Gute Arbeitsbedingungen aber wenig Perspektive und negative Tendenz
Gut am Arbeitgeber finde ich
Die flexible Arbeitsbedingungen wobei das eher meinem nachsichtigen Vorgesetzten zu verdanken ist, statt HR.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Die mangelnde Flexibilität durch HR, die manchmal sogar gewollt vorkommt um bei Kündigungswellen sie quote der freiwilligen Abgänge zu erhöhen.
Verbesserungsvorschläge
Mehr verbindliche Zeit und Möglichkeit schaffen für die persönliche Weiterentwicklung. Mehr Fokus auf Basisentwicklung. Einen Weg als Techniker Karriere zu machen ohne im Management wechseln zu müssen. Eine gerechte Entlohnung oder Belohnung für dauerhafte oder zeitlich befristete Aufgaben die über die normale Rollenbeschreibung hinausgeht.
Arbeitsatmosphäre
Kollegialer Zusammenhalt. Führungskräfte loben wo angebracht aber Lob verwandelt sich selten bis nie in größere Formen der Anerkennung. Zudem gibt es dauerhaft sorgen über weitere Abbau Maßnahmen und einen Strategie, dass die F&E am Standort Wattens wenig Perspektive gibt.
Image
Swarovski steht nur mit negative Schlagzeilen in den Medien. Das sagt viel über das Image der Firma in Tirol aus. Weltweit mag das Image positiver sein aber das hilft den Standort Wattens nicht.
Work-Life-Balance
38std - 2 Tage Home Office - Gleitzeit ohne Kernzeit - Hybrides arbeiten - Arbeit die sich relativ flexibel einteilen lässt.
Karriere/Weiterbildung
Wie bereits erwähnt, weniger Eigenentwicklung und Basisentwicklung, gekoppelt mir Überlastung im Alltagsgeschäft führt zu wenige Entwicklungsmöglichkeiten im Projektalltag. Messe Besuche wurden aufgrund von Sparmaßnahmen in den letzten Jahren gestrichen. Intern gibt es selten bis nie Aufstiegswege für die technische Karriere wie z.B. Expertenrollen.
Gehalt/Benefits
Sozialleistungen werden immer weniger und ggf. nicht an die Inflation angepasst.
Gehalt auf Papier ist gut. Allerdings werden unter den Vorwand der "lateralen Führung" immer mehr Management und Team-Leitung Aufgaben an Mitarbeiter abgegeben, die keine Führungsrolle haben. Diese zusätzliche Verantwortung wird allerdings weder gerecht entlohnt noch einzeln belohnt sollte es sich um befristete Aufgaben handeln. Auf Dauer führt dies zu eine "silent quitting" Haltung wo der Mitarbeiter nur das Notwendigste tut was ihn laut Vertrag obliegt.
Umgang mit älteren Kollegen
Aus meiner Sicht wird in der F&E gut mit ältere Kollegen umgegangen.
Vorgesetztenverhalten
Die direkte Führungskräfte sind relativ gut hinsichtlich Kommunikation und nachsichtigkeit. Die Geschäftsführung dagegen präsentiert sich oft als wären sie Rockstars mit pompöse Auftritte zu knallende Rockmusik. Das kommt zumindest bei mir schlecht an, da die Fassade eher von der fehlenden Substanz ablenkt.
Kritische Fragen zum Standort werden oft nicht oder zu schwammig beantwortet.
Kommunikation
Hat sich etwas gebessert in den letzten par Jahren vor allem dank der Offenheit vom aktuellen General Manager des Standortes. Vieles wird jedoch immer noch erst über Gerüchte erfahren, kurz darauf gefolgt von einen TT Artikel, bevor es eine offizielle Kommunikation gibt. Zudem sind erhaltene information zur Auftragslage, die Auslastung vom Standort Wattens und die Herkunft der verkauften Artikel, oft widersprüchlich. Für den Mitarbeiter gibt es kaum öffentliche einsehbare live Daten um die Gerüchte die man hört zu untermauern oder dementieren.
Gleichberechtigung
Die F&E besteht fasst ausschließlich aus Männer. Daher kann ich nicht dazu kommentieren.
Interessante Aufgaben
Leider geht die Tendenz in der F&E immer mehr Richtung Wartung und Erhaltung bestehender Anlagen oder Projektplanung für Projekte die technisch im Ausland abgewickelt werden sollen. Überauslastung bestehender Arbeitskräfte im Alltagsgeschäft Basisentwicklung gibt es kaum noch. Eigenentwicklung von Anlagen wird zudem immer weniger. Dadurch gibt es für Techniker immer weniger interessante Aufgaben und immer weniger Zukunftsperspektiven.

