Guter Arbeitgeber, aber nicht der beste Österreichs.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Das es ein Mitarbeiterrestaurant und Kiosk gibt. Es gibt auch Busse die man kostenfrei nutzen darf um in die Arbeit zu kommen, es werden auch div. Veranstaltungen veranstaltet (EGGER Fest), eigene IT Abteilung, Arbeitsgeräte, vielfältige Themenbereiche - es gibt immer was zu tun. Die HR Abteilung soll sich mehr für MitarbeiterInnen einsetzen und weniger für die Firma. Das erwarte ich mir von HUMAN Ressources.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Das wenig bzw. nichts getan wird, wenn mal Feedback zu gewissen Themen wie Entlohnung oder "schlechte" Führungskräfte / Arbeitsklima etc. kommt. Und auch die Angst die MitarbeiterInnen vor Feedback geben haben - da es oft Situationen in der Vergangenheit gab (in diversen Abteilungen) wo man auch mal aufgrund vom Feedback geben entlassen wurde - kommt natürlich aufs Feedback und andere Punkt an, aber dennoch, das find ich geht gar nicht. Man soll sich nicht in einer Lage gefangen fühlen und Angst vorm Ansprechen des Problems haben egal um welche Hierarchie es geht.
Verbesserungsvorschläge
Bottom Up Prinzip einsetzten - MitarbeiterInnen mehr zutrauen und sie einbeziehen und wertschätzen. Innovativere Denkweisen fördern - weniger "war immer schon so". Lösungen nicht in der Vergangenheit zu suchen - sondern anders denken - bspw. HomeOffice....statt es aufgrund von mangelndem Vertrauen zu Canceln, vielleicht mal nach Lösungen zu suchen wie es denn funktionieren könnte. HomeOffice ist ein Benefit welches EGGER als großer internationaler Arbeitgeber einfach nicht verlieren darf! Lohnanpassungen dringend vornehmen. Hinhören und auch was tun und nicht nur Feedback in einer Mappe ablegen. Führungskräfte unbedingt austauschen oder gezielt beobachten und verpflichten Workshops zum Thema Führung jährlich zu besuchen!
Hierarchien streichen - es gibt zu viele!
Mehr wieder zum Familienunternehmen zurück und weg vom Konzerndenken - Menschen wieder wie Menschen behandeln und nicht als Nummern die austauschbar sind. Sowas trifft loyale und langjährige MitarbeiterInnen mitten ins Herz - das sollte gesehen werden.
Arbeitsatmosphäre
Leider sehr viel Ellbogenmentalität
Kommunikation
Schlechte Kommunikation, kaum Transparenz, kaum Augenhöhe
Kollegenzusammenhalt
Durch die Ellbogenmentalität und die schlechte Kommunikation schlägt sich das auf den Kollegenzusammenhalt nieder. Es bilden sich somit Gruppen und Misstrauen wird geweckt.
Work-Life-Balance
Es wird viel gefordert, was nicht unbedingt schlecht ist, ABER zu wenig zurückgeben - man opfert sich für die Firma auf und gibt alles ohne dass man Wertschätzung zurückbekommt; HomeOffice wird gecancelled, Urlaub kann man sich allerdings fast jederzeit nehmen - zumindest im Marketing. Bei Website Relaunches, neuen Kollektionen oder anderen großen Projekten wird auch mal bis spät in die Nacht gearbeitet, auch am Wochenende wenns sein muss, was glaub ich nicht so schlimm wäre WENN man mal wertgeschätzt wird
Vorgesetztenverhalten
Schlechte Kommunikation, kaum Transparenz, keine Augenhöhe, sehr hirarchisch, wenig Gleichbehandlung der MitarbeiterInnen, viel Mülltonnenarbeit durch ständige Änderungen und unklaren Aufgaben und Erwartungshaltungen, MitarbeiterInnen werden nicht in Entscheidungen miteinbezogen - es wird für sie entschieden - auch wenn sie aufeinmal ganz was anderes machen (andere Aufgaben/Themengebiete) müssen, obwohl sie das vielleicht gar nicht wollen - sie werden nicht gefragt. Ist leider im Marketing ganz üblich und finde ich sehr sehr schade.
Interessante Aufgaben
es gibt immer etwas zu tun und man widmet sich immer neuen Aufgaben. Man hat jedoch sehr selten mitentscheidungsrecht bzw wird nie eingebunden und wenn man selbst Ideen hat werden diese leider nicht wahrgenommen oder zugehört.
Gleichberechtigung
Es überwiegt der Männeranteil und das zieht sich bis zu den Führungsebenen durch - da fällts dann find ich ganz stark auf.
Umgang mit älteren Kollegen
langjährige MitarbeiterInnen werden leider auch nicht wirklich geschätzt. Was das Alter der Einstellungen angeht, würde ich behaupten, dass Mitte 40 die Grenze ist. Ich habe in all den Jahren nicht einmal erlebt, dass jemand eingestellt wird, der darüber älter ist, was jetzt nicht heißt, dass es nicht passiert. Überwiegend herrscht eher das Gegenteil, junge Menschen einstellen, da diese weniger Kosten. Leider wortwörtlich so von Führungskräften gehört - wieder bezogen auf meine Erfahrung im Marketing.
Arbeitsbedingungen
Technik ist meiner Meinung nach gut, wir haben auch eine eigene IT Abteilung. Die Bürosituation könnte besser sein, da noch viele in alten Büroräumen im Werk angesiedelt sind.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Laut Medien setzen sie da Wert drauf und vermitteln das auch intern so, wie es tatsächlich hinter den Kulissen aussieht kann ich nicht beurteilen.
Gehalt/Benefits
Die Gehälter entsprechen weder der Verantwortung noch der Loyalität oder Workload. Man kann sich sehr einsetzen und Projekte gut abschließen und jahrelang keine Gehaltsanpassung im Sinne von Erhöhungen und monetären Wertschätzung bekommen. Man kann sagen, dass zu 80% der Mitarbeitenden im Marketing nicht mit ihrem Gehalt zufrieden sind. Man hört aber auch von anderen Abteilungen ähnliches.
Image
Nach Außen hat EGGER denke ich ein gutes Image. Intern sieht das anders aus. Das Image stimmt nicht mit der Realität über ein.
Karriere/Weiterbildung
Es werden Weiterbildungen von der HR angeboten und gefördert, allerdings kommt dann im Endeffekt auf die eigene Führungskraft an ob die das fördern bzw. bezahlen wollen. Das muss man sich oft sehr erkämpfen und diskutieren um bestimmte Weiterbildungen besuchen zu dürfen.

