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BRANDL TALOS Rechtsanwälte 
GmbH
Bewertung

Beinhart aber herzlich

4,0
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat bis 2012 bei Brandl & Talos Rechtsanwälte gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Gebotene Chancen, Förderung ab dem ersten Tag. Hoher Anteil an Studierenden, die schon früh mit Verantwortung ausgestattet werden.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Keine Frauen im Führungsteam.

Arbeitsatmosphäre

Die Arbeitsatmosphäre in meinem Team war sehr kollegial und zielorientiert. Allerdings: wer seine Aufgabe nicht erfüllt, der muss über kurz oder lang gehen. Nicht jeder/jede kann mit diesem Druck umgehen. Es ist aber nie passiert, dass mich (wie in vielen anderen Kanzleien üblich) jemand unfreundlich behandelt hat oder mir Dinge nicht geduldig erklärt hat.

Kommunikation

Es gibt wirklich viele Gelegenheiten, sich auszutauschen. Dass das unnatürlich sein soll, so wie einer der anderen Bewerter schreibt, kann ich nicht bestätigen. In Organisationen wird immer wieder kritisiert, dass man nicht genug kommuniziert. Das haben sich die Partner zu Herzen genommen.

Kollegenzusammenhalt

Im Lauf der ersten Woche gibt es ein "Orientierungsprogramm", in dem die neue MitarbeiterIn in die Kanzlei eingeführt wird. Ich bekam einen "Buddy" zur Seite gestellt, der als erster persönlicher Ansprechpartner zur Verfügung stand. Jeder MitarbeiterIn wird klar kommuniziert, dass Hilfsbereitschaft ganz oben steht. Wer dem anderen nicht hilft, wird es sehr schwer haben. Natürlich kommt man mit manchen weniger und anderen besser zurecht, aber insgesamt eine sehr freundliche Atmosphäre. Die Kritik eines hier Bewertenden Ex-Mitarbeiters, dass hinter dem Rücken getratscht wird, wird wohl richtig sein - ich glaube aber, dass das überall passiert.

Work-Life-Balance

Von Anfang an wird klargestellt: wer Partner werden will, der muss Unternehmer sein und sein Leben dem Unternehmertum unterordnen. Insofern gibt es für PartnerInnen insofern keine Work/Life-Balance, weil Leben und Arbeit verschmelzen. Dazu gehört auch, dass man publiziert, Seminare hält und etwas dafür tut, um das Angebot der Kanzlei zu erweitern. Das ist aber keineswegs "verpflichtend" - das wird man schon deshalb tun, um seinen eigenen Ruf zu fördern und seine Chancen am Markt zu steigern. Für die Personen, die das nicht wollen, gibt es in der Kanzlei auch noch alternative Karrierepfade (zB 40-Stunden-Arrangements). Insofern ist jede® seines/ihres Glückes Schmied.

Vorgesetztenverhalten

Dezentrale Arbeitsorganisation in Teams. Von mehreren Partnern war ich "nur" einem zugeordnet - ich kann daher nur über einen Chef sprechen, wiewohl es viele standardisierte Führungsinstrumente (regelmäßiges Feedback, Jahresgespräche, Zielvereinbarungen). Das Motto war, dass nicht für Anwesenheit bezahlt wird sondern dafür, dass man dem Vorgesetzten das Leben erleichtert, damit er wiederum das Leben der Klienten erleichtern kann. Dafür gab es regelmäßiges Feedback, interessante Causen und sehr selbstständiges Arbeiten.

Interessante Aufgaben

Die Kanzlei ist sehr spezialisiert (Bank- und Kapitalmarktrecht, Gesellschaftsrecht). Wer hierher kommt, um das Leben eines "Wald- und Wiesenanwalts" kennen zu lernen, ist fehl am Platz. Während meiner Zeit in der Kanzlei gab es die Gelegenheit, an einer Milliardentransaktion teilzunehmen. Dass sogar Studierende die Möglichkeit haben, an einer Verhandlung vor dem EuGH teilzunehmen und in die Vorbereitungen unmittelbar eingebunden zu werden oder bei der Bearbeitung großer Bankencausen mitzumachen, ist einzigartig. Aus meinem Bekanntenkreis hatte niemand diese Chance.

Gleichberechtigung

Die Hierarchie ist flach und "Standesdünkel" von Anwälten/KonzipientInnen gegenüber den MitarbeiterInnen des Backoffice und vice versa werden nicht geduldet. Auffällig ist das Fehlen von Frauen in der Geschäftsführung und unter den Anwälten. Das dürfte aber daran liegen, dass die Arbeitszeit von AnwältInnen unvorhersehbar und damit wenig familienfreundlich ist. Während meiner Zeit gab es aber Bestrebungen, Frauen stärker zu fördern.

Arbeitsbedingungen

Sehr schöne Räume. Kanzlei mit öffentlichen Verkehrsmitteln perfekt erreichbar.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Es gibt Maßnahmen zur Energieverbrauchs- und Müllvermeidung. Unternehmen spendet regelmäßig für caritative Zwecke.

Gehalt/Sozialleistungen

Branchenüblich. Kanzlei sucht aber eher nach MitarbeiterInnen, die langfristig in der Kanzlei Erfolg haben wollen und die gebotenen Benefits und Chancen schätzen als solche, die kurzfristig ihr Einkommen maximieren wollen.

Image

Es wird in jedem Unternehmen solche geben, die unzufrieden sind. Aber generell sprechen alle gut über das Unternehmen. Kanzlei wird auch von der Öffentlichkeit positiv wahrgenommen und Brandl & Talos auf dem Lebenslauf zu haben, gilt in den beteiligten Verkehrskreisen als Qualitätssiegel.

Karriere/Weiterbildung

Für KonzipientInnen ist wichtig, dass die AWAK-Seminare bezahlt werden und nicht vom Urlaub abgezogen werden. Allen MitarbeiterInnen im Backoffice wird ermöglicht, den BU-Kurs zu machen und die Kanzlei bezahlt das.