Solide Rahmenbedingungen, aber belastende Führungskultur
Gut am Arbeitgeber finde ich
* Wer einfach seine Arbeit machen und pünktlich gehen möchte, findet hier stabile Strukturen. 6 - 15 Uhr
* Das Mittagessen war wirklich hervorragend – ein großes Dankeschön an den Koch! Das ist tatsächlich der einzige Aspekt, den ich nach meinem Austritt vermisse.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Mein Kündigungsgrund war für mich klar das Verhalten der Führungskraft:
- Eigene Ideen einzubringen war frustrierend. Verbesserungsvorschläge wurden aus meiner Sicht nicht wertgeschätzt, und ich hatte GANZ oft den Eindruck, dass Ideen aus dem Team nicht transparent weitergegeben wurden, sondern als die Eigenen der Führungskraft verkauft wurden
- Man sollte besser nicht zeigen, wenn man in einem Bereich besonders kompetent ist. Statt Förderung hatte ich oft das Gefühl, dass Eigeninitiative eher als Bedrohung wahrgenommen wurde.
- Der Fokus lag sehr stark auf Kontrolle und der strikten Einhaltung von Prozessen, weniger auf Vertrauen oder selbstständigem Arbeiten. Homeoffice war nur mit großem Widerwillen möglich. Selbst kurze Kaffeepausen wurden teilweise kommentiert, was die Arbeitsatmosphäre zusätzlich belastet hat.
- Eine Aussage über neue Schnupperkräfte („Die ist jung, die können wir uns noch erziehen“) ist mir besonders negativ in Erinnerung geblieben.
- Außerdem empfand ich die interne Kommunikation als unprofessionell, insbesondere wenn in Teams-Chatgruppen schlecht über die eigenen Mitarbeiter und Kolleginnen bzw. Kollegen gesprochen wurde.
- Besonders enttäuschend fand ich den Umgang mit meiner Kündigung: Sie wurde lediglich mit einem „ok“ zur Kenntnis genommen. Es gab KEIN Gespräch und keinerlei Interesse an den Gründen meines Austritts. Weder von der Führungskraft, noch von der HR-Abteilung.