Gute Atmosphäre, abwechslungsreiche und fordernde Aufgaben
Gut am Arbeitgeber finde ich
Die Croma ist ein Familienbetrieb, an dem mittlerweile, so weit ich das weiß, auch Investoren beteiligt sind. Man merkt trotzdem an der Gründerfamilie, dass ihnen die Firma am Herzen liegt. Außerdem wird hier nicht einfach die Idee des Gründers fortgeführt, bis die Konkurrenz etwas besseres hat, sondern die Croma ist wirklich sehr aktiv und innovativ dabei, in neue Produkte und Ideen zu investieren und langfristig am Markt konkurrenzfähig zu bleiben.
Arbeitsatmosphäre
Es herrscht eine angenehme, eher gelassene Atmosphäre trotz hoher Auslastung, Humor hat seinen Platz im Alltag.
Image
Nachdem ich mehrmals darauf angesprochen wurde in der Richtung "bei der Croma soll es ja nicht so gut sein", möchte ich hier betonen, dass das Image vielleicht (noch) nicht so gut sein mag, meine Erfahrung war durchwegs gut und ich habe mich sehr wohlgefühlt hier, ich empfehle die Firma ohne Zögern weiter.
Work-Life-Balance
Das ist sicher nicht überall so, aber in meinen Positionen konnte ich das ganz gut selbst steuern. Das heißt, ich habe bei Bedarf teilweise wirklich viel gearbeitet, konnte mir dafür auch wieder ruhigere Phasen bewusst schaffen, indem ich mich um weniger Themen aktiv angenommen habe.
Karriere/Weiterbildung
Hier gab es einige Einsparungen; allerdings muss man sagen, dass ein paar wirklich gute Trainings möglich waren, wenn der Trainer ins Haus gekommen ist und individuell für die Croma ein Training angeboten hat. Da ist bei Bedarf Eigeninitiative notwendig. Das ist natürlich günstiger, hat nebenbei auch den Vorteil eines integrierten Teambuildings und der Vernetzung; wenn das weiter so gehandhabt wird, ist das schon in Ordnung so.
Gehalt/Benefits
Die Croma hatte lange den Ruf, niedrige Gehälter zu zahlen; das hat sich in den letzten Jahren ohnehin verbessert und mit dem Wechsel des Kollektivvertrags zur Chemischen Industrie komplett ausgeglichen. Aus meiner Sicht zahlt die Croma absolut wettbewerbsfähige Gehälter und bietet darüber hinaus auch noch einiges an Sozialleistungen.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Grundsätzlich ok, was die Mülltrennung betrifft, könnte es etwas besser sein. Besonders gefallen hat mir, dass auch seitens der Produktion (wo schließlich mengenmäßig der meiste Müll anfällt) darauf geachtet wird, dass man nicht leichtfertig noch mehr einpackt und abdeckt, sofern es nicht unbedingt nötig ist, um eben Müll gar nicht erst zu verursachen.
Kollegenzusammenhalt
5 Sterne - bedarf nicht vieler zusätzlicher Worte, ich hab mich immer sehr wohlgefühlt.
Umgang mit älteren Kollegen
Ich habe hier fünf Sterne vergeben, weil ich nie etwas von einem schlechten Umgang bemerkt hätte. Während meiner Zeit sind einige KollegInnen in Pension gegangen, man kann also nicht sagen, die Croma würde ältere Arbeitskräfte frühzeitig "entsorgen".
Vorgesetztenverhalten
Der Umgang seitens der Vorgesetzten ist sehr fair (das trifft für die Croma ganz allgemein zu). Bei fachlichen Diskussionen war jede Stimme, Meinung und Vorschlag willkommen und wurde auf Augenhöhe diskutiert.
Arbeitsbedingungen
Grundsätzlich gut, die Büroräume und die Infrastruktur sind absolut ausreichend. Ich persönlich war nicht ganz glücklich mit dem Großraumbüro , das wirklich groß ist und dementsprechend oft ein bisschen laut. Ist aber auch Geschmacksache; ein paar Dinge könnte man da sicher noch verbessern.
Kommunikation
Was die täglichen Aufgaben innerhalb der Firma betrifft, ist die Kommunikation recht gut, punktuell kann es schon mal vorkommen, dass KollegInnen, die schon lange in der Firma sind und eine entsprechende Vertrautheit haben, mal vergessen, andere einzubinden. Ansonsten kann man sehr viel selbst steuern durch proaktive Kommunikation, man kann jeden alles Fragen und bekommt bereitwillig Auskunft.
Die Kommunikation von der Geschäftsleitung zur Belegschaft könnte besser sein, insbesondere in Phasen, in denen es der Firma nicht so gut gegangen ist. Das ist allerdings fast überall so, und ich könnte nicht sagen, dass dies bei der Croma besonders schlecht wäre - Durchschnitt halt, aber das könnte man sicher verbessern, ohne dabei das Gesicht zu verlieren.
Gleichberechtigung
Die Belegschaft ist international in einem Ausmaß, wie es sich für eine österreichische Firma halt ergibt. Bezüglich sonstiger Orientierungen gab es nie ein Thema oder Gerede, ich hätte absolut nie etwas gemerkt, dass dies ein Problem gewesen wäre.
Interessante Aufgaben
Auch hier wieder: Das ist in manchen Positionen sicher anders, bei mir kann ich sagen, dass ich mit sehr vielen verschiedenen Themen konfrontiert war, und mich in vieles einbringen konnte, was nicht in meiner Job Description stand. Es gab auch oft die Möglichkeit, interessante Aufgaben und Kleinprojekte zu übernehmen, die bezüglich der Verantwortlichkeit im Graubereich lagen oder wenn die eigentlichen Verantwortlichen gerade keine Ressourcen hatten. Diese Flexibilität hat mir viel Abwechslung geboten, und ist optimal für die Firma selbst, um Arbeitsspitzen und Engpässe zu kompensieren.
