Gut am Arbeitgeber finde ich
Die Weihnachtsfeiern unter dem neuen Geschäftsführer (mit dem man sogar per Du ist – wie es halt in einer modernen Firma gelebt wird) sind viel besser als früher!
Es gibt genug zu essen, keine ermüdenden Reden, oder hochnotpeinliche Bauchpinselei einiger Abteilungen.
Leider wurde die Fotobox abgeschafft, obwohl diese immer ein Highlight und sozialer Treffpunkt war. Der Veranstaltungsort war endlich groß genug, leider wurde aber kein DJ mehr engagiert, der besonders bei den jüngeren MitarbeiterInnen sehr gut ankam. Man müsste sich nur an die große Anzahl der Personen auf der Tanzfläche von damals erinnern.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Es gibt hier viele Punkte, die ich im Einzelnen noch genauer beschreiben könnte - Was mir aber aufgefallen ist, ist die Tatsache, dass Alteingesessene, aber auch neue MitarbeiterInnen, die die Leistung, Stimmung und auch den Teamzusammenhalt hinunterziehen, einfach geduldet und mitgezogen werden. Dass dies halt auf Kosten des Teams, also den anderen Mitgliedern geht, wird "oben" irgendwie übersehen, geduldet, ignoriert... ich kann es nicht sagen. Man verharrt hier im (Irr-)Glauben, dass bei einem "guten" Arbeitgeber niemand gehen muss - das Gegenteil ist aber der Fall.
Den Konflikt "Steyr vs. Wien" bei einigen Personen würde ich abdrehen. Wir sind eine große Familie und es zählt letzten Endes der gemeinsam erwirtschaftete Gewinn (so sollte zumindest ein richtiger Manager denken) – wer das nicht begreift, ist hier fehl am Platz.
Auch die ständigen Änderungen haben mich schon so oft in Erklärungsnot gebracht, sowie schlecht getestete und undurchdachte Neuerungen. KundInnen sind nicht für die Beta-Tests verantwortlich. Das muss dann der/die kleine MitarbeiterIn ausbaden - hier sollten die verantwortlichen (Führungs)Personen vielleicht zuerst etwas länger nachdenken, bevor es zu unüberlegten Schnellschüssen aus der Hüfte kommt...
Verbesserungsvorschläge
Ich hoffe sehr, dass auf meine beschriebenen Punkte eingegangen wird - ohne sie zu ignorieren (wie so oft) oder einfach nur beleidigt darauf zu reagieren. Außerdem sollte man doch mal auf die „einfachen“ MitarbeiterInnen hören und sich nicht nur auf Teamleitungen oder Bereichsleitungen verlassen.
Es hat mich auch gestört, dass in letzter Zeit, als ich noch bei BMD war, es ständig irgendwelche Änderungen gab und ich diese den KundInnen dann erklären musste, obwohl es knapp zuvor noch anders war. Es werden auch immer wieder mal Neuerungen veröffentlicht, die noch gar nicht fertig und ordentlich getestet wurden – ein höchst unprofessionelles Agieren.
Wäre ich hier EigentümerIn, müsste die Geschäftsführung meine Kritikpunkte umsetzen. Aber die Abteilungsleiter lachen hinterrücks, weil sie machen können, was sie wollen – das würde ihnen aber bei mir sehr schnell vergehen...
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsmittel sind alle recht modern und die Büros verfügen über viele höhenverstellbare Schreibtische. Die großen Glasfronten in Steyr, die nur selten geöffnet werden (wollen/können) sind nicht immer ideal und die Räumlichkeiten am Wiener Standort sind schon recht alt. Außerdem haben mir meine KollegInnen erzählt, dass der Wiener Standort oft sehr stiefmütterlich behandelt wird (was Veranstaltungen und Goodies anbelangt).
