ist oder zufällig eine Stelle über sich frei wird.

Gehalt/Benefits

Ab 2027 wird Homeoffice ersatzlos gestrichen. Die Zielerreichung ist realistisch nicht mehr erreichbar, die Vorgaben stehen in keinem Verhältnis zur tatsächlichen Marktsituation. Selbst gültige Verträge werden einseitig einfach geändert.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Reines Greenwashing. Homeoffice wird 2027 abgeschafft, Mülltrennung nur auf dem Papier – tatsächlich landet alles in einer Tonne. Photovoltaik gibt es nur am Hauptsitz, alle anderen Standorte werden weder saniert noch ausreichend gereinigt, was zu unnötig hohen Heiz- und Kühlkosten führt. Auch das soziale Engagement beschränkt sich auf eine gut inszenierte Show bei Events.

Kollegenzusammenhalt

Nur innerhalb des eigenen Teams vorhanden. Teamübergreifend herrscht Arbeitsverweigerung und ein Klima von “jeder gegen jeden”.

Umgang mit älteren Kollegen

Werden zunehmend als Belastung betrachtet. Meiner Wahrnehmung nach wird auch bei bestehendem Kündigungsschutz gezielt Druck aufgebaut oder eine Kündigung dennoch versucht.

Vorgesetztenverhalten

Die meisten Führungskräfte denken nur an die eigene Position und geben Vorgaben von "oben" ungefiltert weiter. Es geht im Kern nur noch darum, den massiven, mehrjährigen Stellenabbau selbst zu überstehen. Bezeichnend ist, dass nicht einmal die Personalvertretung dem spürbar entgegenwirkt oder das Thema öffentlich bzw. medial macht - man arrangiert sich lieber, statt für die Belegschaft sichtbar Position zu beziehen.

Arbeitsbedingungen

Klimaanlagen und Heizungen werden nicht instand gehalten, Desksharing wird so weit wie möglich forciert. Oft ist die Einschaltung des Arbeitsinspektorats nötig, da weder Arbeitgeber noch Personalvertretung geltendes Recht konsequent umsetzen. Die Hardware ist veraltet – aktuelles Diensthandy ist beispielsweise ein Samsung A31.

Kommunikation

Unzählige Newsletter und viel Selbstdarstellung, aber kaum sinnvolle Information. Durch die Auslagerung nach Bulgarien und zuletzt Nordmazedonien wird das zusätzlich erschwert, da dort kaum Deutschkenntnisse und nur gebrochenes Englisch vorhanden sind. HR-Anliegen laufen erst nach Bulgarien, wo die österreichische Rechtslage nicht bekannt ist, bevor sie wieder zurück nach Wien wandern.

Gleichberechtigung

Geschlechterbezogen gibt es keine Unterschiede. Hierarchisch sieht das anders aus: Mitarbeitende werden oft nur als Zahl betrachtet, Lieblinge werden bevorzugt, wer nicht mitspielt, wird gemobbt oder gekündigt.

Interessante Aufgaben

Früher war die Arbeit spannend. Mittlerweile wird dasselbe Produkt immer wieder neu verpackt und angeboten – keine Innovation, keine Vision.

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Arbeitgeber-Kommentar

Rebekka

Liebe Kollegin, lieber Kollege,

danke für deine ausführliche Bewertung. Schade, dass du nicht (mehr) gerne bei uns arbeitest und die Entwicklungen bei A1 sowie die Kommunikation dazu so kritisch erlebst.

Wie viele andere international tätige Konzerne folgen wir dem Trend, Tätigkeiten und Kompetenzen im Konzern zu bündeln und nicht mehrfach auszuführen. Es handelt sich nicht um eine „Auslagerung“, da ja die Arbeitsplätze und Funktionen im Konzern bleiben. Gleichzeitig bündeln wir auch in Österreich Tätigkeiten für den Konzern und nehmen laufend Mitarbeiter:innen auf. Wenn es zu Reduktionen kommt, versuchen wir diese stets im Rahmen von Sozialplänen, Pensionierungen, natürlichen Schwankungen – also auf sozial verantwortungsvolle Weise – in allen Abteilungen abzufedern. Das ist nicht neu und wird auch noch andauern, denn wir müssen effizient werden, um wettbewerbsfähiger zu bleiben. Dass die internationale Zusammenarbeit ab und zu noch nicht optimal läuft, nehmen wir gerne intern mit. Denn das Ziel ist definitiv einfacher zu werden statt komplizierter.

Zum Thema Homeoffice möchten wir klarstellen: Mobiles Arbeiten wird nicht abgeschafft. Die bestehende Regelung wird aktuell weiterentwickelt, wobei auch künftig abhängig von der Tätigkeit remote gearbeitet werden kann.

Alles Gute weiterhin und liebe Grüße,
Rebekka

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Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.