Lass dich nicht mit Doppler Unternehmen ein
Gut am Arbeitgeber finde ich
Es gab kostenlose Getränke. Das ist schon das einzige Benefit das es überhaupt je gab. Fast - denn "Bushaltestelle" wird in aktuellen Stellenausschreibungen sogar aus Benefit verkauft. Sowas kann man nicht erfinden, aber wenn nichts vorhanden ist, verkauft man eben Normalität als Benefit.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Der Umgang mit den Mitarbeitenden ist absolut untragbar. Ich habe noch nie ein Unternehmen erlebt, dem das eigene Personal so gleichgültig ist. Man kann sich auf keinerlei Absprachen verlassen; mündliche Vereinbarungen werden im Nachhinein einseitig verändert. Zudem herrscht eine ständige Existenzangst, da Kündigungen willkürlich wirken.
Vorschläge von Fachpersonal werden konsequent und ohne jede Begründung ignoriert. Man bekommt täglich das Gefühl und die Bestätigung vermittelt, als Arbeitskraft nichts wert zu sein. Business Entscheidungen sind oft nicht nachvollziehbar.
Besonders kritisch ist die aktuelle Strategie des Managements in Wels: Langjährige Mitarbeitende werden durch externe pder neue (billige) Kräfte ersetzt, die die Business-Logik nicht verstehen. Es scheint System zu haben, dass niemand „zu viel Wissen“ anhäufen darf - das trifft besonders auf neu Eingestellte Kräfte in Wels zu - Abteilungsübergreifend. Alles wird mit aller Gewalt nach Wels verlagert – koste es, was es wolle. Dafür hat sich die Firma zeitgleich auf einen Schlag von ihrem gesamten Kernwissen der ehemaligen Primagaz aus Kirchbichl verabschiedet.
Die Quittung für diese Fehlentscheidungen wird das Unternehmen im kommenden Jahr sehr deutlich zu spüren bekommen.
Verbesserungsvorschläge
Ich glaube nicht dass Verbessrungen überhaupt möglich sind. Erläuternd:
Seit der Übernahme der bis dato hervorragend aufgestellten Primagaz im Jahr 2024 durch die Doppler Holding hat sich die Firmenkultur drastisch verschlechtert. Durch die massiven Eingriffe des neuen Managements wurde ein ehemals funktionierendes Unternehmen sukzessive herabgewirtschaftet.
Anstatt Services zu modernisieren, wurden Benefits gestrichen, wichtige Know-how-Träger sowie sogar die Geschäftsführung entlassen und bewährte Prozesse verschlimmbessert.
Die Kommunikation der Führungsebene ist von Misstrauen geprägt. Sachliche Kritik an den veralteten Vorstellungen der Führung führt regelmäßig zu personellen Konsequenzen. Das Arbeitsklima ist durch Angst bestimmt; betreten Verantwortliche den Raum, erlischt jeglicher offene Austausch.
Es ist extrem bedauerlich zu sehen, wie ein absolut top funktionierendes Unternehmen strategisch demontiert wird. Fachabteilungen werden bei wichtigen Entscheidungen komplett ignoriert. Ehemals motivierende Firmenevents wurden gestrichen. Die eigentlichen Marktziele scheinen aus dem Fokus geraten zu sein, da man Feedback von der operativen Basis konsequent ignoriert.
Arbeitsatmosphäre
Der Umgang mit ausscheidendem Personal hat jedes Niveau verloren. Es kam vor, dass Arbeitsplätze und Tische von Kollegen bereits während deren Anwesenheit in den letzten Arbeitstagen demontiert wurden. Das signalisiert den verbleibenden Mitarbeitern nur eines: Du bist hier absolut nichts wert. Man muss jede Vereinbarung und Abrechnung penibel kontrollieren, da man sich auf mündliche oder erste schriftliche Zusagen leider nicht mehr verlassen kann.
Image
Wie schon in vielen Kommentaren geschrieben, lebt die Firma einzig und allein vom alten Image der damaligen Primagaz GmbH. Ich hoffe dass Kunden künftig erkennen, dass Dopgas nicht ist wie Primagaz war.
Karriere/Weiterbildung
Wie Vieles gibt es mündliche Zusagen - die dann aber nicht in die Realität umgesetzt werden.
Umgang mit älteren Kollegen
Es ist erschütternd zu sehen, wie hier mit langjährigen Mitarbeitern umgegangen wird, die teilweise über 15 Jahre loyal für das Unternehmen tätig waren. Statt Wertschätzung bei personellen Veränderungen zu zeigen, fühlt man sich als Unter-Nummer. Der Umgangston und die allgemeine Atmosphäre bei Besuchen der Führungskräfte aus der Zentrale in Wels werden von Vielen als herablassend und demotivierend empfunden. Man munkelt sogar vor jedem Besuch wem heute wieder ein Einlauf gemacht wird.
Vorgesetztenverhalten
Die Fluktuation ist mittlerweile enorm. Absprachen zu einvernehmlichen Trennungen oder Dienstfreistellungen wurden extrem unzuverlässig kommuniziert.
Angebote wurden teils zum Nachteil der Arbeitnehmer abgeändert oder verzögert, was das Vertrauensverhältnis komplett zerstört hat.
Die offene Kommunikation wird im Keim erstickt. Kritik wird intern nicht konstruktiv gelöst, sondern führt im Alltag im schlimmsten Fall zu schnellen personellen Konsequenzen nach dem Motto: „Wenn du nicht funktionierst, wirst du ersetzt“.
Sogar das Löschen von kritischem Feedback auf Bewertungsplattformen scheint hier zur Standard-Strategie zu gehören, anstatt sich den realen Problemen an der Basis zu stellen. Ich bin gespannt wenn hier die gefälschten positiv Einträge anfangen, das wäre nämlich eine typische Reaktion dieses Unternehmens auf Probleme zu reagieren.
Dass nun mit aller Kraft versucht wird, Kritik über Plattform-Meldungen zu entfernen, oder leicht identifizierbare fake-positiv-bewertungen anzubringen bestätigt für mich nur die Schwächen in der Feedbackkultur.
Kommunikation
Die interne Kommunikation gleicht einer fiktiven Serie und entbehrt jeglicher Realität. Informationen, die an die Belegschaft weitergegeben werden, haben keinerlei Substanz – vieles erweist sich im Nachhinein schlichtweg als Unwahrheit.
Die Ironie: Bei einer Mitarbeiterbefragung mit hunderten Meldungen griff die Führung nur die „mangelnde Kommunikation“ auf. Das trifft es zwar, aber auf anderer Ebene: Kommunikation funktioniert nicht, wenn Aussagen für die Belegschaft nicht verlässlich sind, man das Gefühl hat, unvollständig informiert zu werden, und das Vertrauen fehlt.
Nun musste ich meine Bewertungs-Texte ändern da Dopgas versucht hat meine zu entfernen (meldung über Kununu). Ich lache nur über diese Kritik-Unfähigkeit.
