Toxisches Management & Kultur
Gut am Arbeitgeber finde ich
Sie sind bemüht (Gleitzeit, e-Fahrzeuge, betriebliche Gesundheitsförderung, moderne & ergonomische Büroräumlichkeiten, Benefits wie Rabatte/Vergünstigungen,...)
aber verschließen die Augen vor Missmanagement und toxischen Verhalten von FührungskräftInnen.
DISCLAIMER: Jeder ist anders - was für den einen gar nicht geht, das ist für den anderen ein Highlight bzw. eine Wohlfühlumgebung. Das muss jeder für sich wissen bzw. ausfindig machen.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Keiner der oberen Führungskräfte sieht sich dafür zuständig diese Probleme anzugehen und/oder der Geschäftsführung zu melden und Konsequenzen einzufodern. Dafür engagiert man lieber eine externe Institution die genau diese Themen aufzeigen und dann passiert erst recht wieder nichts.
Verbesserungsvorschläge
In der obersten Führungsebene mehr Leute von extern reinholen, verpflichtendes Führungskräfteseminar für JEDE Führungskraft: es geht hier nicht nur um die fachlichen Werkzeuge sondern insbe die kulturellen Werte die hier vermittelt werden und die dann die Führungskraft dann nach innen weiterleben und weitergeben soll - nur so schafft mann mit der Zeit einen Kulturwandel!
Es muss Konsequenzen geben für das Fehlverhalten von FührungskräftInnen! Toxische Verhaltensmuster und Aktionen müssen bitte sanktioniert werden wenn nicht sogar eliminiert! Es reicht ein Tropfen Gift um einen ganzen See zu verseuchen.
Arbeitsatmosphäre
leider hat es eine Rückentwicklung in den letzten zwei Jahren gegeben wo es wieder mehr gegeneinander als ein miteinander ist; nach einigen Personalentlassungen aufgrund der angespannten wirtschaflichen Situation ist die Stimmung im Keller
Image
Markenimage veraltet und diffus; Arbeitgeberimage uncool & alt - es wird aber daran gearbeitet
Work-Life-Balance
kommt drauf an wie man sich anstellt! es gibt viele dampfplauderer die gescheit daher reden aber nichts aktiv tun und anpacken die eine sehr gute work-Life-balance haben und dann gibts wenige die wirklich Ahnung haben und "hands-on" anpacken und was umsetzen - die haben eher eine weniger gute Work-Balance da sie die Dampfpflauderer (teilweise sind das deren Führungskräfte) kompensieren müssen
Karriere/Weiterbildung
Für alle Dampfplauderer: das ist das perfekte Unternehmen mit Aufstiegschancen!
Für alle Hands-on Praktiker mit Hirn: Achtung burn-out Gefahr - wenig aufstiegschancen weil sich die Dampfplauderer mit euren Federn schmücken! womöglich bekommt ihr aber gut bezahlt aber werdet nie die Position verlassen - höchstens vom Asistent/Junior zum (senior) Manager.
Für alle Berufseinsteiger: es gibt einige Positionen für Berufseinsteiger da diese nicht viel kosten - nach zwei Jahren gehen sie wieder weil Gehaltserhöhungen vom Arbeitgeber verweigert werden, trotz sehr guter Leistung und Zusatzaufgaben die sie mitübernommen haben. so kündigen die meisten von selbst und das Unternehmen sucht sicher wieder neue die wenig kosten. Auch eine Strategie um die Personalkosten gering zu halten - chapeau.
Gehalt/Sozialleistungen
siehe auch unter "Karriere/Weiterbildung"
Zusammenfassend lässt sich sagen das es Führungskräfte gibt die überdurschnittlich gut bezahlt sind (ohne offensichtlichen Grund) und viele, viele die nicht leistungsgerecht entlohnt werden (z.B. berufeinsteiger die sich schon bewiesen haben, ...)
