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BIG 
Bundesimmobiliengesellschaft 
m.b.H.
Bewertung

Gute Zusammenarbeit auf Mitarbeiterebene – Defizite in der Führungskompetenz

3,9
Empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat bis 2025 bei BIG Bundesimmobiliengesellschaft m.b.H. in Wien gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Das gute Arbeitsklima sowie die zahlreichen Firmenevents wie Sommerfeste und Skitage, aber auch kleinere interne Veranstaltungen wie „Dialog Analog/Digital“, die von der USK ins Leben gerufen wurden, sind nicht nur informativ, sondern bieten auch hervorragende Möglichkeiten zum Vernetzen. Das ist wirklich wertzuschätzen. Zudem fühlt man sich nicht einfach nur als Zahl in den Augen der Geschäftsführung, was definitiv zu dem positiven Arbeitsklima beiträgt.

Verbesserungsvorschläge

Regelmäßige Schulungen, auch für Führungskräfte, wären sinnvoll. Zudem könnten von der Personalabteilung Gespräche mit Teams oder Abteilungen geführt werden, wenn dort eine hohe Unzufriedenheit, vermehrte Beschwerden oder großer Unmut festgestellt werden.

Arbeitsatmosphäre

Das kollegiale Miteinander innerhalb der eigenen Abteilung sowie abteilungsübergreifend war überwiegend sehr angenehm. Die Zusammenarbeit gestaltete sich größtenteils konstruktiv und respektvoll. Einzelne Ausnahmen im Verhalten einzelner Kolleg*innen traten zwar auf, blieben jedoch die Ausnahme und beeinträchtigten das Gesamtbild kaum.

Die Kommunikation mit den Führungskräften hingegen war häufig wenig zielführend. Rückmeldungen auf sachlich vorgebrachte Anliegen oder Probleme blieben oftmals aus oder verliefen im Sande. Wiederkehrende Themen wurden zwar zur Kenntnis genommen, führten jedoch selten zu konkreten Maßnahmen. Häufig hatte man den Eindruck, lediglich vertröstet zu werden, ohne dass tatsächliche Veränderungen angestoßen wurden.

Work-Life-Balance

Insgesamt ist die Work-Life-Balance sehr gut. Besonders positiv hervorzuheben sind die Gleitzeitregelung und die Mindestarbeitszeit von drei Stunden pro Tag, die viel Flexibilität ermöglichen. Auch die Möglichkeit, im Home Office zu arbeiten, ist gerade für Mitarbeitende mit längeren Anfahrtswegen eine große Erleichterung. Allerdings könnten die Home-Office-Regelungen noch etwas flexibler gestaltet werden, um besser auf individuelle Bedürfnisse einzugehen.

Gehalt/Benefits

Gehaltsverhandlungen waren kaum zielführend. Wenn man nicht vertröstet wurde, erfolgte eine Gehaltserhöhung in der Regel nur zum Jahreswechsel – inklusive der allgemeinen Anpassung. Auch wenn zusätzliche Aufgaben übernommen wurden und man bereits deutlich über 100 % Leistung erbrachte, führte dies nicht automatisch zu einer zusätzlichen Gehaltserhöhung.

Positiv hervorzuheben ist jedoch, dass das Gehalt stets pünktlich am letzten Werktag des Monats ausgezahlt wurde.

Kollegenzusammenhalt

Der kollegiale Zusammenhalt war in jeder Hinsicht sehr gut – sowohl innerhalb der eigenen Abteilung als auch im abteilungsübergreifenden Austausch. Man hat sich gegenseitig unterstützt, offen miteinander gesprochen und ist respektvoll miteinander umgegangen.

Besonders förderlich wirkten sich die regelmäßig stattfindenden Firmenevents aus, wie etwa After-Work-Veranstaltungen, das Sommerfest oder gemeinsame Skitage in Filzmoos. Diese Aktivitäten stärkten nicht nur das Gemeinschaftsgefühl, sondern boten auch die Möglichkeit, Kolleg*innen aus anderen Bundesländern und abseits des Arbeitsalltags besser kennenzulernen.

Vorgesetztenverhalten

Im Bereich des Vorgesetztenverhaltens besteht auf jeden Fall noch Verbesserungspotenzial. In persönlichen Gesprächen wurde zwar zugesichert, verschiedene Probleme zu prüfen und Maßnahmen zu ergreifen, allerdings blieben konkrete Veränderungen häufig aus, selbst nach mehrfacher Ansprache. Nur in wenigen Fällen führte erst deutlicher Nachdruck dazu, dass Anliegen tatsächlich ernst genommen und bearbeitet wurden.

Auch bei Nachfragen zu Gehaltserhöhungen wurde häufig vertröstet – mit dem Hinweis, man stehe bereits auf einer Liste und könne zum Jahreswechsel mit einer Anpassung rechnen. Diese wurde jedoch nicht zusätzlich zur allgemeinen jährlichen Erhöhung gewährt, sondern war bereits darin enthalten.

