Acredia quo vadis?
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Auffällig ist, wie stark der Arbeitgeber offenbar versucht, kritische Rückmeldungen wie diese zu verhindern. Statt auf Kritik einzugehen oder sich für das Feedback zu bedanken, entsteht der Eindruck, dass negative Stimmen möglichst gar nicht erst geäußert werden sollen.
Verbesserungsvorschläge
Im Zuge der strategischen Ausrichtung bis 2030 bestehen bei Mitarbeitenden Fragen hinsichtlich der langfristigen Rolle der österreichischen Standorte. Insbesondere die Verlagerung bestimmter Geschäftstätigkeiten ins Ausland, die Auswirkungen auf ganze Teams bzw. Abteilungen in Österreich haben kann, führt zu Verunsicherung und dem Wunsch nach mehr Transparenz über die künftige Entwicklung.
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsbelastung wird als dauerhaft hoch wahrgenommen. Viele Mitarbeitende arbeiten regelmäßig an ihrer Kapazitätsgrenze, was zu anhaltendem Druck führt. Gleichzeitig sind Überstunden nicht gewünscht, man darf nur Zeitguthaben im Rahmen von Mehrarbeit ansammeln.
Geleistete Mehrarbeit wird auf einem Zeitkonto gutgeschrieben, bei Vollzeitbeschäftigten darf dies aber 20 Stunden nicht überschreiten.
Sind genügend Plusstunden erreicht, können pro Quartal zwei ganze Gleittage verbraucht werden. Besteht noch ein Urlaubsanspruch aus dem Vorjahr, ist zuerst der Urlaub zu konsumieren.
Es dürfen maximal 2 Gleitage hintereinander verbraucht werden, die Kombination mit Urlaub ist möglich. In AUSNAHMEFÄLLEN können auf Wunsch des Dienstnehmers nach vorherirger schriftlicher Genehmigung auch mehr als 20 Stunden als Guthaben in den nächsten Monat übertragen werden.
Diese zwei Gleittage pro Quartal wird von Mitarbeitenden teilweise als unzureichender Ausgleich für die dauerhaft hohe Arbeitsbelastung empfunden.
Kommunikation
Je nachdem, welcher Vorgesetzte zuständig ist, unterscheidet sich die Zusammenarbeit erheblich: Mit manchen ist eine offene und freundliche Kommunikation auf Basis von Hintergrundwissen möglich, und man kann sich aktiv einbringen.
In anderen Fällen erhält man lediglich Anweisungen dazu, was wie zu tun ist, ohne ausreichende Informationen zu den Hintergründen. Die Meinung oder Einschätzung von Mitarbeitern wird dabei nie eingeholt.
Kollegenzusammenhalt
Die Kolleginnen und Kollegen arbeiten hervorragend zusammen und unterstützen sich gegenseitig.
Work-Life-Balance
Die bestehende Gleitzeitregelung mit Arbeitsbeginn zwischen 6:00 und 20:00 Uhr ermöglicht eine hohe zeitliche Flexibilität.
Es muss jedoch in allen Abteilungen Mo-Do zwischen 08:00 und 17:00 und an Freitagen von 08:00 bis 14:00 eine ausreichende Besetzung, sofern betriebsbedingt, gegeben ist (Funktonszeit).
In der Praxis hat sich das so gestaltet, wer nach 09:00 kommt, sollte zumindestens den KollegInnen bescheid sagen.
Vorgesetztenverhalten
Der Vorgesetzte nimmt Anliegen und Rückmeldungen des Teams nur unzureichend auf und unterstützt Mitarbeitende bei der Bewältigung des hohen Arbeitsaufkommens nicht ausreichend.
Gleichzeitig ist die Arbeitsbelastung im Team dauerhaft sehr hoch, sodass viele Mitarbeitende unter erheblichem Druck arbeiten und sich regelmäßig an der Grenze ihrer Kapazitäten befinden.
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben sind abwechslungsreich und inhaltlich interessant. Auch nach langer Betriebszugehörigkeit bieten sie ausreichend Vielfalt und fachliche Herausforderungen, sodass die Tätigkeit weiterhin motivierend und spannend bleibt.
Gleichberechtigung
siehe Umgang mit älteren Kollegen
Umgang mit älteren Kollegen
Im Jahr 2025 wurden auffallend viele weibliche Mitarbeitende im Alter von über 40 Jahren gekündigt. Dies hat bei Teilen der Belegschaft Fragen hinsichtlich der Personalentscheidungen und deren Auswirkungen auf die Alters- und Geschlechterdiversität aufgeworfen.
In einer Abteilung wurde am letzten Arbeitstag einer langjährigen älteren Mitarbeiterin zeitgleich eine neue, deutlich jüngere Mitarbeiterin eingestellt. Dieser Vorgang wurde von Kolleginnen und Kollegen wahrgenommen und hat Fragen hinsichtlich der Personalplanung und des Umgangs mit erfahrenen Mitarbeitenden aufgeworfen.
Arbeitsbedingungen
Die Arbeitsbelastung wird als dauerhaft hoch wahrgenommen. Viele Mitarbeitende arbeiten regelmäßig an ihrer Kapazitätsgrenze, was zu anhaltendem Druck führt.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Das Umwelt- und Sozialbewusstsein des Unternehmens wird nach außen hin stark betont. Im Arbeitsalltag besteht jedoch teilweise der Eindruck, dass die praktische Umsetzung hinter den kommunizierten Zielen und Werten zurückbleibt.
Gehalt/Benefits
Die Vergütung orientiert sich im Wesentlichen am Kollektivvertrag. Individuelle Gehaltserhöhungen fallen in der Regel eher gering aus, wodurch die langfristigen Entwicklungsmöglichkeiten beim Einkommen von Mitarbeitenden teilweise als eingeschränkt wahrgenommen werden.
Benefits
Gleichzeitig bietet das Unternehmen eine Reihe von Benefits, die von den Mitarbeitenden je nach persönlicher Situation und Bedarf genutzt werden können und einen zusätzlichen Mehrwert darstellen.
Image
Außen hui, innen...
Karriere/Weiterbildung
Interne Karriere- und Aufstiegsmöglichkeiten sind nur eingeschränkt vorhanden. Insbesondere Führungspositionen werden häufig nicht ausgeschrieben und auch extern besetzt, was die Entwicklungsperspektiven für bestehende Mitarbeitende reduziert.
