165 Bewertungen von Bewerbern kununu Prüfprozess
kununu Prüfprozess
165 Bewerber haben diesen Arbeitgeber mit durchschnittlich 4,5 Punkten auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet.


kununu Prüfprozess
165 Bewerber haben diesen Arbeitgeber mit durchschnittlich 4,5 Punkten auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet.
Ausführung einer Case Study
Mein Eindruck vom Bewerbungsprozess bei Austrian Airlines war leider durchwegs negativ. Bereits in den ersten Momenten hatte ich das Gefühl, dass es weniger um ein echtes gegenseitiges Kennenlernen als vielmehr um das Abarbeiten eines vorgegebenen Auswahlverfahrens ging. Ein ernsthaftes Interesse daran, die Bewerber:innen als Menschen kennenzulernen und ihr Potenzial zu erkennen, war für mich kaum spürbar.
Besonders enttäuschend war das Feedback nach dem Assessment. Ein Teil der Kritik kam von der HR-Leitung, die weder beim Interview noch bei der Gruppenaufgabe anwesend gewesen war. Dadurch waren manche Rückmeldungen für mich nicht nachvollziehbar. Als ich versucht habe, meine Sichtweise zu erklären und auf Punkte hinzuweisen, die aus meiner Wahrnehmung nicht zutrafen, wurde deutlich, dass die Einschätzung offenbar bereits feststand.
Auch die zeitliche Organisation des gesamten Tages empfand ich als sehr schlecht geplant. Der Ablauf war aufwendig und zeitintensiv, ohne dass für mich ein entsprechender Mehrwert erkennbar war. Im Anschluss konnte ich mich noch mit anderen Bewerber:innen austauschen, die ebenfalls eine Absage erhalten hatten. Dabei wurden ähnliche Erfahrungen geschildert, und teilweise wurde sogar exakt dasselbe Feedback genannt – Rückmeldungen, die auch diese Personen nicht nachvollziehen konnten.
Zusätzlich erfuhr ich vor Ort von einem Flugbegleiter, der neben seiner Vollzeittätigkeit auch als Trainer beim Assessment eingesetzt wurde und erklärte, dies in der Wintersaison zusätzlich machen zu müssen, um auf seine Stunden zu kommen. Das hat bei mir weitere Fragen zur Organisation und zu den Rahmenbedingungen aufgeworfen.
Besonders widersprüchlich fand ich den Anspruch, dass Persönlichkeit, Herzlichkeit und Hospitality zentrale Werte seien. Genau diese Eigenschaften habe ich im Auswahlprozess selbst kaum erlebt. Der Ablauf wirkte auf mich eher inszeniert als von aufrichtigem Interesse an potenziellen neuen Mitarbeiter:innen geprägt.
Auch die Tatsache, dass sich offenbar selbst Personen mit Berufserfahrung als Flugbegleiter:in bei anderen Airlines nicht erfolgreich durchsetzen konnten, hat bei mir Zweifel daran geweckt, wie transparent und nachvollziehbar die Auswahlkriterien tatsächlich angewendet werden. Natürlich kann nicht jede Bewerbung erfolgreich sein. Wenn jedoch selbst gute Vorbereitung und einschlägige Erfahrung keinen erkennbaren Unterschied zu machen scheinen, bleibt bei mir der Eindruck zurück, dass die Entscheidungskriterien für Bewerber:innen kaum greifbar sind.
Dabei sollte man nicht vergessen, dass es sich um eine Teilzeitstelle handelt. Der Aufwand, die Vorbereitung und die zeitliche Belastung dieses mehrstufigen Auswahlverfahrens standen für mich in keinem angemessenen Verhältnis zu dem, was geboten wurde.
Mein Fazit: Ein sehr enttäuschender Bewerbungsprozess, den ich aufgrund meiner persönlichen Erfahrung nicht weiterempfehlen kann. Ich hatte nicht das Gefühl, dass ein offener Austausch oder eine faire, nachvollziehbare Einschätzung im Vordergrund standen. Stattdessen blieb der Eindruck eines starren Verfahrens, bei dem man es den Verantwortlichen kaum recht machen konnte. Selbst nach intensiver Vorbereitung hatte ich nicht das Gefühl, dass diese wirklich eine Rolle spielte. Von einem Unternehmen, das Herzlichkeit, Persönlichkeit und Serviceorientierung betont, hätte ich mir im Umgang mit potenziellen Mitarbeiter:innen deutlich mehr davon erwartet. Selbst jemand der zum dritten Mal bei dem Bewerbungsprozess da war, wurde nicht genommen! Es gab weder ein persönliches vorstellen noch ein psychologischen Test. Es gab drei Phasen die meiner Meinung absolut nichts mit einem Bewerbungsverfahren zu tun hatten. Sehr komisch das Ganze…
The HR team has been very helpful and supportive throughout the onboarding process. As a suggestion, continuing to provide clear and regular updates, especially for international employees, would make the onboarding experience even smoother.
