Anpassung zählt mehr als Meinung – auch der Betriebsratsvorsitzende überzeugt nicht
Gut am Arbeitgeber finde ich
Grundsätzlich handelt es sich um einen normalen Arbeitsplatz mit klaren Strukturen und geregelten Abläufen.
Wer genau das tut, was erwartet wird, sich an bestehende Vorgaben hält und wenig hinterfragt, kann hier gut zurechtkommen. Für Mitarbeitende, die aktiv mitgestalten, kritisch mitdenken oder Veränderungen anstoßen möchten, ist das Umfeld jedoch nur eingeschränkt geeignet.
Verbesserungsvorschläge
Betriebsrat muss fallen - ist in diesem Unternehmen nicht notwendig und bietet keinen Mehrwert. Dann kommt der BR-Vorsitzende endlich wieder mal in die Zeitung - das gefällt ihm ja so sehr!
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre ist unter einigen Kollegen insgesamt sehr in Ordnung, allerdings stark davon abhängig, wie gut man sich an bestehende Erwartungen anpasst. Abweichende Meinungen werden nicht immer als Mehrwert wahrgenommen. Dadurch entsteht der Eindruck, dass Anpassung wichtiger ist als tatsächliche Weiterentwicklung.
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Jedem, dem man erzählt, dass man bei Amazon arbeitet fragt dich sofort, ob du ihm bei der Rücksendung seiner Ware helfen kannst.
Das nervt.
Karriere/Weiterbildung
Wer mit den richtigen Führungskräften gut zusammenarbeitet und genau das tut, was erwartet wird, kann sich weiterentwickeln. Dann sind auch Karriereschritte möglich. Gleichzeitig entsteht der Eindruck, dass berufliches Vorankommen nicht immer von kritischem Mitdenken oder fachlicher Stärke abhängt. Entscheidend wirkt oft eher, wie gut man sich anpasst und intern positioniert.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Es wird viel für green washing unternommen.
Kollegenzusammenhalt
TOP in vielen Abteilungen
Vorgesetztenverhalten
Das Vorgesetztenverhalten ist sehr unterschiedlich und hängt stark davon ab, in welchem Bereich und unter welcher Führungskraft man arbeitet. Teilweise entsteht der Eindruck, dass sich Führungskräfte untereinander gut absichern und bei schwierigen oder negativen Entscheidungen geschlossen auftreten, während die Perspektive der Mitarbeitenden nicht immer ausreichend berücksichtigt wird.
Der Betriebsratsvorsitzende benimmt sich in Meetings menschlich oft daneben und kann nicht büromäßig kommunizieren - das ist sicher der Grund, weshalb in 2 Jahren nur 1 Betriebsvereinbarung zustande kam.
Kommunikation
Die Kommunikation erfolgt häufig top-down und ist nicht immer so transparent, wie es für ein modernes Arbeitsumfeld wünschenswert wäre. Konstruktives Feedback oder kritische Rückfragen scheinen nicht durchgehend willkommen zu sein.
Die Arbeit des Betriebsrates wird nicht als ehrlich oder für Mitarbeiter als unterstützend wahrgenommen. Aus Sicht der Mitarbeiter fehlt es an spürbarem Mehrwert für einen BR, daher ist eine Abwahl geplant. Nur leider ist seit der Information zur Abwahl der BR-Vorsitzende nicht mehr erreichbar.