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BAWAG 
Group
Bewertung

Mehrfachbewertung

Bawag gut für die Aktionäre

3,1
Nicht empfohlen
Mehrfachbewertung
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung im Bereich Administration / Verwaltung bei BAWAG Group AG in Wien gearbeitet und diesen Arbeitgeber mehrfach bewertet. (Mitarbeiter:innen dürfen ihren Arbeitgeber einmal im Jahr bewerten.)

Gut am Arbeitgeber finde ich

Gehalt kommt pünktlich.

Verbesserungsvorschläge

* Behandelt die Mitarbeiter wieder menschlich und nicht nur als Ressourcen oder Kennzahlen.
* Zahlt wieder für die Kantine
* Installiert kostenlose Kaffeemaschinen auf den Stockwerken, damit nicht für jeden Kaffee unnötig Zeit verloren geht.
* Schafft mehr Platz und eine angenehmere Arbeitsumgebung im ICON – die aktuelle Situation wirkt rein funktional und wenig mitarbeiterfreundlich.
* Fördert wieder mehr persönliche Begegnungen und Austauschmöglichkeiten im Arbeitsalltag.
* Kommuniziert ehrlicher, transparenter und nachvollziehbarer, insbesondere bei Entscheidungen, die die Mitarbeiter direkt betreffen.
* Nehmt Feedback und Kritik der Belegschaft ernst, anstatt Themen auszusitzen oder schönzureden.
* Stärkt die Rolle des Betriebsrats als tatsächliche Vertretung der Mitarbeiterinteressen.
* Reduziert den permanenten Spar- und Effizienzdruck und schafft wieder ein Arbeitsumfeld, das Motivation statt Frustration erzeugt.
* Investiert stärker in Unternehmenskultur und Mitarbeiterbindung statt ausschließlich in Effizienzkennzahlen.

Arbeitsatmosphäre

Der Spar- und Effizienzdruck ist ungebrochen. Man wird förmlich dazu gedrängt, Urlaub einzumelden, obwohl dies klar gegen österreichisches Recht verstößt. Der Betriebsrat wirkt bei solchen Themen weitgehend mundtot gemacht und stimmt dem teilweise sogar noch zu – mit dem Argument, Erholung sei wichtig. Dank des neuen HR Chef weht ein noch kälterer Wind..

Kommunikation

Es gibt zwar ein Intranet, aber durch die räumliche Distanz zum Management (USA, UK) und zum Vorstand finden maximal drei- bis viermal im Jahr Video-Teams-Meetings statt. After-Work-Events wurden eingestellt, obwohl diese ein wichtiger Faktor für den persönlichen Austausch waren. Der einzige „Summer Bash“ eignet sich aufgrund seiner Größe dafür kaum wirklich.

Kollegenzusammenhalt

Gut - das funktioniert auch.

Work-Life-Balance

Die Arbeit wird mehr - Überstunden sind böse, Urlaub soll genommen werden - Arbeit pünktlich erledigt werden. Suche den Fehler

Vorgesetztenverhalten

Direkte Vorgesetzte sind ok. Weiter drüber herrscht der Kostendruck…

Interessante Aufgaben

Durchaus - aber auch hier wird alles dem Spardruck untergeordnet.

Gleichberechtigung

Man müsste eine Frau im Unternehmen sein - die werden mit Initiativen geradezu gepudert.

Umgang mit älteren Kollegen

Ok

Arbeitsbedingungen

Der Icon ist ein funktioniertes Office - wohlfühlen schaut anders aus. Keine Kantine kein Kaffee… ausgenommen beim Vorstand.

Gehalt/Sozialleistungen

es wurde dafür vieles getan um die Betriebsvereinbarungen aufzulösen - danke auch an den Betriebsrat dies ohne Not getan zu haben.

Image

Für die Aktionäre super.

Karriere/Weiterbildung

Welche? nicht vorhanden. es gibt ja nicht mal Schulungsräume


Umwelt-/Sozialbewusstsein

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Arbeitgeber-Kommentar

Michaela	Schmitzberger
Michaela Schmitzberger

Liebe Kollegin, lieber Kollege,
vielen herzlichen Dank, dass du dir so viel Zeit genommen hast, deine Erfahrungen so ausführlich und konkret zu schildern.

Gerade weil du viele Punkte sehr detailliert ansprichst – von Arbeitsumfeld und Ausstattung über Kommunikation bis hin zu Kultur und Führung – ist dein Feedback für uns besonders wertvoll. Auch wenn deine Bewertung insgesamt kritisch ausfällt und du uns nicht weiterempfiehlst, schätzen wir diese Offenheit sehr.

