Chronisch unterbesetzt. Belastete Mitarbeiter, ein Teufelskreis.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Flache Hierachie, jeder ist per du. Die monatlichen Jour-Fixes brachten die verschiedenen Abteilungen zusammen. Sommer und Winterfeste machten Spaß.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Der starke Personalwechsel (mehr gehen, als kommen) belastet die Mitarbeiter und wirft ein schlechtes Bild auf das Unternehmen. Das Unternehmen eröffnet stetig neue Standorte, sogar schon in Deutschland, währenddessen stehen vorhandene Standorte leer. Auch die Qualität der Arbeit leidet darunter, wird aber nur begrenzt als ein Firmenproblem gesehen.
Verbesserungsvorschläge
Personal aufstocken bzw Warten bis ausreichend Personen ausgebildetet worden sind, um die psychische und physische Belastung im Unternehmen dauerhauft zu entspannen. Burnouts und deren Vorzeichen nicht als "Privatssache" abtun. Nach Jahren beobachtet man das das Personal stetig wechselt, was ein Anzeichen ist, dass sich im Unternehmen etwas ändern sollte, wenn es langfristige Stabilität erhalten will.
Arbeitsatmosphäre
Chronisch unterbesetzt, anstatt abzuwarten, bis man neues ausgebildetetes Personal hat (welches auch bleibt), werden neue Filialen eröffnet und Aufgaben weiter ausgebaut. Die Belastung ist dauerhaft spürbar, leider auch manchmal bei Kunden. (Es liegt nicht an den Fähigkeiten der Mitarbeiter!)
Image
Es ist durchwegs eine Hass-Liebe. Jeder Mitarbeiter arbeitet gerne bei Benu, zeitgleich saugt die Firma deren Positivität, Energie und Qualitäten aus. Die Hoffnung ist groß, sie stirbt nie komplett aus, bis man eines Tages merkt, viele Worte, wenig Taten.
Work-Life-Balance
Immer wieder Burnouts bei Kolleg*Innen, oder Vorzeichen zu erkennen. Durch die Unterbesetzung und Ausfälle muss man flexibel bleiben für den Beruf. (Was Standort oder Bereitschaft betrifft) Durch die Unterbesetzung geht man ungern in den Krankenstand. Halbkranke Mitarbeiter sah man immer wieder im Büro.
Karriere/Weiterbildung
Karriere? Nein, kaum. Weiterbildung: möglichst intern, begrenzter Spielraum. Wenn man fleißig ist bekommt man immer wieder neue Aufgaben dazu, ohne mehr dafür zu bekommen.
Gehalt/Benefits
Es gibt mittlerweile ein fixes Gehaltssystem, ist nicht weiter verhandelbar. Zum Teil gibt es für gute Umsätze/Ziele Prämien. Diese sind aber vorab schon vorgegeben (und Team-Abhängig, jede Abteilungen hat eigene Regelungen) und in guten Monaten bekommt man etwas davon, wenn die Berechnungen passen. Benefits: Merkurversicherungen zum Sonderpreis. OpenUp als Psychosoziale Unterstützung.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Kooperationen mit guten/fairen Unternehmen sind der Firma wichtig, aber sonst fällt mir nichts ein.
Kollegenzusammenhalt
Die Mitarbeiter halten in den Teams zusammen (teils auch außerhalb), man bemüht sich um Positivität und Zusammenhalt.
Umgang mit älteren Kollegen
Er ist gut, aber langfristig halten es überwiegend eher nur junge Leute in diesem Unternehmen aus. Benu hatte nicht viele älterte Kolleg*Innen bisher, die meisten, sind nach wenigen Monaten gegangen. (Aus verschiedensten Gründen.)
Vorgesetztenverhalten
Freundlich, flache Hierarchie, das Unternehmen gibt einem das Gefühl, dass man Teil des Ganzen ist. Leider wird es zwischendurch aufgrund vom falschen Fokus leider nicht immer so umgesetzt. (Umsatz und Semi-Strukturen, auf Kosten von Mitarbeitern. Wenn man dem nicht gewachsen ist, geht man oder wird gegangen, manche wanderten ins Burnout)
Arbeitsbedingungen
Manche Filialen sind im Winter recht kalt. Filialen sind fast dauerhaft nur einzelnd besetzt, wenn überhaupt, was Stress bei Krankheit/Urlaub auslöst. Kundenbetreuer sind selten lange im Krankenstand. In der Logistik spürt man auch stetig, wenn jemand ausfällt. Es ist immer ein Personalminimum.
Kommunikation
Überstunden waren nie ersichtlich, da diese sich im System mit den Bereitschaftsstunden mischten und auf Anfrage bekam man nur die Antwort "ist in Arbeit".
Sonst gibt es ein monatliches Jour-Fix für die gesamte Firma und (mehrere) kleinere Meetings/Calls unter der Woche in den Teams.
Gleichberechtigung
Im Großen und Ganzen wird jeder gleich behandelt. Eine flache Hierachie prägt das Unternehmen. Wie es natürlich dennoch überall ist, gibt es manchmal das Gefühl, das manche Leute bevorzugt werden.
Interessante Aufgaben
Dadurch, dass das Unternehmen weiter wachsen will, gibt es immer mehr Aufgaben zu bewältigen. Man tastet sich in allen möglichen Gebieten, die annähernd mit der Bestattungsbranche zu tun haben, stetig weiter vor. (Bietet z.B. Thanatopraxie an, oder organisiert die Körperspendenabholungen der MedUni Wien)