Wenn ich erneut nach Arbeit im Handel suchen würde, wäre es nicht hier.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Überstunden werden intelligent ausbezahlt.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Die Arbeitskultur, die aus Druck, Stress, Überarbeitung, massenweise als selbstverständlich angesehene Überstunden, indirekt vorausgesetzte ständige Erreichbarkeit und 'freiwilliges' spontanes Einspringen, schlechte Einarbeitung - man muss sich sehr vieles ohne Hilfe aber hoher Erwartung selbst beibringen, etc.
Verbesserungsvorschläge
Grundlegende Aussortierung und Neubesetzung von Führungskräften, Rayonsleitungen und Filialleitungen.
Mehr bzw. überhaupt erst einmal Eingehen auf die Mitarbeiter.
Damit beginnen, Mitarbeiter wertzuschätzen und damit aufhören sie laufend nur unter Druck zu setzen.
Mehr Mitarbeiter einstellen, da die Situation für viele Filialen nicht mehr schaffbar ist
Arbeitsatmosphäre
Hoher Druck von Vorgesetzten, permanente Anspannung durch viel zu hoch gesteckte Erwartungen. Lob hab ich von Vorgesetzten so gut wie nie erhalten genauso wenig wie Wertschätzung für meine Arbeit.
Kommunikation
Eine Art Meeting soll es laut Aussagen zwar gegeben haben, jedoch wurde ich persönlich nie wirklich darüber informiert oder damit beauftragt daran teilzunehmen.
Informationen, die wir bekommen haben, vor allem diverse Verkaufszahlen der Rayon, wurden dazu genutzt noch mehr Druck auf 'Schlechtperformer' auszuüben.
Kollegenzusammenhalt
In meiner Filiale war dies nicht oder kaum der Fall. Man hatte Vorbehalte, nach etwas zu fragen, da man oft entweder genervte oder falsche Antworten oder gleich gar keine Hilfe bekommen hat.
Man kam mit den anderen lediglich dann zurecht, wenn man sich do wenige Fauxpas erlaubt hat wie nur irgendwie möglich.
Work-Life-Balance
Starker Gruppenzwang bezüglich der Arbeitszeiten; indirekte Voraussetzung, dasd man an freien Tagen erreichbar ist und jederzeit einspringen kann, ansonsten drohten mehr oder weniger 'soziale Sanktionen', heißt es wurde schlecht über dich und mit dir geredet und umgegangen.
Die Arbeitszeiten selbst waren teilweise unzumutbar. Ich war beispielsweise für 20h gemeldet, arbeiten musste ich jedoch regelmäßig 30-35h, ohne mich in irgendeiner Form dagegen zur Wehr stellen zu können.
Vorgesetztenverhalten
Hier hätte ich tatsächlich gerne 0 Sterne vergeben.
In Krisenzeiten war auf Vorgesetzte kein Verlass - vor allem unsere Filiale wurde laufend inn Arbeit schwimmend im Regen stehen gelassen.
Interessante Aufgaben
Die Verteilung der Aufgaben während der Arbeit per se war mehr oder weniger gerecht verteilt, jedoch gab es für mich gar keinen Spielraum, meine Arbeit auf meine Weise zu erledigen, was für neurodivergente Personen wie mich auf Dauer nur zu noch mehr Stress führt.
Umgang mit älteren Kollegen
In meiner Zeit wurde kein/e einzige/r ältere/r Kolleg/in eingestellt und auf die wenigen die wir hatten, wurde keinerlei Rücksicht genommen.
Arbeitsbedingungen
Von der Ausstattung her konnte ich mich nicht beklagen. Ventilation, Heizung, Klimaanlage, Computer war alles in Ordnung.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Es wurde mehr schlecht als recht versucht, ein umweltbewusstes Bild abzugeben, aber in der Praxis wurde weder darauf geachtet noch etwas überprüft. Die Auswahl an Fairtrade Produkten im Sortiment hielt sich auch eher in Grenzen.
Gehalt/Benefits
Nur das kollektivvertragliche Gehalt, das sie bezahlen müssen. Bei Überstunden dementsprechende Zulagen, aber es wird nicht wirklich mehr bezahlt, als sie gesetzlich verpflichtet sind zu zahlen.
Image
Die Mitarbeiter reden untereinander nicht besonders gut über die Firma, schon gar nicht von den Führungskräften, da die Leitung und Koordination der Filialen und Rayons als nicht nachvollziehbar, willkürlich und unsinnig befunden wird.