Du beschreibst sehr klar das Gefühl, „nur als Kennzahl“ wahrgenommen zu werden und dass der Spar- und Effizienzdruck für dich spürbar den Arbeitsalltag dominiert. Wir nehmen das ernst, denn ein Unternehmen kann langfristig nur erfolgreich sein, wenn Menschen nicht nur „funktionieren“, sondern sich respektiert, gehört und fair behandelt fühlen.
Dass du hier einen deutlichen Abstand zwischen Anspruch und Realität erlebst, ist ein wichtiges Signal – und keines, das wir wegwischen oder schönreden wollen.

Danke auch dafür, dass du nicht nur Kritik, sondern konkrete Verbesserungsvorschläge formuliert hast. Themen wie Kantine, kostenlose Kaffeeoptionen, mehr Platz und eine angenehmere Arbeitsumgebung sowie mehr Möglichkeiten für persönliche Begegnungen sind sehr greifbare Punkte, die direkt den Alltag beeinflussen.
Gerade in einem Setting, das du als „rein funktional“ erlebst, können solche Rahmenbedingungen einen spürbaren Unterschied machen – nicht als Luxus, sondern als Teil eines mitarbeiterfreundlichen Arbeitsumfelds.

Ein weiterer Schwerpunkt deiner Rückmeldung ist die Kommunikation: Du beschreibst sie als zu selten, zu weit weg vom Alltag und wenig nachvollziehbar – auch wegen räumlicher Distanz zum Management. Gleichzeitig sprichst du an, dass Formate für Austausch (z. B. After-Work-Events) weggefallen sind und große Veranstaltungen den persönlichen Kontakt kaum ersetzen. Das ist ein wichtiger Punkt: Kommunikation ist nicht nur Intranet und ein paar Townhalls pro Jahr – es braucht Dialog, Austauschmöglichkeiten und die Chance, Fragen zu stellen und Antworten zu bekommen, gerade bei Entscheidungen, die Mitarbeitende direkt betreffen.

Besonders deutlich wird dein Frust beim Thema Work-Life-Balance: „Arbeit wird mehr“, Überstunden sind unerwünscht, Urlaub soll genommen werden – und gleichzeitig soll alles pünktlich erledigt werden. Dieses Spannungsfeld kennen viele Organisationen, aber das macht es nicht weniger relevant. Wenn Erwartungen und Ressourcen nicht zusammenpassen,
entsteht Druck – und Druck führt häufig zu Frustration statt Motivation.

Auch dein Hinweis auf Urlaubsplanung ist ein sensibles Thema: Uns ist wichtig, dass Urlaubs- und Arbeitszeitregelungen im Rahmen der geltenden gesetzlichen Vorgaben und fairen Praxis gelebt werden. Umso mehr möchten wir verstehen, wie du das konkret erlebt hast.

Zu den Führungsstrukturen sagst du: direkte Führungskräfte „ok“, darüber spürst du vor allem Kostendruck und einen „kälteren Wind“. Auch das nehmen wir ernst. Führung soll Orientierung geben, Wertschätzung zeigen, Verantwortung übernehmen und Entscheidungen
nachvollziehbar machen – gerade in herausfordernden Phasen. Wenn das als distanziert, rein zahlengetrieben oder wenig menschlich erlebt wird, ist das ein klarer Hinweis darauf, dass wir hinschauen müssen, wie Führung im Alltag ankommt.

Positiv erwähnst du den Kollegenzusammenhalt – danke, dass du auch das hervorhebst. Ein starkes Teamgefühl ist oft das, was Menschen durch schwierige Rahmenbedingungen trägt. Gleichzeitig sollte es nicht „trotzdem“ funktionieren müssen, sondern durch eine Unternehmenskultur unterstützt werden, die Zusammenarbeit, Austausch und gegenseitige Unterstützung aktiv ermöglicht.

Auch deine Anmerkungen zu Gleichberechtigung, Weiterbildung/Karriere und Sozialleistungen zeigen, dass du hier deutlich Verbesserungspotenzial siehst. Gerade bei solchen Themen ist uns wichtig, nicht nur Initiativen „auf dem Papier“ zu haben, sondern dass Maßnahmen im Alltag als fair, sinnvoll und glaubwürdig wahrgenommen werden und dass Entwicklungsmöglichkeiten tatsächlich zugänglich sind.

Wir können und wollen hier öffentlich nicht in jedes Detail einsteigen, aber wir möchten ausdrücklich vermeiden, dass deine Rückmeldung in der „Schublade Kununu“ verschwindet. Wenn du bereit bist, deine Eindrücke noch etwas konkreter (z. B. in Bezug auf Bereich/Umfeld, ohne dass du dich outen musst) mit uns zu teilen, hilft uns das, die richtigen Stellen im Unternehmen einzubinden und Themen gezielt anzusprechen.

Bitte wende dich direkt an uns unter recruiting@bawaggroup.com, damit wir dein Feedback – wenn du möchtest auch vertraulich – besser einordnen und konkreter darauf eingehen können.

Alles Liebe
Dein BAWAG Group HR-Team

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