Große Erwartungen – ernüchternde Realität
Gut am Arbeitgeber finde ich
Im Team auf gleicher Ebene habe ich einen sehr guten Zusammenhalt erlebt. Der kollegiale Austausch war unterstützend und hat den Arbeitsalltag deutlich erleichtert. Außerdem wurde Homeoffice ermöglicht, was für Flexibilität im Alltag gesorgt hat und positiv zur Work-Life-Situation beigetragen hat.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Die hohe Arbeitsbelastung, den dauerhaften Leistungsdruck sowie die aus meiner Sicht wenig transparente und teilweise schwer greifbare Führung auf höherer Ebene. Insgesamt war die Arbeitsdynamik sehr intensiv und fordernd.
Verbesserungsvorschläge
Ich habe mich bewusst dafür entschieden, mir trotz zahlreicher Warnungen im Vorfeld ein eigenes Bild zu machen. Leider haben sich viele der kritischen Stimmen im Nachhinein bestätigt.
Meine Zeit bei der Cura Cosmetics Group, insbesondere im Bereich Cura Competence sowie im Team rund um Produktmanagement und Produktmarketing von Judith Williams Cosmetics, war geprägt von sehr hoher Arbeitsbelastung, dauerhaftem Druck und wenig Wertschätzung für geleisteten Einsatz. Die Erwartungen waren konstant hoch – unabhängig von Ressourcen, Zeit oder realistischer Umsetzbarkeit.
Die Führungsstruktur, insbesondere auf höherer Ebene (Vice President, Head-of-Positionen), habe ich als distanziert und wenig nahbar erlebt. Trotz viel Engagement und zusätzlichem Einsatz hatte ich häufig das Gefühl, den Anforderungen nie wirklich gerecht werden zu können, da Ergebnisse regelmäßig grundlegend überarbeitet oder neu definiert wurden. Klare Leitplanken und konstruktives Feedback fehlten aus meiner Sicht oft.
Es wurde viel von modernen Strukturen, Rollenmodellen und psychologischer Sicherheit gesprochen. Meine persönliche Erfahrung war jedoch, dass Veränderungen sehr kurzfristig erfolgen konnten und Stabilität im Team nicht gegeben war. Die Fluktuation habe ich als überdurchschnittlich hoch wahrgenommen – teilweise wechselte das Team innerhalb weniger Jahre fast vollständig.
Die Arbeitsbelastung war dauerhaft hoch. Überstunden und Erreichbarkeit außerhalb klassischer Arbeitszeiten wurden stillschweigend erwartet. Besonders belastend waren die permanenten „Peak“-Phasen, die sich faktisch über das gesamte Jahr zogen. Eine nachhaltige Entlastung oder strukturelle Anpassung konnte ich nicht erkennen.
Für mich persönlich war diese Zeit sehr herausfordernd – fachlich wie auch gesundheitlich. Rückblickend würde ich diese Entscheidung nicht noch einmal treffen.