Generell ist der Handels KV einer der schlechtesten neben dem Tourismus KV - Somit Achtung bei der Branchenwahl!
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Umweltbewusstsein: sie tun schon was aber mehr aus Kostenersparniss/ Steuervergünstigungen als aus Umweltgedanken heraus
Sozialbewusstsein: sie schreiben zwar überall das der Mensch im Fokus ist aber da meinen sie sich selbst und nicht andere. hier ist man sich selbst am nächsten. Nach aussen wird zwar geworben mit familienfreundlicher Arbeitgeber und anderem - aber hat man sich schon mal angeschaut ab wann man so ein Siegel schon bekommen kann? und wie viel man dafür als Unternehmen zahlt?
Kollegenzusammenhalt
auf Mitarbeiter Ebene untereinander ist sie sehr gut, drüber schaut es dann schlecht aus - hier steht das eigene Ego meist im Weg um für sich selbst das meiste rauszuholen und aus dem Unternehmen abzuschöpfen
Umgang mit älteren Kollegen
ich denke das es OK ist
Vorgesetztenverhalten
leider viele Vorgesetzte die noch nie ein anderes Unternehmen gesehen haben und die es sich hier bequem gemacht haben weil sie wissen dass sie quasi unkündbar sind! hier zählt auch der Beziehungsstatus zur Geschäftsführung mehr als die Kompetenz.... Sehr, sehr schade... die Wurzel der toxischen Kultur!
für fehlerhaftes Verhalten von Führungskräften gibt es keine Konsequenzen - auch das schürt die Toxizität
Intrigen und Lügen unter Vorgesetzten um sich seine/ihre Position zu sichern oder um andere abzusägen
Arbeitsbedingungen
moderne, ergonomische Büroausstattung; manche Großraumbüros sind schon sehr voll besetzt - daher einen Stern abzug; Gleitzeit
(das Vorgesetztenverhalten blende ich hier aus und es geht rein um den Arbeitsplatz)
Kommunikation
es gibt keine klaren Kommunikationswege! wichtige Infos werden von Mitarbeiter zu Mitarbeiter weitergegeben bei Mittagessen, Rauchpausen etc. - aber nicht über Führungskräfte z.B. top down über offizielle Wege
Gleichberechtigung
großteils schon muss man fairerweise sagen - aber durch das historisch gewachsene Patriachat haben Frauen es trotzdem schwerer und können gewisse Positionen wahrscheinlich nie erreichen (evtl. wenn sie mit Geschäftsführung verwandt oder befreundet ist)
Interessante Aufgaben
grundsätzlich wird eh alles nach unten geschoben und das Aufgabengebiet kann unter Umständen sehr vielfältig sein - auch deswegen weil es keine klaren Zuständigkeiten gibt - hat ein Thema letztes Jahr noch Abteilung A gemacht, macht das auf einmal heuer Abteilung B (Ohne offizielle Umstrukturierung).
Größere Themen wie z.B. eine Gesetzesänderung die die Produktdarstellung in der Werbung verändert wird nicht von top down angegangen sondern durch Eigenintiative von Mitarbeiter auf unterer Ebene.
Andererseits reden bei kleinen unwichtigen Themen auf einmal 3 Führungskräfte mit und jeder will es anders haben und auch auf dieser Ebene ist dann nicht klar wer hier das letzte Wort hat bzw. wer dafür eigentlich Zuständig ist. Im Micromanagment sind sie (die oberste Führungsebene) definitiv die Besten - dafür würde ich 5 Sterne geben.
Man erkennt oberlfächliche Weiterentwicklungen wie div. Systemeinführungen - das ist aber mehr Schein als Sein - die Systeme sind zwar da, das potential zur Nutzung der Systeme ist aber bei weitem nicht ausgeschöpft: hier fehlt das Budget zur Weiterentwicklung und auch die Kompetenz die Struktur dahingehend zu verändern


