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Bewertung

"Man soll so arbeiten, als wäre es die eigene Firma" – Gehalt bleibt trotzdem gleich...

2,4
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat bis 2025 im Bereich Marketing / Produktmanagement in Linz gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Die Philosophie/das Konzept sowie den süßen Bürohund.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Den Führungsstil des CEOs & den COO und allgemein die ganze Struktur dieses Unternehmens.

Verbesserungsvorschläge

Die Mitarbeiter so behandeln und die Arbeitsatmosphäre so schaffen wie man sich nach außen auch präsentiert. Ich verstehe, dass sich die Firma noch im Wachstum befindet und viele Herausforderungen bestehen, aber das rechtfertigt nicht, sämtliche Basics für eine gute Atmosphäre und guten Umgang im Team nicht bereitzustellen.

Arbeitsatmosphäre

Lob kam eher selten, dafür umso schneller sämtliche Kritik. An sich auch cool, dass das Team vermehrt aus jungen Personen besteht aber nach vielen Missverständnissen, Problemen oder auch Auseinandersetzungen glaube ich, dass eher junge Leute eingestellt werden weil sie leichter zu beeinflussen sind und bei unangebrachte Meldungen nicht immer dagegen reden.

Image

Aus Kundensicht wirken dieFITMACHER super und innovativ, besonders weil der Kunde ganzheitlich betreut wird. Durch die Betreuung der Testimonials und Sportler wirkt es umso mehr "High-End".

Nun denn, für mich als Angestellte war dass alles anderes als "High End". Ich war oft unter sehr viel Stress, was angefangen hat mich auch mental zu belasten. Und nicht nur ich wurde belastet, sondern auch andere Mitarbeiter. Und dass kann einfach nicht sein, dass eine Firma, die sich als DAS innovativste und ganzheitlichste Gesundheitsunternehmen verkauft, ihre Mitarbeiter so widersprüchlich behandelt.

Work-Life-Balance

An sich ok. Manchmal kamen viele spontane Anfragen, die natürlich sofort erledigt werden mussten und somit ein paar Überstunden entstanden.

Gehalt/Benefits

Gehalt war ok.
Beim Bewerbungsgespräch wurde mir auch gesagt, dass man "so arbeiten soll, als wäre es die eigene Firma"... tja, dann sollte ich auch so bezahlt werden, als wäre es meine eigene Firma oder nicht?

Was Benefits betrifft bekommt man die Produkte vergünstigt sowie die gesundheitliche Leistungen, die angeboten werden, kann man gratis ausprobieren.

Kollegenzusammenhalt

In meinem Bereich hats voll gepasst und fand die meisten Kollegen voll lieb und bodenständig.

Vorgesetztenverhalten

Naja, es lässt zum Wünschen übrig. In meiner Zeit habe ich ein paar Mal miterlebt, wie zwischen CEO und Mitarbeiter laut diskutiert wurde. Natürlich können manche Themen mal hitzig werden, aber dass es soweit geht, vom CEO angeschrien zu werden ist gar nicht ok.

Meiner Meinung nach soll so etwas in einem vom CEO ernannten "High-End" Unternehmen nicht vorkommen.

Arbeitsbedingungen

Die Büroraumaufteilung war oft nicht optimal weil zum Teil fremde Personen wie auch Testimonials für gesundheitliche Termine oder sonstigem durch die Räume gehen mussten um zu einem anderem Raum zu gelangen, und somit den Workflow störten. Aber an sich waren es moderne teilweise kahle Räumlichkeiten.

Kommunikation

Es gab jede Woche ein dreistündiges Meeting, was wertvolle effiziente Arbeitszeit in Anspruch nahm, aber anscheinend unbedingt nötig war für ein Start Up. In diesen Meetings werden auch oft Mitarbeiter vom CEO runtergemacht und in Frage gestellt, warum manche Projekte nicht weiter voran gehen... vielleicht schon mal über den Führungsstil nachgedacht?

Professionelle Vorschläge zu Projekten wurden manchmal auch mit einem typischen Argument wie "ja versteh ich, aber so will ich es nicht machen..." totgeschlagen.

Während meiner Kündigungsfrist befand ich mich in einer gesundheitlich sehr belastenden Situation und das passte der COO natürlich gar nicht. Sie wies mich sofort darauf hin, wer denn nun die Aufgaben erledigen soll und wer den neuen Mitarbeiter einschult. Tut mir Leid, aber zu diesen Zeitpunkt hatte ich ganz andere Sorgen, als mir Gedanken über dein Business zu machen.

Interessante Aufgaben

Ich fand meine Aufgaben sehr cool und habe viel dazu gelernt, besonders weil ich mich kreativ austoben konnte. Wurde leider in meiner Kündigungsfrist übertrieben viel mit Aufgaben überseht. Interessantes Timing.


Karriere/Weiterbildung

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Umgang mit älteren Kollegen

Gleichberechtigung

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Arbeitgeber-Kommentar

Bernadette VierlingerCOO

Liebe ehemalige Kollegin,

vielen Dank für deine Bewertung. Es freut uns, dass du unser Konzept und unsere Philosophie positiv erlebt hast, deine Aufgaben interessant fandest, dich kreativ einbringen konntest und auch den Zusammenhalt mit deinen Kolleginnen und Kollegen als sehr gut beschreibst.

Gleichzeitig finden wir es schade, dass du andere Aspekte deiner Zeit bei uns so kritisch erlebt hast. Wahrnehmungen und Erwartungen können gerade bei Themen wie Führung und Zusammenarbeit sehr unterschiedlich sein. Einige Punkte haben wir aus unserer gemeinsamen Zeit anders in Erinnerung, weshalb wir gerne auch unsere Perspektive dazu darstellen möchten.

