Viel Luft nach oben
Gut am Arbeitgeber finde ich
Die Möglichkeit, sich auch spontan Urlaub nehmen zu können.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Die Führungskräfte umgehen Konflikte und beziehen bei Entscheidungen die Mitarbeiter nicht ein. Kommunikation unvollständig und langsam. Keine Weiterbildungsmöglichkeiten, keine Benefits. Gehalt weit unter dem Durchschnitt! Lob oder Anerkennung fehlt weitgehend.
Verbesserungsvorschläge
Führungskräfte sollen den Anschluss an ihre Mitarbeiter wiederherstellen, welcher in den letzten Jahren immer mehr verloren ging. Aufstiegschancen, Weiterbildungsmöglichkeiten, Benefits, Umwelt- und Nachhaltigkeitsmaßnahmen unbedingt umsetzen! Gehälter anpassen an die restliche Branche.
Arbeitsatmosphäre
Lob oder Anerkennung durch Vorgesetzte habe ich kaum bis gar nicht erlebt. Fairness wurde eher zweitrangig behandelt, was sich auch in kleinen Dingen wie der Ausstattung gezeigt hat. Positiv war immerhin, dass ein Grundvertrauen zwischen der Leitung und den Mitarbeitenden vorhanden war.
Work-Life-Balance
Urlaub konnte in der Regel auch kurzfristig genommen werden, was für eine gewisse Flexibilität sorgte und die Planung im privaten Bereich erleichtert hat. Positiv war zudem, dass auf individuelle Bedürfnisse bei Abwesenheiten oft eingegangen wurde. Weniger nachvollziehbar erschien mir allerdings die Regelung des Gleitzeitmodells, da der Arbeitsbeginn erst ab 7 Uhr erlaubt war und damit die eigentliche Idee von flexibler Arbeitszeit eingeschränkt wurde.
Karriere/Weiterbildung
Möglichkeiten zur beruflichen Weiterentwicklung waren stark eingeschränkt. Konkrete Aufstiegschancen bestanden praktisch nur für Mitarbeitende, die bereits sehr lange im Unternehmen tätig waren. Externe oder interne Weiterbildungsangebote wurden nie angeboten, sodass es schwierig war, neue Fähigkeiten gezielt zu entwickeln oder die eigene Karriere aktiv voranzutreiben. Somit war auch jeder Mitarbeiter gleich viel Wert, was einem oft vermittelt hat, man sei leicht ersetzbar. Insgesamt fehlte eine strukturierte Förderung von Mitarbeitenden, was sowohl Motivation als auch Perspektiven innerhalb des Unternehmens einschränkte.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt lag deutlich unter dem Branchendurchschnitt, was die Attraktivität der Position einschränkte. Zusätzliche Sozialleistungen waren kaum vorhanden; abgesehen von der pünktlichen Gehaltszahlung gab es keine nennenswerten Zusatzangebote wie Boni, betriebliche Altersvorsorge oder Vergünstigungen.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Nachhaltigkeit spielte im Arbeitsalltag nur eine untergeordnete Rolle. Zwar wurden auf dem Firmengelände mehrere Ladesäulen errichtet, diese standen den Mitarbeitenden jedoch nicht zur Verfügung. Auch die Firmenflotte bestand weiterhin ausschließlich aus Verbrennerfahrzeugen, obwohl hier ein Umstieg auf umweltfreundlichere Alternativen möglich gewesen wäre. Zudem fiel eine deutliche Menge an Abfall an, was in einem Laborbetrieb zwar teilweise unvermeidlich ist, aber kaum durch begleitende Maßnahmen kompensiert wurde. Das Firmenareal ist überwiegend grau gestaltet; es wäre denkbar, zusätzliche Bepflanzungen vorzunehmen, um Schatten auf den Parkplätzen zu schaffen und das Gesamtbild grüner zu gestalten. Auch gezielte Schulungen oder Informationsangebote zum Thema Nachhaltigkeit könnten das Umweltbewusstsein der Mitarbeitenden weiter fördern. Positiv hervorzuheben ist die Installation einer Solaranlage im Zuge des Ausbaus, die zumindest einen kleinen Schritt in Richtung mehr Nachhaltigkeit darstellt.
Kollegenzusammenhalt
Im Team herrschte überwiegend ein freundliches und unterstützendes Miteinander. Die meisten Kolleginnen und Kollegen waren jederzeit bereit, Wissen zu teilen oder bei Schwierigkeiten bzw. viel Arbeit zu helfen, was die tägliche Arbeit erleichtert hat. Natürlich gab es auch einzelne Situationen, in denen das Klima durch weniger konstruktive Gespräche oder Gerüchte belastet wurde. Insgesamt überwog jedoch eine Atmosphäre, in der man sich aufeinander verlassen konnte und die Gemeinsamkeit im Vordergrund stand.
Vorgesetztenverhalten
Der Umgang der Führungskräfte mit Konflikten war ausbaufähig – meist wurde versucht, Probleme möglichst lange zu umgehen, anstatt sie offen anzusprechen und zu lösen. Bei wichtigen Entscheidungen wurden Mitarbeitende nur selten mit einbezogen, wodurch das Gefühl entstand, dass Rückmeldungen oder Anregungen kaum berücksichtigt werden. Dies erschwerte in vielen Situationen ein konstruktives Arbeitsumfeld und wirkte sich negativ auf die Motivation und Zufriedenheit aus.
Arbeitsbedingungen
Die technischen Rahmenbedingungen waren durchwachsen. Viele Geräte im Labor entsprachen dem aktuellen Stand, gleichzeitig gab es jedoch einige ältere, die dringend modernisiert oder ersetzt werden müssten. Auch die IT-Ausstattung war nur sehr minimal ausgelegt, was im Arbeitsalltag häufig zu Einschränkungen führte. Der Arbeitsplatzkomfort ließ ebenfalls zu wünschen übrig: Trotz vorhandener Klimaanlage war es im Sommer oftmals deutlich zu warm, gerade für ein Labor problematisch. Hinzu kam ein relativ hoher Lärmpegel, der konzentriertes Arbeiten erschwerte. Die Arbeitsplatzergonomie lässt ebenfalls zu wünschen übrig.
Kommunikation
Oft war die inoffizielle Weitergabe von Informationen schneller als die offizielle Kommunikation durch die Vorgesetzten. Zwar fanden wöchentliche Besprechungen statt, diese waren jedoch meist sehr kurz gehalten und haben nur wenige relevante Informationen enthalten.
Gleichberechtigung
Im Alltag war grundsätzlich eine faire Behandlung zwischen Frauen und Männern zu erkennen, sodass es hier keine Unterschiede gab. Negativ fiel jedoch auf, dass einzelne Mitarbeitende, die einen besonders guten Draht zur Führung hatten, häufiger bevorzugt behandelt wurden. Hinsichtlich beruflicher Entwicklung waren die Möglichkeiten stark begrenzt. Wer nicht schon sehr lange im Unternehmen war, hatte praktisch kaum Chancen, Verantwortung zu übernehmen oder aufzusteigen. Dadurch entstand eher der Eindruck von Stillstand als von wirklicher Chancengleichheit.