Finger weg
Karriere/Weiterbildung
Kurse und Weiterbildungsmöglichkeiten werden seit 2025 aufgrund von Budgetkürzungen gestrichen.
Gehalt/Benefits
Das Beförderungs- und Gehaltssystem ist extrem langsam und demotivierend. Konkretes Beispiel: Übernimmt man imApril 2026 bereits eine höhere Rolle mit mehr Verantwortung, ist es für die Entscheidungsrunde desselben Jahres schon zu spät. Erst im Frühjahr 2027 entscheidet ein Gremium – basierend auf der Empfehlung der Teamleitung – ob man überhaupt in die nächste Funktionsgruppe aufgenommen wird. Fix ist dabei gar nichts. Selbst wenn die Entscheidung positiv ausfällt, gibt es die tatsächliche Gehaltserhöhung erst ab Jänner 2028. Man arbeitet also potenziell über 1,5 Jahre länger mit mehr Verantwortung, aber ohne entsprechendes Gehalt. Wer soll unter solchen Bedingungen motiviert bleiben?
Vorgesetztenverhalten
Jene Teamleiter, die maßgeblich über Gehaltserhöhungen und Karriereentwicklung entscheiden, die Mitarbeiter oft kaum persönlich kennen. Häufig sieht man diese Führungskräfte nur einmal im Jahr im Mitarbeitergespräch. Die Einschätzung der Leistung basiert dann nicht auf direkter Zusammenarbeit, sondern auf Informationen von Drittpersonen, die teilweise selbst kaum Berührungspunkte mit der tatsächlichen Arbeit der betroffenen Mitarbeiter haben.
Dadurch entstehen häufig Bewertungen, die mit der tatsächlichen Leistung wenig zu tun haben. Statt objektiver Einschätzungen basiert die Wahrnehmung oft auf Hörensagen, persönlicher Sympathie oder darauf, wer mit wem bei After-Work-Aktivitäten Zeit verbringt und sichtbarer im informellen Netzwerk präsent ist. Fachliche Kompetenz und konkrete Arbeitsergebnisse geraten dabei leicht in den Hintergrund.
Gleichberechtigung
Frauen in vielen Fällen primär zur Erfüllung von Quoten aufgenommen werden, ohne dass sich die Unternehmenskultur tatsächlich verändert. In der Praxis erleben sie später jedoch häufig subtile oder offene Diskriminierung, werden weniger ernst genommen oder haben geringere Aufstiegschancen trotz gleicher Leistung.


