Inhaltlich ein Key Player im Großraum Linz, ungenutztes Potenzial bei Rahmenbedingungen
Arbeitsatmosphäre
Beim Thema Vertrauen gibt es Aufholbedarf. Ein gewisses Misstrauen schwingt immer mit - das müsste nicht so sein und verhindert, dass jeder die Leistung zeigt, die er eigentlich abrufen könnte.
Kommunikation
Kommunikation ist eine Schwäche des Unternehmens. Nicht immer hat man alle Informationen, um selbst die richtigen Entscheidungen treffen zu können. Nicht immer sind Anforderungen so klar, wie sie sein müssten. Wie beim "Vorgesetztenverhalten" ist das allerdings auch stark von den konkret handelnden Personen abhängig.
Kollegenzusammenhalt
Im Großen und Ganzen ist es ein Miteinander. Wie überall steht am Ende des Tages die eigene Agenda trotzdem auf Platz 1. Verschlechtert wird das, wenn Bonusmodelle den Blick auf die eigenen Tasks weiter forcieren. Das gibt es hier nicht mehr.
Work-Life-Balance
All-In-Vertrag oder Vertrag mit Zeitaufzeichnung. Beide Varianten haben Vor- und Nachteile. Wenn man selbst auf die geleisteten Stunden achtet, hat man auch bei All-In keine ausufernden Arbeitszeiten. Urlaub kann jederzeit und kurzfristig ohne Diskussionen konsumiert werden. Home Office ist auf 4 Tage pro Monat limitiert. Im Vergleich zur Konkurrenz ist das wenig.
Vorgesetztenverhalten
Wie die Schnittstelle zwischen Team und Management gestaltet wird, hängt stark vom jeweiligen Vorgesetzten ab. Es gibt positive und negative Beispiele im Unternehmen. Zieltermine sind durchgängig höhst ambitioniert, tendentiell zu ambitioniert und nicht immer hat man als Mitarbeiter einen Einfluss auf die zeitliche Zielsetzung. Eingebunden ist man bei der Detailplanung jedenfalls.
Interessante Aufgaben
Man hat einen unmittelbaren Einfluss auf das Produkt und vergleichsweise viel Handlungsspielraum bei der Umsetzung. Die Arbeitslast scheint grundsätzlich gut verteilt zu sein. Hotspots gibt es dennoch.
Gleichberechtigung
Mir wäre nicht aufgefallen, dass es hier einen Verbesserungsbedarf gäbe.
Umgang mit älteren Kollegen
Ich kann hier nur Positives berichten.
Arbeitsbedingungen
Modernes Equipment (höhenverstellbare Tische, Curved Monitore, Notebooks), ergonomische Sessel. Belüftung und Klimaanlage wurden überarbeitet und halten nun auch dem Hochsommer stand. Kollegen in angrenzenden Büros hört man praktisch nicht, obwohl Glaswände vorherrschen.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Auf Nachhaltigkeit wird geachtet. Firmenautos sind beispielsweise ausschließlich E-Autos (auch das Shuttle zum Bahnhof). Es gibt zentrale Wasserspender, anstatt Wasser in Flaschen bereitzustellen.
Gehalt/Benefits
Natürlich ist das stark vom jeweiligen Fall abhängig. Es gibt Beispiele, wo Gehaltserhöhungen vom Management ausgehen und das praktisch automatisch passiert. Es gibt andere Beispiele, wo man selbst immer wieder aktiv werden muss und dann potenziell kein Gehör findet, obwohl die Fakten eine andere Sprache sprechen. Im Vergleich zur Konkurrenz fällt die Entlohnung eher moderat aus.
Image
Es gibt das "alte" Image (aus Sicht des Arbeitnehmers) mit vielen Anekdoten, die ein negatives Bild zeichnen, aber ihren Ursprung in der mittlerweile überholten Vergangenheit haben. Dem gegenüber steht das "neue" Image, das im positiven Sinn sicherlich weitgehend zutrifft. Wie bei anderen Unternehmen wird nicht alles so gelebt, wie es nach außen präsentiert wird.
Karriere/Weiterbildung
Der Weg ist durch allgemein bekannte Rollen im Unternehmen vorgezeichnet. Das ist positiv, bedeutet aber auch, das abseits dieser managementlastigen Rollen wenig Potenzial für eine Aufwertung besteht. Bei der Konkurrenz wurden teilweise mehr Rollen geschaffen, um auch abseits des Managements aufsteigen zu können und man auch finanziell davon profitiert. Interne und externe Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es. Weiterbildungskosten werden nach 3 Jahren vollständig vom Unternehmen getragen.

