Den Umständen entsprechend - mit viel Potential nach oben …
Gut am Arbeitgeber finde ich
Internationales Unternehmen
Viele Möglichkeiten etwas zu verbessern
Tolles Büro
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Kosteneinsparungen auf Kosten von Mitarbeitenden und Arbeitsplätzen.
IT-Infrastruktur und Applikationen
Verbesserungsvorschläge
Gerechtere Verteilung der Arbeitslast
Mutiger in Mitarbeiterinnen/Mitarbeiter investieren (lohnt sich zwar nicht kurzfristig, aber mittel- und langfristig definitiv)
Leistungsbezogene Gehaltselemente attraktiver gestalten
Abgestimmteres Agieren und im Auge behalten, was die Organisation sinnvoll tragen kann, um Vorhaben zeitgerecht oder überhaupt fertig zu bekommen.
Ernsthafte und auch mutige Investments in IT, Automatisierung und Digitalisierung
Arbeitsatmosphäre
Es ist ziemlich stressig.
Aber im Großen und Ganzen in Ordnung. Einige sind halt aufgrund der beiden intensiven Integrationen (AT + CH) und den damit verbundenen Hypercare-Phasen sichtlich ausgelaugt und ziemlich gereizt. Es versuchen sich aber alle so gut wie möglich positiv zu zeigen.
Image
Ist zur Zeit ein wenig angekratzt. Aber man kann in einem internationalen Umfeld mit vielen Herausforderungen agieren. Und wenn man Aktiv dabei sein will, gibt es auch Chancen.
Work-Life-Balance
Das ist ein massiver Schwachpunkt - nicht weil es sie nicht gäbe, sondern weil sie einfach sehr unfair verteilt ist. Es gibt Kolleginnen/Kollegen die irgendwie fast alles auf ihren Schultern tragen müssen - selbst wenn es gar nicht den eigenen Bereich betrifft, während viele andere pünktlichst den Stift fallen lassen und trotz Rückständen Dienst nach Vorschrift machen. Erstere sind massiv in der Unterzahl und damit immer am Limit und laufend mit vollen Terminkalendern.
Karriere/Weiterbildung
Die Besetzung von Führungspositionen wird zum Teil intern und zum anderen Teil extern gemacht. Was aber eine gute Mischung darstellt. Die Weiterbildung ist halt vom (begrenzten) Budget abhängig.
Gehalt/Benefits
Wow - was soll ich sagen. Ist gelinde gesagt das absolut notwendige Minimum und massiv budgetgetrieben. Man muss die Herausforderung, in einem solchen Unternehmen zu arbeiten, einfach lieben. Man kann da - ob der herausfordernden Situation - sehr viel lernen und für sich mitnehmen, aber definitiv nicht gut verdienen - leider auch in den leistungsbezogenen Anteilen.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Die Dienstwagenflotte ist rein elektrisch - check, aber eine Mülltrennung existiert leider nicht, da am Abend alles im gleichen großen Müllsack entsorgt wird.
Kollegenzusammenhalt
Ist ganz gut - wobei die Abteilungs-Silos noch zu vorherrschend sind. Sind es innerhalb von Teams/Abteilungen 5 Sterne - so ist es abteilungsübergreifend nur 1 Stern. Macht in Summe 3.
Umgang mit älteren Kollegen
Soweit ich Einblick habe, ist das ok. Auffallend ist nur, dass es äußerst wenig erfahrene/ältere Neueinsteiger gibt. Liegt wohl an den Kosten, denn Ruhe, Seniorität und Erfahrung würden im Moment massiv helfen und das Investment Wert sein.
Vorgesetztenverhalten
Das ist ok - ich denke, die massive Fluktuation macht aus der Not eine Tugend. Aber die Möglichkeiten sind limitiert. Es muss an allen Enden gespart werden - das betrifft halt auch Gehälter, Bonis oder Weiterbildungen. Hier können die Vorgesetzten wenig dafür.
Arbeitsbedingungen
Das Büro ist supertoll und verdient sich glatte 5 Sterne. Die IT-Infrastruktur und Applikationen sind eine echte Katastrophe. Da ist es ein paar engagierten Teams zu verdanken, dass man damit nicht total untergeht. Trotzdem ist das mMn nicht länger tragbar und definitiv nicht skalierbar. Dazu kommt, dass hier vor Ort oft keine Eingriffsmöglichkeiten gegeben sind und man als Bitt-Steller an zentrale Teams agiert, die selbst maßlos überfordert und filetiert zu sein scheinen. Der Automatisierungsgrad und die Digitalisierung (Prozesse, Kundenerlebnis) bekommen da 0 Punkte. Macht gesamt leider nur 2 Sterne.
Kommunikation
Das ist ein massiver Schwachpunkt. Man wird mit der Hälfte der notwendigen Informationen ins Abenteuer geschickt, steht dann am Weg mehrmals an und erfahrt dann, dass (speziell) das (Top-)Management die notwendigen Infos - trotz vieler Möglichkeiten der Weitergabe - einfach nicht weitergegeben hat. Die high-level Townhalls helfen da nicht, es geht um die Kommunikation, wenn’s ums Eingemachte geht.
Gleichberechtigung
Da habe ich zu wenig Einblick, da ich die Gehaltsniveaus nicht kenne. Nach außen hin scheint es zu passen. Daher neutral.
Interessante Aufgaben
Es gibt einfach zu viel zu tun - was aber einen schier unendlichen Fundus an interessanten Aufgaben bietet. Das Problem dabei ist nur, dass zu viel ad-hoc passiert und dann vieles gleichzeitig und unabgestimmt gestartet wird. Das macht die Organisation langsam, man hat unendlich lange Projekt- und Initiativen-Listen, die von immer wieder verschobenen Deadlines geprägt sind. Es sind auch immer die gleichen Personen, die in diesen Projekten/Initiativen arbeiten sollen/müssen (siehe dazu Work-Life-Balance).

