Warum GoStudent schrecklich für Tutoren und Familien ist.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
GoStudent basiert auf Scam. Der Grund:
NEGATIV FÜR TUTOREN
- Gehalt: Tutoren bekommen 12 Euro Basislohn. Sollte man 50 Stunden im Monat arbeiten steigt der Wert auf 14 Euro im nächsten Monat, außer einer deiner Schüler hört auf mit der Nachhilfe oder macht mal einen Monat Pause. Dann reichen keine 50 mehr, dann sollst du das ausgleichen durch mehr Arbeit, die sich an der Anzahl deiner gesamten Schüler bemisst. Schüler zahlen zwischen 25 - 40€ pro Stunde.
GoStudent verdient am meisten Geld pro Stunde, wenn gar keine Nachhilfe stattfindet, sprich der Schüler nicht erscheint. Dadurch wird der Lehrer mit 6,5 € entschädigt aber der Schüler muss trotzdem den vollen Preis bezahlen. Schlussendlich bekommt ein Tutor pro gehaltener Stunde 0 €, sollte er nach der Stunde kein schriftliches Feedback abgeben. Als jemand der 8 Stunden pro Tag Nachhilfe gegeben hat, kann ich euch sagen, dass es durchaus passieren kann, dass man dieses Feedback vergisst. In diesem Fall behält GoStudent den gesamten Lohn für die Stunde ein.
- KI: GoStudent hat viel KI zur Überwachung integriert. Sollte man also in einer Stunde mit dem Schüler besprechen, dass man beispielsweise über WhatsApp kommunizieren könnte (was die Plattform nicht möchte aus Angst vor Abwerbung), wird die permanent zuhörende KI das melden und ihr dürft euch auf eine Mail freuen, bei der Gehaltkürzungen angedroht werden.
NEGATIV FÜR FAMILIEN
- Stundencredits: Man kauft bei GoStudent sozusagen Stundencredits. Die kann man dann für eine Nachhilfestunde austauschen. Das Problem daran: Am Ende des Monats darf man sie nicht behalten. Sollte man also einen Vertrag über 8 Credits pro Monat gemacht haben, zahlt man für diese 8 im Voraus. Sollten diese aber aus welchen Gründen auch immer nicht innerhalb eines Monats verbraucht werden, werden diese Credits gelöscht und es werden wieder 8 neue gekauft. De facto verdient GoStudent also am meisten Geld daran, wenn gar keine Nachhilfe stattfindet. Eltern kaufen, fahren in den Urlaub für einen Monat, die Tutoren werden nicht bezahlt und das Geld ist weg.
- Verträge: Verträge über eine gewisse Laufzeit bieten natürlich viel Planungssicherheit und sind zu einem gewissen Grad echt super, vor allem für Tutoren und das Unternehmen.
Viele meiner Schüler beziehungsweise deren Eltern haben sich aber regelmäßig darüber beschwert, dass diese Verträge nicht transparent entstehen, sondern verbindlich und mündlich am Telefon geschlossen werden. Beachtet man, dass die meisten nachhilfebedürftigen Schüler aus bildungsschwachen Familien kommen und oft gar nicht so gut Deutsch können, wird schnell deutlich, dass dahinter eine gezielte Taktik steckt. Außerdem sind Praktiken wie automatische Vertragsverlängerungen von bis zu einem Jahr auch natürlich Teil des Konzepts. Außerdem ist es sehr unangenehm, wenn das Kind nicht mehr zur Schule geht, man auf Grund des Vertrages aber trotzdem monatlich für Nachhilfe zahlen darf.
- Tutoren: Die Qualifikationen der Tutoren wird auf der Plattform nicht überprüft. Als ich dort angefangen habe, gab es keine Anforderungen oder Qualifikationen, die ich mitbringen musste. Alles was nötig war, war der Abschluss eines Online Quizes ohne zeitliches Limit. Ich habe lediglich die Fragen gegoogelt und war plötzlich Lehrer für alles was ich sein wollte. Ob man also einen tatsächlich guten Tutor bekommt oder nicht ist reines Glücksspiel.