Personalnotstand, unfaire Arbeitsverteilung & täglicher Frust durch veraltete Systeme
Gut am Arbeitgeber finde ich
Einige wenige Kolleginnen versuchen trotz der schwierigen Umstände ihr Bestes zu geben.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Die mangelnde Personalseitige Unterstützung durch die Führungsebene, das Ausnutzen der Dienstpläne durch die Leitung, ständige Anrufe im Urlaub/Krankstand und der enorme Überstundenaufbau. Das Rabattsystem (z. B. die 25%-Pickerl) ist aus operativer Sicht katastrophal gelöst. Es gibt unzählige Ausnahmen, die weder für Kunden noch für Mitarbeiter transparent kommuniziert werden. Da dies nirgendwo klar angegeben ist, kommt es an der Kassa regelmäßig zu Unverständnis, Frust und zeitintensiven Diskussionen mit den Kunden. Der Druck und der Ärger der Kunden werden dabei vollständig auf das Kassenpersonal abgewälzt.
Verbesserungsvorschläge
Mehr Personal einstellen, um Überstunden abzubauen. Die Filialleitung gerechter auf die Standorte aufteilen, Urlaubsabsprachen verlässlicher einhalten und die Erreichbarkeit in der Freizeit/im Krankenstand stoppen. Die Zentrale sollte dringend die technischen Systeme und Arbeitshandys modernisieren, um den Mitarbeitern flüssigeres Arbeiten zu ermöglichen. Zudem muss das Rabattsystem dringend überarbeitet oder transparenter gestaltet werden, damit Ausnahmen für Kunden direkt sichtbar sind und Konflikte an der Kassa vermieden werden.
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre ist extrem angespannt. Durch akuten Personalmangel stehen die Mitarbeiter ständig unter Druck. Zudem herrscht untereinander wenig Transparenz, was zu Unruhe und Falschheit im Team führt.
Image
Nach außen hin wird ein modernes Bild vermittelt, intern herrschen jedoch organisatorisches Chaos und hohe Fluktuation.
Work-Life-Balance
Extrem kritisch. Mitarbeiter sammeln enorm viele Überstunden an (oft über 80 Stunden in kurzer Zeit). Zudem wird man regelmäßig im Urlaub oder während des Krankenstands kontaktiert und gebeten einzuspringen. Pausenregeln werden ungleich gehandhabt.
Karriere/Weiterbildung
Durch den permanenten Personalmangel und den täglichen Existenzkampf in der Schicht bleibt für echte Weiterentwicklung kein Raum.
Gehalt/Benefits
Die Vergütung steht in keinem Verhältnis zu den geleisteten Überstunden und dem hohen Arbeitsdruck.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Der soziale Umgang mit den eigenen Mitarbeitern lässt stark zu wünschen übrig, da Gesundheit und Erholung (Urlaub/Krankstand) nicht ausreichend respektiert werden.
Kollegenzusammenhalt
Nach außen hin wird Freundlichkeit vorgegeben, jedoch wird hinter dem Rücken viel übereinander geredet. Echter Zusammenhalt ist kaum vorhanden.
Umgang mit älteren Kollegen
Alle Mitarbeiter stehen gleichermaßen unter der hohen Arbeitsbelastung und dem Personalmangel.
Vorgesetztenverhalten
Die Filialleitung entzieht sich der Arbeit in der stark frequentierten Filiale und hält sich bevorzugt in ruhigeren Zweigstellen auf. Urlaubsplanungen werden trotz monatelanger Vorankündigung und familiärer Verpflichtungen eigenmächtig zugunsten des Leitungspersonals geändert.
Arbeitsbedingungen
Die Filialen sind strukturell unterbesetzt. Anstatt Aushilfen oder Unterstützung aus anderen Filialen zu organisieren, wird der Druck komplett auf das bestehende Personal abgewälzt. Die technischen Arbeitsmittel sind stark veraltet. Das System auf dem Arbeitshandy, das für die täglichen Kernaufgaben (Warenannahme, Scannen, Etikettendruck, Lagerstand und Abschreibungen) zwingend erforderlich ist, ist extrem kompliziert, altmodisch und verlangsamt die Arbeitsabläufe massiv. Das erschwert ein effizientes Arbeiten im Filialalltag enorm.
Kommunikation
Sowohl im Bewerbungsprozess als auch im Alltag läuft die Kommunikation unstrukturiert ab. Vereinbarungen und Fristen werden nicht eingehalten; oft muss man als Mitarbeiter selbst hinterhertelefonieren.
Gleichberechtigung
Es herrscht deutliche Ungleichbehandlung – sei es bei der Urlaubsvergabe, der Verteilung der Präsenzzeiten der Leitung oder bei der Einhaltung von Pausenzeiten.
Interessante Aufgaben
Die Grundtätigkeiten im Handel sind ok, aber durch den Personalmangel bleibt kaum Zeit, die Aufgaben ordnungsgemäß und ohne Stress abzuarbeiten.


