Ein interressanter Abschnitt meiner Karriere.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Viele Kräfte im Konzern bemühen sich um Veränderung in die richtige Richtung. Ich hoffe sehr, dass diese Kräfte nicht zu schnell müde werden.
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre ist kühl und geprägt von Vorsicht. Man gibt sich zwar betont locker, es ist aber greifbar, dass diese Lockerheit nur Show ist und man jederzeit damit rechnen muss, sich verteidigen zu müssen, wofür oder wogegen auch immer. Es herrscht eine "Du" Kultur.
Image
Es gibt wohl kein Unternehmen das mehr auf das eigene Image achtet, als Gebrüder Weiss. Die Arbeit der Marketingabteilung muss man einfach als großartig beschreiben.
Work-Life-Balance
Hier gibts nix zu beanstanden. Es wird auf alle Belange privater Natur rücksicht genommen, solange sie den Betriebsablauf nicht maßgeblich stören.
Karriere/Weiterbildung
Es gibt Möglichkeiten sich intern und extern fortzubilden. Der Katalog ist gut gefüllt. Wenn die Führungskraft den Nutzen auch erkennt, ist das Angebot niederschwellig verfügbar.
Gehalt/Benefits
Gute Bezahlung, pünktlich am Konto, hier gab es nie was. Einzig, Vorrückungen im Kollektivvertrag werden nicht hinzugerechnet, sondern verringern lediglich die Überzahlung zum Kollektivgehalt, so man eine verhandelt hat. Quasi - Gratuliere und danke für das Erarbeiten von Kollektivkriterien, wir reduzieren dann mal Deine Überzahlung um den Wert der neuen Vertragsstufe.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Ja vorhanden, wenn es sich gut vermarkten lässt.
Kollegenzusammenhalt
Es kommt ganz aufs Team an in dem man gelandet ist. Man kann hier Glück haben, oder auch Pech. Schade, dass man der Meinung ist, dass Kultur nicht etwas ist, das man aktiv im Unternehmen steuern und gestalten kann.
Umgang mit älteren Kollegen
Das was ich gesehen habe, hat mich streckenweise schockiert. Fair ist anders.
Vorgesetztenverhalten
Hier kann man keine Pauschale Aussage treffen. Entweder man hat Glück und gerät an eine gute Führungskraft oder man hat Pech und gerät an jemanden, der die eigene Position bis zum letzten Verteidigt und mit Wissensvorsprung, Druck, Angst und Kontrolle führt. Hier ist querbeet wie in vermutlich vielen Unternehmen alles dabei.
Erstaunlich ist jedoch, dass eine Führungsrolle kein Assessment benötigt. Also die fachliche Eignung für eine Führungsrolle ergibt sich entweder aus der Qualität der Beziehungen einer Person oder aus der Dauer der Unternehmenszugehörigkeit. Zumindest in den Bereichen die ich sehen durfte.
Arbeitsbedingungen
Büros sind sauber, Arbeitsequipment ist gut - hier wird zwar keine Extrameile gegangen aber es passt.
Kommunikation
Kommunikation findet statt, aber hinter verschlossenen Türen und sickert dann mit der stillen Post durch. Aber auch nur unvollständig und dann entstehen Gerüchte. Die Gerüchte verbreiten sich wie ein Lauffeuer, das verunsichert die Kollegen, und wenn dann irgendwann mal doch eine Info kommt, ist es in der Regel nur die Bestätigung dessen, was schon vor Wochen an irgendeinem Kaffeeautomaten erzählt wurde.
Gleichberechtigung
Der Konzern hat hier meiner subjektiven Meinung nach, riesen Aufholpotential. Frauen in operativen Führungsrollen - Fehlanzeige.
Interessante Aufgaben
Ja - Abwechslungsreich in jedem Fall. . .