Dem Kommentar aus dem Juli 2026, insbesondere zur dort erwähnten „Checkliste“, kann ich mich mittlerweile nahtlos anschließen. Nachdem ich den Prozess inzwischen selbst erleben durfte, kann ich auch viele weitere Punkte aus eigener Erfahrung nachvollziehen.
Bemerkenswert ist jedenfalls die Onlinepräsenz des Unternehmens auf Kununu. Kritik wird hier offenbar sehr aufmerksam verfolgt und meist auch rasch beantwortet. Für entsprechende Formulierungen scheint es einen gut funktionierenden Prozess zu geben: Feedback werde selbstverständlich ernst genommen, die geschilderte Erfahrung entspreche keinesfalls dem Selbstverständnis des Unternehmens und man wolle die Angelegenheit intern prüfen.
Damit wäre zumindest die Kommunikation auf Kununu gesichert.
Nur sollte man Sichtbarkeit nicht mit Wirksamkeit verwechseln. Permanente Präsenz auf einer Bewertungsplattform ersetzt keine verbindliche Kommunikation mit Bewerberinnen und Bewerbern und macht aus einem mangelhaften Prozess keinen funktionierenden. Wenn sich ähnliche Erfahrungen wiederholen, wirkt die schnelle Antwort unter der Bewertung irgendwann weniger wie Feedbackkultur und mehr wie professionelles Reputationsmanagement.
Aber ich lasse mich gerne überraschen. Vielleicht folgt auch diesmal eine kommunikative Meisterleistung der HR – inklusive der Versicherung, dass man mein Feedback selbstverständlich sehr ernst nimmt.
Ich wurde sagen sie sollten den TV Wechseln und die Lohn erhöhen statt die Boni die sie anbieten da das Lohn in Gegenteil zu andere Firmen niedrig ist sonst super
Bereits nach den ersten 20 Sekunden war klar, dass dieses Bewerbungsgespräch kein Gespräch werden würde. Dieser Eindruck bestätigte sich bis zum Ende.
Statt eines Dialogs auf Augenhöhe wurde ein starrer Katalog an HR-Standardfragen abgearbeitet. Die Antworten schienen dabei kaum von Interesse zu sein, denn jeder Versuch, einen fachlichen Austausch oder ein echtes Gespräch entstehen zu lassen, wurde konsequent ignoriert. Unabhängig vom Gesagten folgte zuverlässig die nächste Standardfrage.
Die wenigen Informationen über das Unternehmen hatten zudem keinen erkennbaren Mehrwert. Alles Wesentliche hätte sich in wenigen Minuten auf der Unternehmenswebsite oder bei Wikipedia nachlesen lassen. Dafür benötigt man kein Bewerbungsgespräch.
Besonders irritierend war die Gesprächsführung. Es entstand weder eine Gesprächskultur noch das Gefühl, dass hier tatsächlich zwei Seiten prüfen möchten, ob sie zueinander passen. Stattdessen wirkte der Termin wie die routinierte Exekution eines HR-Leitfadens – effizient im Abarbeiten von Fragen, aber bemerkenswert arm an echtem Interesse und Erkenntnisgewinn.
Ein Bewerbungsgespräch sollte ein gegenseitiges Kennenlernen sein. Hier hatte ich vielmehr den Eindruck, einer standardisierten Befragung beizuwohnen, bei der der Gesprächsverlauf bereits feststand, bevor das erste Wort gewechselt wurde. Wer Wert auf einen authentischen Austausch legt, wird hier vermutlich genauso überrascht sein wie ich – allerdings nicht im positiven Sinne.
Garnichts
Bundesfachschule für Flugtechnik
Keine Vorschläge
Vielleicht schon vor dem Auswahltag informieren, dass ein fester Jobstart noch nicht feststeht.
So verdient kununu Geld.