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CompuGroup 
Medical 
(CGM) 
Österreich
Bewertung

Mehrfachbewertung

Schwierige Situation

2,7
Nicht empfohlen
Mehrfachbewertung
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung im Bereich IT bei CompuGroup Medical (CGM) in Linz gearbeitet und diesen Arbeitgeber mehrfach bewertet. (Mitarbeiter:innen dürfen ihren Arbeitgeber einmal im Jahr bewerten.)

Gut am Arbeitgeber finde ich

Tolle Kolleg:innen, interessantes Produkt, erfüllende Arbeit.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Wenn es zw. Vorgesetzer und Mitarbeiter Vorfälle gibt oder generell Misstrauen herrscht dann ist es schwer dass diese aufgedeckt werden.

Verbesserungsvorschläge

Verpflichtendes Führungstraining für neue Führungskräfte und bestehende. Mehr Möglichkeiten Gehaltsanpassungen oder alternativ Benefits zu bekommen. Transparente Kommunikation. Und dass Kritiken an Personen (wenn auch nur vage), die an die HR kommuniziert wurden auch konsequent verfolgt werden.

Arbeitsatmosphäre

Das Top Management wirkt sehr unnahbar. Townhalls wirken eher wie Kundenpräsentationen anstatt Informationen für Mitarbeiter. Das letzte Motto im Townhall war "Speed is all that matters". Ich kann hier nicht übereinstimmen, da es in Krankenhaussoftware eher um Qualität als Speed gehen sollte. Aber das direkte Team ist super. Leider leiden wir alle an knappen Ressourcen und es ist auch eine hohe Fluktuation im Produktmanagement spürbar. Es gibt auch Flurfunk von Mitarbeiterbewertungen wo ab einer gewissen Teamgröße Low Performer verpflichtend definiert werden müssen. All diese Themen streuen Misstrauen und wurden nach Nachfrage nie transparent aufgeklärt.

Image

Negatives Image durch private Investitionen des Senior CEOs in rechte News Portale. Dies kommt bei vielen Mitarbeitern nicht gut an. Selbst wenn es private Investitionen sind, sinkt dadurch mein Zugehörigkeitsgefühl zur Firma. Besonders wenn man die eigene Firma in einer deutschen Satiresendung mit Millionen Zuschauern sieht oder sie in der Zeitung vorkommt (nicht im positiven Sinne).

Work-Life-Balance

Work Life Balance ist einer der wenigen Benefits (flexible Arbeitszeiten, Home Office, Längere Urlaube).

Karriere/Weiterbildung

Es gibt einige Standard Trainings, die auch gut aufgebaut sind. Alles darüber hinaus, dafür gibt es kein fixes Budget für Mitarbeiter, es muss also immer extra angefragt werden wenn es ein kostenpflichtiges Training ist. Konferenzteilnahme ist vielleicht alle 2 bis 3 Jahre möglich. Training heißt eigentlich bei uns eher "Recherchiere kostenfreie Inhalte".

Kollegenzusammenhalt

Das Team ist super!

Vorgesetztenverhalten

Führungskräfte müssen kein verpflichtendes Training absolvieren, wenn sie die neue Rolle übernehmen. Man kann dann ableiten, was hier teils dann herauskommt: Grenzüberschreitungen zw. Führungskraft vs. Kollege-sein, soziale Kompetenzen werden vermisst, Organisationsfähigkeiten und Professionalität fehlen großteils. Micromanaging ist auch Thema. Es wird leider auch nicht darauf geachtet, wer wirklich für eine Führungskraft geeignet ist, ist man intern und hat Interesse, dann wird man genommen. Es sind bei uns im Team durch alle diese Punkte Dinge vorgefallen, die für die betroffene Person(en) sehr schlimm sind und persönliche Wertschätzung untergraben. Da die betroffenen Personen allerdings Respekt davor haben, dass es Konsequenzen für sie geben könnte, weil die Führungskraft schon lange bei der CGM ist, sind diese Punkte nur vage der HR mitgeteilt worden. Aktuell besteht das Risiko dass es neuen Mitarbeitern genauso geht in unserem Team, da es schon ein gewisses Pattern gibt. Personen haben auch schon gekündigt. Ein Führungskräftetraining und Vetting würde hier helfen. Allerdings wäre eine Absetzung der Führungskraft am besten für unsere aktuelle Situation.