Es wird kaum proaktiv auf die Bedürfnisse der Mitarbeitenden eingegangen. Das ist bedauerlich, da die Abteilung über deutlich mehr Potenzial verfügen würde, wenn die Führungsebene die Anliegen der Mitarbeitenden genauso ernst nehmen würde wie ihre eigenen.

Kommunikation

Regelmäßige Meetings fanden statt, wobei der inhaltliche Mehrwert nicht in allen Fällen gegeben war. Die Struktur und Zielsetzung einzelner Besprechungen wirkten mitunter unausgereift oder wenig zielführend. Besonders nach dem Wechsel in der Geschäftsführung wurden vermehrt größere Meetings einberufen, in denen relevante Informationen weitergegeben wurden – was grundsätzlich positiv zu bewerten ist.

Allerdings sollte die Meetingkultur insgesamt überdacht und verbessert werden. Insbesondere die Auswahl der Teilnehmenden bedarf größerer Sorgfalt: Es kam wiederholt vor, dass Personen anwesend waren, die inhaltlich nicht involviert waren, während direkt betroffene Mitarbeitende nicht eingeladen wurden. Dies führte nicht nur zu Irritationen, sondern auch zu Ineffizienz in der internen Kommunikation. Eine klarere Agenda, eine gezieltere Auswahl der Teilnehmenden sowie eine stärkere Fokussierung auf relevante Inhalte könnten die Effektivität der Besprechungen deutlich erhöhen.

Gleichberechtigung

Manchmal hatte ich den Eindruck, dass die direkten Führungskräfte innerlich noch mit dem Thema kämpfen, Frauen und Männer vollständig gleich zu behandeln. Grundsätzlich empfinde ich den Umgang jedoch als recht fair und gleichberechtigt. Ob dies auch für die Bezahlung gilt, kann ich allerdings nicht beurteilen.

Interessante Aufgaben

Die Arbeitsaufteilung war leider häufig ungerecht. Einige Mitarbeitende waren deutlich überlastet, während andere kaum Aufgaben zu bewältigen hatten. Wenn Kolleginnen das Unternehmen verlassen haben, war meistens klar, wer die zusätzlichen Aufgaben übernehmen würde – meist waren es immer dieselben Personen, da sich sonst niemand darum kümmerte. Anstatt die Arbeit besser zu verteilen oder weniger ausgelastete Kolleginnen mit entsprechendem Fachwissen durch Schulungen zu qualifizieren, wurde oft lediglich betont, dass man das Problem kenne, aber nichts dagegen tun könne, da dies in der Verantwortung der Abteilungsleitung liege und keine Ressourcen für zusätzliche Mitarbeitende zur Verfügung stünden.


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Karriere/Weiterbildung

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Umgang mit älteren Kollegen

Arbeitsbedingungen

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Arbeitgeber-Kommentar

Eva Fuchs, HR Generalistin
Eva FuchsHR Generalistin

Liebe ehemalige Kollegin, lieber ehemaliger Kollege,
herzlichen Dank für deine sehr ausführliche Bewertung. Wir wissen es sehr zu schätzen, dass du dir die Zeit genommen hast, deine Erfahrungen mit so viel Detail zu teilen – das ist für uns besonders wertvoll.

Es freut uns, dass du das kollegiale Miteinander, die vielen internen Veranstaltungen sowie das positive Arbeitsklima so stark hervorhebst. Auch dein Lob für die Initiativen rund um das Thema Vernetzung und die Work-Life-Balance ist für uns ein schönes Feedback und bestärkt uns, diesen Weg weiterzugehen.

Deine Rückmeldungen zu Führung und interner Aufgabenverteilung nehmen wir sehr ernst. Wir verfolgen den Anspruch, unsere Führungskräfte kontinuierlich weiterzuentwickeln, und setzen dabei aktuell auf ein umfassendes 270°-Feedback. Dieses ermöglicht allen Führungskräften eine strukturierte, anonyme Rückmeldung aus drei Perspektiven – von Mitarbeitenden, Kolleg*innen und Vorgesetzten. Die Ergebnisse werden in individuellen Entwicklungsgesprächen reflektiert und durch externe Coaches begleitet. Unser Ziel ist es, damit ganz konkret an der Weiterentwicklung von Führungskompetenz, Feedbackkultur und Verantwortungsübernahme zu arbeiten.

Wir schätzen es sehr, dass du dir die Zeit genommen hast, so ein ausführliches Feedback zu verfassen. Das zeigt, wie wichtig dir diese Themen waren – genauso wie sie auch für uns ein zentrales Anliegen sind. Rückmeldungen wie deine helfen uns dabei, gezielt an Verbesserungen zu arbeiten und als Arbeitgeber weiter zu wachsen.

Es ist schade, dass du nicht mehr der Teil der BIG bist – umso mehr danken wir dir für dein Engagement, deine Offenheit und das wertschätzende, konstruktive Feedback. Gerne stehe ich dir für weiterführende Gespräche unter eva.fuchs@big.at zur Verfügung.

Alles Gute weiterhin & liebe Grüße
Eva

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Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.