Hör auf dein Herz!
Verbesserungsvorschläge
An der eigenen Nase packen
Sehr konfrontierende Selbstreflektion
Respekt, Wertschätzung, Dankbarkeit und Anerkennung insbesondere den Frauen gegenüber walten lassen.
Menschlichkeit und Herzlichkeit wieder an erste Stelle setzen.
Arbeitsatmosphäre
Meiner Wahrnehmung nach sind Lob und Dank (insbesondere von den Führungskräften und Vorgesetzten) selten zu hören. Man "funktioniert", wird als Frau "zum besseren, harten und emotionslosen Mann" und Menschlichkeit hat wenig Platz.
Unter Kollegen ist die Arbeitsatmosphäre gut. Kollegen unterstützen sich gegenseitig, sehen die Arbeit, die man leistet und man zieht meist gemeinsam an einem Strang.
Image
Aus meiner Wahrnehmung stimmt die Außenwirkung des Images immer weniger mit dem Empfinden der Mitarbeiter:innen überein.
Work-Life-Balance
Die Work-Life Balance passt gut.
Karriere/Weiterbildung
Es gibt Seminare und Trainings zur fachlichen und persönlichen Weiterbildung. Meines Wissens nach gibt es keine definierten Kriterien für einen Aufstieg oder sind maximal intransparent. Meiner Wahrnehmung nach erfolgen viele Aufstiege über Vitamin B.
Gehalt/Benefits
Gehälter werden grundsätzlich pünktlich bezahlt, entsprechen jedoch oftmals nicht den Leistungen und der Verantwortung der Mitarbeiter:innen. Die Gehaltsverhandlungen entsprechen mehr einem Bitten und Betteln als einer Verhandlung.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
In Punkten wie Photovoltaik, Mülltrennung oder auch E-Autos ist das Umweltbewusstsein vorhanden. Auf der anderen Seite wird jedoch auch viel unnötiger Müll durch z. B. Verpackungen des Gourmet-Essens produziert.
Kollegenzusammenhalt
Den Kollegenzusammenhalt habe ich im Großen und Ganzen als sehr gut empfunden. Man muss die "richtigen" Leute jedoch wissen und kennen. Auf der anderen Seite schieben sich Abteilungen auch gerne gegenseitig die Verantwortung zu, wodurch ein Vakuum entsteht und dadurch oftmals nichts vorangeht.
Umgang mit älteren Kollegen
Im Umgang mit älteren und lang gedienten Mitarbeitern habe ich unterschiedliche Erfahrungen gemacht. Langjährige Mitarbeiter wurden geehrt. Eine langjährige Mitarbeiterin hingegen wurde wenige Jahre vor der Pension gekündigt.
Vorgesetztenverhalten
Aus meiner Sicht waren meine Ziele immer realistisch und fair. Entscheidungen hingegen waren für mich selten nachvollziehbar und ich hatten an vielen Stellen das Gefühl, dass über die Köpfe von Mitarbeiter:innen hinweg entschieden wurde.
Arbeitsbedingungen
Die Arbeitsbedingungen sind gut.
Kommunikation
Die Informationslage (Dokumentation) als Grundlage für selbständiges und eigenverantwortliches Arbeiten ist an vielen Stellen dürftig und unzureichend. Der Informationsfluss zwischen den Abteilungen ist an vielen Stellen noch ausbaufähig (Silos). Ohne entsprechende Netzwerk unter den Kollegen erhält man Informationen sehr spät oder gar nicht.
Gleichberechtigung
Ich musste die Erfahrung machen, dass ich als Frau trotz meiner überdurchschnittlichen Kompetenzen, Fähigkeiten und persönlichen Stärken keine wirklichen Aufstiegschancen hatte. Mir wurde mündlich immer viel in Aussicht gestellt, aber wenn die Möglichkeit dazu bestand, wurde nichts davon in die Tat umgesetzt. Ich hatte in drei Jahren nicht das Gefühl, dass meine Arbeit wertgeschätzt wird. Ich war die fleißige Arbeiterbiene und den Ruhm/die Lorbeere n haben sich andere eingeheimst. Insgesamt habe ich das Gefühl, dass Frauen bewusst klein gehalten und nicht gleichermaßen gefördert werden, wie Kollegen.
Auch bei Benefits wie bspw. Firmenwagen ist ein starkes Gefälle zw. den Geschlechtern erkennbar.
Interessante Aufgaben
Man hat nicht nur Einfluss auf die Ausgestaltung seiner Aufgaben, sondern ist oftmals sogar dazu gezwungen, proaktiv Einfluss auf die Ausgestaltung seines Tätigkeitsfeldes zu nehmen. Die Arbeitsbelastung ist meiner Erfahrung nach nicht gerecht aufgeteilt. Wenn man seine Arbeitsbelastung nicht aktiv selbst mitsteuert und kontinuierlich eine Überlast aufzeigt, wird der Berg sehr schnell sehr groß.