Arbeitsbedingungen

Stehtische, Kaffeemaschine, Mitarbeiterevents - die Standards sind gegeben. Ich werte diese Kategorie ab, da es Vorgesetzte gibt, die den Arbeitsalltag sehr unangenehm für Mitarbeiter machen.

Kommunikation

Schlechte Kommunikation top down. Führungspositionen im mittleren oder top Management wechseln oft (ca. nach 1-2 Jahren). Auch Ansprechpartner bei HR reagieren verspätet oder gar nicht auf Anfragen oder Verbesserungsvorschläge. Leider auch schlechte Wissensweiterleitung. Als AI den Aufschwung hatte fand man per Zufall auf Confluence Seiten die zwar tolle Beschreibungen liefern aber nie kommuniziert wurden. Dies zieht sich durch viele Themen durch. Entweder man muss wissen wen man ansprechen kann oder man findet per Zufall Informationen.

Gehalt/Benefits

Gehaltsanpassungen sind sehr schwierig zu bekommen.

Gleichberechtigung

Ich werte dies ab da es teils sexistische Kommentare und persönliche Angriffe von Führungskräften gibt. Ich werte auch das Fehlen von weiblichen Top Management ab (Finance, PR oder Marketing oder Moderatorinnen in Global Meetings mal ausgenommen).

Interessante Aufgaben

Eines der Punkte die mich bei der Firma hält sind das Team, ein interessantes Produkt und gute Arbeit.

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Arbeitgeber-Kommentar

Andreas HochpöchlerSr. HR Business Partner

Vielen Dank für dieses ausführliche und ehrliche Feedback!
Wir haben es mehrfach gelesen!

Am schwersten wiegt für uns der Hinweis auf sexistische Kommentare. Das ist für uns kein Kritikpunkt unter anderen, sondern ein Vorwurf, den wir nicht hinnehmen. Sexistisches Verhalten hat bei uns keinen Platz! Wir werden dem intern nachgehen und eine Untersuchung einleiten. Wenn Du bereit bist, uns dabei zu helfen, die konkreten Vorfälle aufzuklären, steht Dir dafür die CGM-Ethics-Line zur Verfügung, über die Du Deinen Hinweis vertraulich oder anonym übermitteln kannst: https://cgm-ethics-line.speakup.report/cgm-ethics-line, oder wende Dich an einen HR-Ansprechpartner Deines Vertrauens, gerne auch direkt an mich.

Zum Thema Führungskräfte-Training: Diese Situation sehen wir nicht als strukturelles Problem. Wir bieten Trainings für Führungskräfte in unterschiedlichen Seniority-Leveln an und haben zuletzt verpflichtende Trainings für neue und bestehende Führungskräfte eingeführt. Sollte dennoch jemand durchs Raster gefallen sein, wollen wir das wissen und werden dazu einen expliziten Check am Standort machen.

Zum Motto "Speed is all that matters": Wir verstehen, dass diese Botschaft im Krankenhaussoftware-Umfeld, wo Qualität im Vordergrund steht, zunächst zu kurz greifen kann. Gemeint ist die Geschwindigkeit, mit der wir uns als Organisation an ein Umfeld anpassen müssen, das durch VUCA und AI geprägt ist, denn wer hier nicht mithält, riskiert langfristig auch die Qualität und Zukunftsfähigkeit des Produkts. Dass diese Unterscheidung nicht klar genug kommuniziert wurde, nehmen wir als Kritikpunkt mit.

Wir haben auch das Positive nicht überlesen: Dass Du den Zusammenhalt im Team als "super" beschreibst, freut uns besonders, denn das wird von den Menschen selbst getragen. Auch Dein Feedback zur Work-Life-Balance und dazu, dass Team, Produkt und Arbeit Dich im Unternehmen halten, zeigt uns: Die Substanz ist da, auf der wir aufbauen können und müssen.

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Wie läuft deine Arbeitswoche?

Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.