Ich habe auch selbst bemerkt, dass leider einige und/oder deren Abteilungsleiter eine Art Konkurrenzkampf mit unseren KollegInnen aus Wien befeuern - ich habe mich immer mit Wien verstanden, sehe aber so ein unverständliches Verhalten als extrem kurzsichtig und kleinkariert an. Wir sind eine große „Familie“ und ziehen daher alle an einem Strang. Wer das nicht einsieht, müsste gehen, hätte ich etwas bei BMD zu sagen.
Image
BMD legt extrem viel Wert auf das eigene Image und sie tun auch sehr viel für MitarbeiterInnen, aber vielleicht sollte man manchmal doch das angehen, was nötig ist (wie ich bereits zuvor geschrieben habe) und sich von Ballast trennen, der Teams in die Tiefe zu ziehen droht. Es klingt womöglich hart, aber man sollte zumindest mit dieser Tradition des alten Geschäftsführers brechen. Am Image, dass niemand gefeuert wird, egal wie unkollegial und faul man ist, darf nicht länger festgehalten werden! Dieses Verhalten sollte in der BMD nicht geduldet werden. Ich rede hier aber nicht nur von einfachen MitarbeiterInnen, sondern ebenfalls von Personen bis in Führungspositionen, die ihr Verhalten schleunigst ändern oder eben sonst ausgetauscht werden sollten (aus diversen Gründen) – ich habe aber das Gefühl, dass viele einfach davon ausgehen, sie können so wie immer noch bis zu deren Pensionierung weitermachen und dann zusammen mit dem Geschäftsführer gehen – er lässt sie ja eh gewähren...
Work-Life-Balance
Ich komme auf einen mir sehr wichtigen Punkt zu sprechen: Von manchen KollegInnen musste man die Aufgaben übernehmen, weil diese ständig fehlten oder sich irgendwie davor gedrückt haben. Auch in einigen anderen Teams gibt es solche Personen (viele davon sind schon lange bei BMD) und sie kreieren so eine sehr schlechte Stimmung im Team. Eigentlich müsste man diese Personen kündigen, aber sie scheinen zu wissen, dass dies niemals geschehen wird. Leider wird hier die Strategie vom letzten Geschäftsführer gefahren, weil man offenbar der Meinung ist, dass dies bei der Belegschaft gut ankommt (frei nach dem Motto "Bei der BMD wird niemand gefeuert!") - das Gegenteil aber ist der Fall!
Manche KollegInnen nutzen diesen Umstand derart aus und so verteilen sich deren Aufgaben auf den Rest des Teams. Ich hatte damals wirklich gehofft, dass unter dem neuen GF das nicht mehr der Fall sein wird, aber stattdessen wird bei jeder nur erdenklichen Situation darüber lamentiert, wie teuer die Personalkosten sind. Es gibt leider ein paar wenige faule Äpfel und in einigen Teams brodelt die Stimmung gewaltig (wenn noch unter dem Topfdeckel), ich bin aber letztendlich gegangen.
Karriere/Weiterbildung
Ausbildungen kann man nicht in jeder Abteilung machen, und wenn man nach Kursen etc. von externen Institutionen fragt, wird man im besten Fall nur vertröstet. Im Support kann man dafür viele interne Ausbildungen besuchen, nur fragen sich viele dort dann auch, warum man diese überhaupt absolvieren sollte. Es benötigt Zeit, man erhält weniger Provision und das Grundgehalt erhöht sich nicht.
Kollegenzusammenhalt
Mit sehr vielen KollegInnen habe ich mich sehr gut verstanden, mit einigen (egal ob aus Wien oder Steyr) nicht so.
Es gibt Abteilungen, die werden von fast der ganzen BMD nicht so geschätzt *technikhust*, da für sie Hilfsbereitschaft und Kollegialität ein Fremdwort zu sein scheint. Da kann man schon mal bspw. viele Wochen auf einen neuen Laptop warten oder die Aufgaben von anderen Abteilungen übernehmen, weil diese zu faul/feige sind, es selbst zu machen.
Auch KollegInnen, die einfach nicht abheben, wenn man sie anruft bzw. selbst KundInnen zurückrufen sollten, es aber lieber einfach nur delegieren, kennen leider viele (wenn sie ehrlich sind).
