Work. Burn. Repeat.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Wer Freude an Dauerstress, Konkurrenzkampf und spontanen Schuldzuweisungen hat, wird sich hier pudelwohl fühlen. Wer dagegen auf echte Führung, Respekt und ein Leben außerhalb der Arbeitszeit Wert legt – lieber weiterscrollen.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Alles, was bereits beschrieben wurde – und zusätzlich, dass man sich nicht immer an die eigenen Verträge hält.
Arbeitsatmosphäre
Das Wiener Office ist modern und könnte eigentlich ein angenehmer Arbeitsplatz sein – wäre da nicht die ausgeprägte Leidenschaft fürs Tratschen. Manchmal hat man das Gefühl, im Flurfunk wird mehr Energie investiert als in die eigentlichen Projekte. Besonders „interessant“ wird es, wenn Vorgesetzte über ehemalige Kolleg:innen lästern, die das Unternehmen bereits verlassen haben – natürlich mit detaillierter Analyse, was diese alles falsch gemacht und wie sie die Firma angeblich „verraten“ haben.
Work-Life-Balance
Work ist Life – Balance ist eher ein Gerücht. Überstunden sind nicht nur selbstverständlich, sie gehören quasi zum guten Ton. Wer pünktlich geht, wird schräg angeschaut – schließlich gibt’s ja noch Mails, die dringend um 22:37 Uhr beantwortet werden müssen.
Kollegenzusammenhalt
Im Consulting nennt man es wohl „individuelle Exzellenz“, andere würden sagen: jeder gegen jeden. Gemeinsamkeit zeigt sich höchstens beim kollektiven Augenrollen über das nächste unrealistische Projektziel.
Vorgesetztenverhalten
Hier könnte man wirklich ein ganzes Musical drüber schreiben. Fehlerkultur? Aber sicher – die Mitarbeiter machen sie, die Führung zeigt drauf. Besonders sehenswert: Wenn der Vorgesetzte vor dem Kunden mal wieder seine eigenen Leute unter den Bus wirft – garantiert der spannendste Teil jedes Meetings.
Ein weiteres Highlight: Wenn man am Freitag um 17 Uhr vom Partner mit herrischem Tonfall angewiesen wird: „Ich brauche, dass das bis Montagvormittag fertig ist .“ Freizeit?

