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Greentube 
GmbH
Bewertung

Das beste Beispiel dafür, wie man einen Top-Arbeitgeber komplett versauen kann.

3,8
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat bis 2025 im Bereich Marketing / Produktmanagement bei Greentube GmbH in Wien gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Die Menschen und die Lockerheit von früher, das war’s, was das Unternehmen einmal besonders gemacht hat. Leider hat sich das inzwischen stark verändert.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Die interne Kommunikation ist katastrophal, wichtige Informationen werden nicht geteilt, und wer versucht, Transparenz zu schaffen, wird eher negativ wahrgenommen. Es herrscht eine passiv-aggressive Stimmung mit vielen unterschwelligen Machtspielchen, vor allem von männlicher Seite.
Projekte kommen oft nicht voran, weil sich niemand wirklich verantwortlich fühlt.

Besonders problematisch ist der Head of Marketing: Neben seinem misogynen Verhalten, war er auch fachlich eher kontraproduktiv. Er hat sich geweigert, firmenübliche Prozesse und agile Arbeitsweisen zu übernehmen, wollte Standard Tools wie Jira nicht nutzen und hat sämtliche Daten ausschließlich lokal auf seinem eigenen Rechner gespeichert, nie in einer gemeinsamen Cloud. Außerdem hat er regelmäßig Personen aus E-Mail Verläufen ausgelassen und sich dann beschwert, dass jemand nicht informiert war.
Ich persönlich halte ihn für völlig ungeeignet für seine Position, dass er diese Rolle immer noch innehat, ist für mich absolut unverständlich.

Verbesserungsvorschläge

Ich habe das Gefühl, dass das Unternehmen eher traditionell ausgerichtet ist, mit klaren Hierarchien und konservativeren Strukturen, etwa ohne Home Office. Der Fokus liegt stark auf Leistung und Zahlen, weshalb meine Ideen vermutlich nicht ganz zur bestehenden Unternehmenskultur passen.

Arbeitsatmosphäre

Es war oft eine leicht passiv-aggressive Stimmung, mit vielen unterschwelligen Machtspielchen, vor allem von männlicher Seite. Teilweise sind Projekte dadurch einfach ins Stocken geraten, weil man sich wegen Kleinigkeiten nicht einigen konnte und dann niemand wirklich Verantwortung übernommen oder nachgehakt hat.

Work-Life-Balance

In stressigen Phasen wurde viel gearbeitet und oft auch Überstunden gemacht, das war aber völlig in Ordnung, weil es im Gegenzug auch ruhigere Zeiten gab. Besonders geschätzt habe ich, dass man sich seine Arbeitszeit sehr flexibel einteilen konnte. Niemand hat schief geschaut, wenn man mittags mal eine Runde laufen ging oder eine längere Pause machte, solange die Arbeit erledigt war und der Einsatz fürs Projekt erkennbar blieb, war das völlig akzeptiert.

Zu meiner Zeit durfte man außerdem so oft ins Home Office, wie es individuell mit dem*der Vorgesetzten vereinbart war. Offiziell galt für Greentube jedoch eine Regelung mit drei Präsenztagen pro Woche.

Kollegenzusammenhalt

Es gibt wirklich viele tolle Menschen bei Greentube, und der Zusammenhalt war grundsätzlich super. Allerdings haben sich mit der Zeit auch Grüppchen gebildet, die teilweise gegeneinander gearbeitet haben, was natürlich total kontraproduktiv war. Leider haben die Vorgesetzten diesen Konflikt nie wirklich lösen können oder wollen.

Vorgesetztenverhalten

Ich hatte Glück und hatte einen super Vorgesetzten. Menschlich top, aber leider bisschen soft und nicht durchsetzungsfähig. Auch die Abteilungsleiter hätten härter durchgreifen müssen, und ehrlich gesagt Leute entlassen.

Kommunikation

Ganz schlimm, man erfährt grundsätzlich kaum etwas, und wenn man versucht, etwas Transparenz zu schaffen oder die Stimme der Abteilung zu sein, wird das eher negativ ausgelegt. Unsere Praktikantin wusste bis zu ihrem letzten Arbeitstag nicht, ob sie übernommen wird oder nicht, obwohl sie mehrfach betont hat, dass sie das frühzeitig wissen muss, um ihre Wohnung zu behalten. Am Ende hat sie sie tatsächlich verloren, Greentube war das völlig egal.

Gleichberechtigung

Ich war die einzige weibliche Person im Team, was mitunter herausfordernd war, insbesondere, weil Kollegialität oft missinterpretiert wurde und man dadurch schnell zum Thema von Gerüchten wurde. Der Head of Marketing verhielt sich zudem ausgesprochen respektlos und zeigte ein deutlich misogynes Verhalten, etwa indem er Gespräche mit mir bewusst vermied oder meine Vorschläge ignorierte. Ich habe das mehrfach bei HR und meinen Vorgesetzten angesprochen (auch andere Kolleg:innen taten das), doch leider wurde nichts unternommen.


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Arbeitgeber-Kommentar

HR-Team

Liebe ehemalige Mitarbeiterin,

vielen Dank, dass Du Dir die Zeit genommen hast, Deine Erfahrungen bei Greentube zu teilen. Es tut uns leid zu hören, dass Du einige Aspekte wie die interne Kommunikation und bestimmte Abläufe als schwierig erlebt hast.

Wir nehmen Dein Feedback sehr ernst, denn es hilft uns, unsere Unternehmenskultur, die Zusammenarbeit und die Transparenz stetig zu verbessern. Greentube legt großen Wert auf ein respektvolles Miteinander und Chancengleichheit, und wir arbeiten kontinuierlich daran, diese Werte in allen Teams zu stärken.

Wenn Du magst, kannst Du Dich jederzeit direkt bei uns melden, um Anregungen zu besprechen.

Wir wünschen Dir für Deine berufliche und persönliche Zukunft alles Gute und danken Dir nochmals für Deine Rückmeldung.

Liebe Grüße,

Dein Greentube HR Team

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Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.