Die meisten Abteilungsleiter scheinen aber den Geschäftsführer derart um den Finger gewickelt zu haben, dass dieser offenbar ganz anderer Meinung ist. Man sollte vielleicht halt auch mit Teamleads oder einfachen Angestellten reden, um ein objektiveres Ergebnis zu bekommen.
Und hier kommen wir auch wieder zu dem Steyr/Wien Konflikt: Wäre ich Eigentümer, müsste mein Geschäftsführer sich um solche Probleme kümmern und wenn er es nicht will/kann, muss das von einer neuen Geschäftsführung übernommen werden.
Umgang mit älteren Kollegen
Mich hat manchmal das Gefühl beschlichen, dass man ab einem gewissen Alter / Betriebszugehörigkeit einen Freifahrtschein erhält und man sich (fast) alles erlauben kann, leider.
Vorgesetztenverhalten
Ich habe mich hierzu schon an vielen anderen Stellen geäußert. Viele Führungspersönlichkeiten entsprechen in meinen Augen noch sehr dem Verhalten, welches in den 80ern und 90ern üblich war - kleinliches Hick-Hack zwischen einzelnen Abteilungen und Standorten und eine Geschäftsführung, die den Anschein erweckt, diesem Verhalten nicht ganzHerr zu werden. Die Frage, die ich mir eben stelle ist, ob sich das noch vor der nächsten großen Pensionierungswelle ändern wird..
Arbeitsbedingungen
Die Räumlichkeiten in Steyr sind sehr modern, auch wenn das Konzept des Großraumbüros schon seit Jahrzehnten out ist (und das nicht grundlos) - das Büro in Wien ist schon recht alt (auch wenn hier einiges renoviert wurde), aber das liegt aber insgesamt am eher schon in die Jahre gekommenen alten Gebäude.
Kommunikation
Besonders die Kommunikation der diversen Führungsebenen zwischen den Abteilungen lässt sehr zu wünschen übrig. Aber auch innerhalb einer Abteilung wurden bspw. bei Neuerungen lediglich ein paar überladene und unübersichtliche PDFs verschickt – das könnte wesentlich besser gemacht werden. Außerdem wird hier oft auf andere Abteilungen vergessen, für die die Änderungen ebenfalls relevant wären – oder auf die KollegInnen in Wien aus derselben Abteilung, die dann wieder von uns informiert werden müssen, weil es ihnen niemand so kommuniziert hat.
Gibt es Neuerungen, sollten diese auch ordentlich kommuniziert werden und nicht in irgendeinem unübersichtlichen Mail versteckt werden! Man kann zwar dann sagen, dass "Wien mal wieder nicht informiert ist", aber vielleicht sollten sich hier auch die SenderInnen der Informationen etwas an der Nase nehmen und sich mehr in Selbstkritik üben. Es geht hier nicht um "Wien vs. Steyr" - wir sind eine Firma, eine Familie und sollten daher besser zusammenhalten und uns gegenseitig unterstützen! Aber manche Kleingeister wollen das leider nicht verstehen…
Gehalt/Benefits
Wenn man Provisionen erhält, geht das Gehalt, viele KollegInnen sind aber trotzdem im KV falsch eingestuft. In anderen Abteilungen erhält man aber keine Provision und das merkt man auch, besonders beim Urlaubsgeld.
Man sollte meiner Meinung nach alle Leute korrekt einstufen und dafür (wenn vorhanden) die Provisionen verkleinern. Hier kommt es wahrscheinlich auf den Teamlead an, mich hat man aber lieber gehen lassen, bevor man mich korrekt eingestuft hätte (so ist es aber in den Jahren einigen BMDlerInnen ergangen).
Interessante Aufgaben
Das hängt sehr vom Team, der Teamleitung und der Abteilung selbst ab, in der man sich befindet. Hier gibt es im Unternehmen sehr unterschiedliche Auffassungen.