Arbeit die Spaß machen würde, wenn man "in Ruhe" arbeiten dürfte....
Gut am Arbeitgeber finde ich
Weiterbildungen, eigenen Arbeitsplatz, (damals noch) gratis Kaffee
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Führungsverhalten, Lästerein, Ungerechtigkeit
Verbesserungsvorschläge
Nicht blind den Führungskräften vertrauen, sein eigenes Unternehmen bzw. die eigenen Führungskräfte richtig kennen lernen und diesen nicht blind vertrauen. Das Problem liegt meist nicht direkt bei den Mitarbeiters sondern daran ,wie diesen Verhalten vorgelebt wird. Einmal als Führungsebene längere Zeit "als Mitarbeiter" arbeiten und schauen, wie die Bedingungen wirklich sind und sich nicht alles "nur erzählen" lassen. Einfach HINSCHAUEN und nicht mehr länger wegschauen. Dann würden sich viele Probleme lösen lassen....
Arbeitsatmosphäre
Das Lästern und vor allem das Verbreiten von Gerüchten/Unwahrheiten steht an der Tagesordnung. Es geht nicht um die Arbeit oder die Leistung des einzelnen Mitarbeiters sondern nur darum, andere schlecht zu machen.
Image
Wird immer schlechter, leider auch zurecht. Ein Mitarbeiter wird in der Firma nicht als wertvolle Ressource sondern als Belast gesehen.
Work-Life-Balance
Hat man Glück und ist einer von einer Hand voll Führungskräften , die aus natürlich nicht kommunizierten Gründen, Homeoffice genehmigt bekommen haben (Spieler: Home Office wird beim Einstellungsgespräch als "nicht existent" beschrieben), dann kann man sich vielleicht die ein oder andere Freiheit herausnehmen.
Karriere/Weiterbildung
Je nachdem in welcher Abteilung man arbeitet, welche Führungskraft man hat und ob man zur Weiterbildung/Weiterentwicklung auch bewusst gefragt wird, sind die Karriere, aber besonders die Weiterbildungsangebote sehr gut und interessant.
Gehalt/Benefits
Gehalt ist gut, das ist aber auch der einzige Grund, warum viele Mitarbeiter so lange bleiben/geblieben sind (ich zähle auch dazu). Weil angeblich kein Geld mehr da wäre, wurde die Weihnachtsfeier (obwohl diese schon angekündigt war und nach dem Kommen gefragt wurde) abgesagt/gestrichen. 1 Monat danach gab es einen Jahresbonus - vielen Dank dafür! - was wirklich toll war, allerdings fragt man sich dann schon, warum im übertragenen Sinne die "Weihnachtsfeier für jeden ausbezahlt" wurde... auch eine interessante Vorgehensweise. Benefits gibt es keine mehr. Essenszuschuss (der sowieso schwer nutzbar war) gestrichen, Obst gestrichen,
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Kann ich nicht beurteilen. Bei verhältnismäßig vielen Poolautos, wobei diese relativ oft aufgrund von Standschäden repariert werden müssen, denke ich aber ist ein solches Bewusst sein nicht vorhanden....
Kollegenzusammenhalt
Ist in machen Abteilungen gut (wenn mag Glück hat), in anderem Abteilungen wird dieser "vorgespielt" und hinter dem Rücken die genau gleich "tolle" Kommunikation wie von den Führungskräften gelebt. Wie soll es auch anders sein, wenn dieses Verhalten bei den Führungskräften nicht nur toleriert sondern teils sogar gelobt wird!
Umgang mit älteren Kollegen
Es wird kein Unterscheid zwischen alt und jung gemacht.
Vorgesetztenverhalten
Abgesehen von der schlechten Kommunikation ist ein selbstständiges Arbeiten nicht möglich, eigene (gute) Ideen werden als die der Führungskräfte verkauf, alles was gut läuft ist natürlich der fleißigen Arbeit der Führungskräfte zu schulden und wenn diese etwas schlecht machen ist es die Schuld des Mitarbeiters. Abgesehen von dem offensichtlichstem Arbeitszeitbetrug den ich je gesehen habe und dem offensichtlichen "Pfuschen" ist eine Vorbildfunktion, die man von einer Führungskraft erwarten würde, nicht vorhanden.
Arbeitsbedingungen
Jeder hat einen eigenen Arbeitsplatz (in der heutigen Zeit nicht mehr selbstverständlich). Viele der Räume sind klimatisiert und es ist ausreichend Platz und Material zum Arbeiten vorhanden. Um "normale" Arbeitsutensilien, um die Arbeit effizienter (oder laut modernen Standards) machen zu können (Handy und Laptop) muss man allerdings betteln. Die Ausrüstung an sich ist modern, wobei Computer definitiv den älteren Semestern zuzuordnen sind.
Kommunikation
Wer offen kommuniziert (die Wahrheit sagt/anspricht) hat es in der Firma schwer. Es heißt, dass von der Führungsebene eine klare und offene Kommunikation gefordert und gefördert wird. Man merkt aber schnell, dass die Führungskräfte lästern, nicht nur über Mitarbeiter sondern auch hinter dem Rücken über sich selbst, Gerüchte schüren und nur auf den eigenen Vorteil aus sind. Wenn es brenzlich wird, werden die Mitarbeiter vorgeschoben und sind das Problem. Entscheidungen werden immer im Geheimen getroffen, eine Entscheidungsfindung null erklärt/kommentiert und generell nicht nachvollziehbar getroffen. Hier geht es auch wieder nur um Befindlichkeiten vor allem der Führungskräfte und nicht darum, logische nachvollziehbare Entscheidungen für das Firmenwohl zu treffen.
Gleichberechtigung
Nicht vorhanden. Hält man seinen Mund und sagt nichts und macht alles, so sinnlos es auch sein möge, genau wie die Führungskraft es sagt, fährt man am besten (ja nicht den eigenen Kopf einschalten). Sagt man die Wahrheit oder steht für Ungerechtigkeit ein, wir man schnell "abmontiert".
Interessante Aufgaben
Das "Schlimmste" (im positiven Sinne) ist, dass die Arbeit an sich und die Aufgaben wirklich spannend, abwechslungsreich und auch im positiven Sinne fordernd sind, aber es leider nicht um die Arbeit geht sondern nur um das Zwischenmenschliche und Befindlichkeiten von manchen. Man kann gar nicht "einfach in Ruhe arbeiten", selbst wenn man möchte.