Zum Thema Führung möchten wir gar nicht behaupten, dass bei uns immer alles perfekt läuft. Als eigentümergeführtes Unternehmen arbeiten bei uns unterschiedliche Persönlichkeiten mit unterschiedlichen Führungsstilen sehr eng zusammen. Entscheidungen werden direkt diskutiert, Erwartungen klar ausgesprochen und dabei kann es auch einmal emotionaler werden. Wir wissen, dass diese direkte Art nicht für jeden gleichermaßen passend ist und reflektieren auch selbst, wo wir uns verbessern können. Gleichzeitig wünschen wir uns eine Unternehmenskultur, in der offen diskutiert, Verantwortung übernommen und gemeinsam an Lösungen gearbeitet wird.

Für ein Unternehmen unserer Größe investieren wir viel in Kommunikation und Miteinander: 14-tägige Teammeetings, bei denen sich jeder einbringen kann, regelmäßiger direkter Austausch mit der Geschäftsführung, After-Works und gemeinsame Firmenevents gehören für uns dazu. Trotzdem machen auch wir nicht alles richtig und entwickeln uns laufend weiter.

Da ich als COO persönlich angesprochen werde, trifft mich die Bewertung meines Führungsstils tatsächlich auch persönlich. Ich habe während deiner gesamten Zeit bei uns immer wieder das direkte Gespräch mit dir gesucht, mich mit dir über deine Situation ausgetauscht und versucht, Verständnis für deine Anliegen zu zeigen. Auch deinem Wunsch nach einer Stundenreduktion haben wir innerhalb kürzester Zeit entsprochen. Darüber hinaus wurde dir mehrfach Unterstützung aus den bei uns vorhandenen professionellen medizinischen Strukturen angeboten, die du für dich nicht in Anspruch nehmen wolltest. Das haben wir selbstverständlich respektiert.

Aus meiner Sicht war unser Austausch während der gesamten Zusammenarbeit offen, wertschätzend und von viel Verständnis für deine persönliche Situation geprägt. Dass du meinen Führungsstil rückblickend dennoch so negativ beurteilst, überrascht mich daher und entspricht nicht meiner Wahrnehmung unserer Zusammenarbeit.

Gleichzeitig gab es während deiner wenigen Monate bei uns wiederholt Ausfälle. Natürlich können persönliche Belastungen entstehen und dafür soll auch Platz sein. In einem kleinen Team bedeutet jeder Ausfall aber gleichzeitig, dass Aufgaben von anderen Kolleginnen und Kollegen übernommen werden müssen. Auch diese Perspektive gehört für uns zu einem fairen Blick auf die Arbeitsbelastung eines Teams.

Dass die Work-Life-Balance gleichzeitig als „ok“ bewertet wird, passt für uns nur schwer zur beschriebenen generellen Überlastung. Wie aus der eigenen Situation auf die Belastung anderer Mitarbeitender geschlossen werden kann, können wir ebenfalls nicht beurteilen. Viele unserer Kolleginnen und Kollegen begleiten uns bereits seit mehreren Jahren.

Unsere Gehälter liegen deutlich über dem Kollektivvertrag. Die zitierte Aussage, man solle arbeiten, „als wäre es die eigene Firma“, wurde in dieser Form nicht getätigt. Was wir sehr wohl immer wieder sagen: Wir suchen „Unternehmer im Unternehmen“ – Menschen, die eigenverantwortlich mitdenken, gestalten und Verantwortung für ihren Bereich übernehmen. Das ist eine Frage des Mindsets und keine Aussage über Eigentum oder Vergütung.

Auch einige weitere Darstellungen entsprechen aus unserer Sicht nicht den Tatsachen. Gesundheitliche Termine finden beispielsweise in unseren dafür vorgesehenen Praxisräumlichkeiten und nicht in Büros statt.

Unsere regelmäßigen Meetings mit dem CEO und einem der Eigentümer sehen wir ebenfalls nicht als verlorene Arbeitszeit. Sie bieten die Möglichkeit, unmittelbar Einblick in unternehmerische Entscheidungen zu bekommen, Projekte zu diskutieren und von der Erfahrung eines Unternehmensgründers zu lernen. Gerade für Mitarbeitende, die sich beruflich entwickeln möchten, sehen wir darin eine Chance.

Auch die Darstellung bezüglich der Übergabe während deiner Kündigungsfrist entspricht so nicht dem tatsächlichen Ablauf. Natürlich haben wir Verständnis dafür, wenn jemand persönlich belastet ist. Gleichzeitig gehört es zu meiner Verantwortung, bei einem Ausscheiden zu klären, wie laufende Aufgaben übergeben werden und wer diese übernimmt. Daraus mangelndes Verständnis abzuleiten und dies mit „dein Business“ zu kommentieren, empfinde ich als unnötig abwertend. Es geht dabei nicht um „mein Business“, sondern auch um die Kolleginnen und Kollegen, die diese Aufgaben übernehmen müssen.

Wir hätten uns gewünscht, dass die durchaus vorhandenen positiven Erfahrungen und die gegenseitige Wertschätzung während unserer Zusammenarbeit auch in deiner Bewertung stärker Platz finden. Unterschiedliche Erwartungen an Führung und Unternehmenskultur kann und darf es geben. Wir reflektieren Kritik und wissen, dass auch wir nicht alles richtig machen. Gleichzeitig erwarten wir bei aller Kritik eine faire, respektvolle und sachlich richtige Darstellung.

Wir wünschen dir für deinen weiteren beruflichen und persönlichen Weg alles Gute.

Bernadette

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Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.