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Bewertung

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Solide, aber es gibt viele Baustellen

3,5
Empfohlen
Ex-FührungskraftHat zum Zeitpunkt der Bewertung nicht mehr für dieses Unternehmen in St. Johann im Pongau gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Teile der neuen GF haben sehr innovative und gute Ansätze um das Unternehmen in die richtige Richtung zu lenken. Ich hoffe man erkennt das und agiert gemeinsam statt einsam.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Man ist konsequent beratungsresistent wenn es um konstruktive Kritik geht. Es werden immer wieder dieselben Punkte bekrittelt und dennoch weigert man sich hier anzusetzen.

Verbesserungsvorschläge

Mehr auf die Mitarbeiter hören und unbedingt wieder psychologische Sicherheit vermitteln damit die Moral wieder steigt.
Führt doch Austrittsgespräche mit den Kollegen - es gibt sehr viel an wichtigen Feedback was nämlich dann über solche öffentliche Plattformen kommuniziert wird. Ich hätte sehr gern noch einiges mitgegeben.

Arbeitsatmosphäre

Durch viele gewollte aber auch ungewollte Veränderungen in den letzten Jahren kann man bei den Mitarbeitenden erkennen, dass sich eine gewisse Müdigkeit und Unsicherheit eingestellt hat. Dies zeigt sich auch am Stimmungsbarometer vieler Bereiche. Es muss wieder mehr Gefühl des Zusammenhalts entstehen. Teile der neuen GF sind bemüht das Ruder rumzureißen.

Image

Hier die die Kurve aktuell eher nach unten wobei man versucht mit einigen Maßnahmen entgegenzuwirken.

Work-Life-Balance

Regelung mit 2 Tagen HO finde ich grundsätzlich ok, wobei es bei vielen den Wunsch gibt hier etwas mehr Autonomie zu erhalten.

Karriere/Weiterbildung

Die "Miteinandergespräche" wären ein gutes Instrument, aber werden nicht genutzt um die Karrieren von Mitarbeitern zu fördern - hat den Charakter eines reinen Formalakt ohne Wirkung. Es ist allgemein sehr schwierig eine nachhaltige Karriere zu planen. Der Weg führt irgendwann zwingend über die Führungsebene, die allerdings nicht für jeden das Ziel ist. Weiterbildungen werden in üblichen Ausmaß gewährt, sofern bestimmte Kosten nicht überschritten werden - in solchen Fällen arbeitet man mit Rückzahlungsvereinbarungen.

Gehalt/Benefits

Es lebe der KV bis ST1. Bei Überzahlungen stellt man sich unfassbar destruktiv an. Benefits werden aktuell eher weniger als mehr, hier sehe ich viel Ausbaupotential. Beim Eintritt unbedingt gut verhandeln, danach wird nämlich nicht mehr viel passieren.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Hier zeigt man sich durchaus bemüht und es gibt KollegInnen die das Thema Sustainability wirklich intensiv vorantreiben. Mit dem Commitment der GF ist da sicher noch vieles möglich.

Kollegenzusammenhalt

Der Zusammenhalt war schon einmal besser. Es herrscht nach wie vor viel Unsicherheit und auch der Abgang von vielen langjährigen Mitarbeitern hat bei der Belegschaft einen besorgniserregenden Eindruck hinterlassen. Ich hatte nicht das Gefühl, dass man bemüht ist diese Leute zu halten oder das man sich die Mühe macht mit diesen Personen zu sprechen.

Umgang mit älteren Kollegen

Soweit ich es beurteilen kann gibt es da keine wirklichen Unterschiede im Umgang miteinander.

Vorgesetztenverhalten

Typisches Vorgehen - gute Mitarbeiter werden zu Führungspersonen befördert weil es ansonsten keine Möglichkeit gibt eine finanzielle Perspektive zu bieten. Was danach bleibt ist ein schmerzhaftes Gap im fachlichen Bereich und ein weiterer menschlicher Problemfall im Führungsbereich. Es fehlen auch jegliche verpflichtende Schulungen für Führungskräfte - das können ein paar optionale "Leader Talks" leider auch nicht kompensieren. Es gibt allerdings auch viele sehr bemühte und wirklich gute Führungskräfte mit denen ich zu tun hatte.

Arbeitsbedingungen

Gute und schöne Bürogebäude bzw. Gemeinschaftsräumlichkeiten. Haben in dieser Form nicht viele in Österreich. Equipment ist völlig ok, die IT ist hier auch sehr bemüht gute Lösungen zu finden.

Kommunikation

Es wurde viel angekündigt, aber bisher wenig umgesetzt. Keine Kommunikationsstrategie im Unternehmen vorhanden, jeder macht es so wie er will - so entstehen dann natürlich auch eigenständige Kommunikationskanäle unter der Belegschaft die wiederum kritisiert werden. Allgemein ist Kommunikation im Unternehmen sehr stark von kurzfristigen Aktionismus geprägt.

Gleichberechtigung

Starkes Gefällt zwischen Personen die im HQ sind und Personen die an den Standorten arbeiten. Teils sogar Unterschiede bei den Benefits mit sehr zynischen regionalen Anmerkungen - das geht gar nicht.

Interessante Aufgaben

Hängt natürlich vom jeweiligen Bereich ab. Man hat aber durchaus die Möglichkeit spannende Aufgaben zu finden sofern man danach sucht.

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Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.