langsam sinkende Yacht
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre hat sich in den letzten Jahren deutlich verändert. Vor mehreren Jahren war das Miteinander noch sehr angenehm und familiär, mittlerweile wirkt die Stimmung spürbar angespannter. Dies ist vermutlich auch dem starken Unternehmenswachstum geschuldet. Zudem haben die neuen Open-Space-Büros zwar optisch einiges aufgewertet, aus meiner Sicht jedoch zu einer Verschlechterung der Arbeitsatmosphäre und der Konzentrationsmöglichkeiten beigetragen.
Image
Medial sehr gut.
Work-Life-Balance
Homeoffice ist grundsätzlich möglich und auch etabliert. Allerdings fallen seitens des Managements immer wieder kritische oder negative Kommentare zu diesem Thema, was teilweise den Eindruck erweckt, dass die Möglichkeit nicht uneingeschränkt unterstützt wird.
Positiv hervorzuheben sind die flexiblen Arbeitszeiten ohne Kernzeit. Die Einteilung der Arbeitszeit lässt sich in der Regel gut an persönliche Bedürfnisse anpassen, wobei die tatsächliche Flexibilität auch von der jeweiligen Abteilung und Führungskraft abhängig sein kann.
Karriere/Weiterbildung
Weiterbildungen sind möglich und auch erwünscht. Allerdings ergeben sich daraus nur selten konkrete Entwicklungs- oder Karrieremöglichkeiten innerhalb des Unternehmens. Führungs- und Schlüsselpositionen scheinen mitunter eher durch interne Interessen und Netzwerke als durch Leistung und Fachkompetenz besetzt zu werden.
Gehalt/Benefits
Gehalt ist ziemlich gut, jedoch nicht vergleichbar mit den Altverträgen. Kollegen die teilweise nur wenige Stunden die Woche effektiv arbeiten, verdienen teilweise das Doppelte. Gehaltserhöhungen sind nahezu unmöglich.
Kollegenzusammenhalt
War immer sehr gut.
Vorgesetztenverhalten
Führung ist aus meiner Sicht eine der zentralen Herausforderungen des Unternehmens. Mitarbeitende werden bei wichtigen Entscheidungen häufig nicht ausreichend eingebunden, und die Beweggründe hinter Veränderungen werden oft nur unzureichend erklärt. Dadurch entsteht nicht selten das Gefühl, dass Entscheidungen wenig transparent oder teilweise willkürlich getroffen werden.
In einigen Bereichen wird zudem versucht, Meinungen und Entscheidungen konsequent durchzusetzen, anstatt einen offenen Dialog zu fördern. Führung wird häufig mit langer Unternehmenszugehörigkeit oder Seniorität gleichgesetzt. Der Eindruck entsteht, dass Führungspositionen nicht immer nach Kompetenz und Führungsqualitäten, sondern teilweise nach Zugehörigkeit zum Unternehmen vergeben werden. Dies wirkt sich in manchen Abteilungen spürbar auf Motivation, Zusammenarbeit und Unternehmenskultur aus.
Kommunikation
Die interne Kommunikation hat sich in den letzten Jahren leider deutlich verschlechtert. Das Unternehmen befindet sich in einem umfassenden Wandel, was grundsätzlich positiv und notwendig sein kann. Aus meiner Sicht wurde jedoch versäumt, die Mitarbeitenden ausreichend über anstehende Veränderungen zu informieren und aktiv in diese einzubinden.
Generell beschränkt sich die Kommunikation häufig auf operative Arbeitsthemen. Unternehmensweite Entwicklungen, strategische Entscheidungen oder organisatorische Änderungen werden oft nur unzureichend kommuniziert. Informationen werden teilweise in Meetings oder Jour-fixe-Terminen erwähnt, jedoch häufig ohne nachvollziehbare Dokumentation. Wer an einem Termin nicht teilnehmen kann, hat dadurch nur schwer die Möglichkeit, sich nachträglich zu informieren.
Dies betrifft insbesondere auch prozessuale Änderungen und abteilungsübergreifende Themen. Während sich das Unternehmen nach außen als sehr kommunikativ präsentiert, besteht intern aus meiner Sicht deutlicher Verbesserungsbedarf beim Informationsfluss und der Transparenz zwischen den einzelnen Bereichen.
Gleichberechtigung
Mehr Frauen in Führungspositionen wünschenswert.
Interessante Aufgaben
Interessanter Aufgabenbereich mit gesellschaftlicher Relevanz durch die Sicherung der österreichischen Netzinfrastruktur.

