Der größte Hebel für Veränderung liegt aus meiner Sicht weniger im Produkt als in Weiterentwicklung der Führungskultur
Gut am Arbeitgeber finde ich
Parkplatz, homeoffice, Salatbuffet in Steyr, starkes Produkt
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Mikromanagement, fehlende Feedbackkultur, psychisch belastendes Umfeld, intransparente Kommunikation
Das Führungsumfeld habe ich als psychisch belastend und kontrollierend wahrgenommen. Sachliche Kritik und neue Perspektiven wurden aus meiner Sicht kaum aufgegriffen. Mangelnde psychologische Sicherheit habe ich als strukturelles Thema empfunden. Wer Hierachie ohne viel Gestaltungsspielraum bevorzugt, kommt zurecht. Wer Zusammenarbeit auf Augenhöhe, Mitgestaltung und Mitdenken sucht, sollte abwägen. Ich persönlich arbeite motivierter in einem Umfeld mit mehr Eigenverantwortung, offener Diskussion und transparenter Kommunikation statt stark hierachischer Strukturen und politischen Dynamiken. Ich war lange motiviert, mich einzubringen und Verantwortung zu übernehmen. Ich bin mit vielen Ideen und einer klaren Vision gestartet, wie ich mich einbringen und weiterentwickeln wollte. Im Verlauf meiner Tätigkeit musste ich jedoch erleben, dass ich mich fachlich eher zurückentwickeln musste, da mir zunehmend mehr Aufgaben entzogen wurden, was ich als Einschränkung meiner fachlichen Entwicklung und meines Beitrags zum Team empfunden habe.
Dadurch entstand für mich der Eindruck, dass offene Kommunikation, kritische Perspektiven, Mitgestaltung und Eigeninitiative und echtes Miteinander nicht erwünscht waren, da dafür kaum Raum war. Ich hätte mir gewünscht dass dies stärker als Chance gesehen worden wäre.
Verbesserungsvorschläge
BMD hat aus meiner Sicht ein starkes Produkt und ich konnte programmtechnisch viel lernen. Das Potenzial ist da.
Am Ende des Tages find ich bleibt Potenzial von Produkt und Know-how ungenutzt.
Fazit: fehlende Prozesse - das Rad wird immer neu erfunden und aus Fehlern nicht gelegt, da nicht über den Tellerrand geschaut wird - darunter leiden Mitarbeiter wie auch Kunden.
1. Führungskräfteentwicklung mit Fokus auf Selbstreflexion - soziale Kompetenz & Fehlerkultur
2. Mikromanagement reduzieren, mehr Vertrauen geben
3. Psychische Belastung strukturell angehen
4. Feedback ohne negative Konsequenzen ermöglichen
5. Transparent bei Veränderungen kommunizieren
6. Mitarbeiter fördern und entwickeln
Arbeitsatmosphäre
Wenig off, geprägt von Kontrolle und fehlender Wertschätzung aus meiner Sicht. Eigeninitiative fühlte sich riskant an.
Kommunikation
Umstrukturierungen wirkten auf mich intransparent und unsicher. Nach außen kommunizierte Werte habe ich Alltag als wenig wirksam und stimmig erlebt. Kommunikation auf Augenhöhe fand aus meiner Sicht nicht statt.
Work-Life-Balance
Homeoffice half.
Psychische Belastung und fehlende Planbarkeit durch Umstrukturierungen und Dispo belasteten die Balance.
Vorgesetztenverhalten
Kritikfähigkeit, Reflexionsfähigkeit und Empathie habe ich als sehr eingeschränkt erlebt.
Kritikgespräche empfand ich als pauschal und entwertend - teilweise respektlos - statt entwicklungsorientiert.
Eine konstruktive Fehlerkultur habe ich vermisst.
Auffällig war für mich insbesondere ein Middle Management, das stark nach oben orientiert agiert, statt als gestaltende Führungsebene zu wirken.
Entscheidungen wirkten häufig nicht reflektiert, sondern vor allem daraus ausgerichtet, Erwartungen der nächsthöheren Hierachieebene zu erfüllen.
Dadurch entstand aus meiner Wahrnehmung ein Umfeld, in dem Eigenverantwortung, kritische Perspektiven und fachliche Expertise hinter Loyalität und Anpassung zurücktraten. Werte wie Integrität, Fairness und respektvolle Kommunikation wurden im Führungsstil nur unzureichend gelebt, was langfristig zu einem belastendem Arbeitsumfeld geführt hat.
Gleichberechtigung
Diversität in Führungsrollen und Förderung von Frauen in gestaltenden Positionen habe ich als ausbaufähig erlebt.
Karriere/Weiterbildung
Aufstiegschancen wirkten auf mich wenig transparent. Eigenständige oder kritische Perspektiven wurden aus meiner Wahrnehmung selten sichtbar gefördert.


