Ihr Unternehmen?

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Helu.io 
GmbH
Bewertung

Ihr Unternehmen?

Viel Potenzial, aber deutliche Führungsdefizite

1,9
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung nicht mehr im Bereich Marketing / Produktmanagement in Wien gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Positiv hervorheben möchte ich den starken Kollegenzusammenhalt und den großen Gestaltungsspielraum. Ich konnte viel ausprobieren, Verantwortung übernehmen und eigene Ideen einbringen.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Aus meiner Sicht wurde an vielen Stellen übermäßig gespart – teilweise auch dort, wo es die Arbeitsbedingungen oder Professionalität beeinträchtigte. Selbst bei kleinen Ausgaben wurde häufig lange verhandelt oder mehrfach umgeplant.

Ich hatte zudem den Eindruck, dass fachliche Diskussionen teilweise zu persönlichen Auseinandersetzungen wurden. Dadurch entstanden unnötige Konflikte und Entscheidungen wurden nicht immer sachlich getroffen. Insgesamt habe ich die Unternehmensführung deshalb als wenig professionell erlebt.

Verbesserungsvorschläge

- Das Ausscheiden von Mitarbeitenden professionell und sachlich begleiten.
- Wertschätzend über ehemalige Mitarbeitende sprechen und interne Kommunikation auf überprüfbare Fakten stützen.
- In moderne Arbeitsmittel und eine angemessene Büroausstattung investieren.
- Freelancern und externen Mitarbeitenden eine angemessene Unterbringung ermöglichen. Hotelzimmer sollten nicht geteilt werden müssen, nur um die Kosten zu sparen.
- Die Übernahme des Hotel-Frühstücks ist ein sinnvoller Schritt und sollte selbstverständlich beibehalten werden.
- Eine klarere strategische Richtung vorgeben und Prioritäten konsequenter verfolgen.
-Sich bei fachfremden Themen (z. B. Marketing, Softwareentwicklung oder KI/LLMs) ausreichend mit den Grundlagen auseinandersetzen und stärker auf die Expertise des Teams vertrauen.

Arbeitsatmosphäre

Die Arbeitsatmosphäre war aus meiner Sicht stark von der Führung abhängig. Konstruktive Kritik oder abweichende Meinungen wurden nicht immer positiv aufgenommen. Gleichzeitig führten häufige Änderungen der Prioritäten und der strategischen Ausrichtung zu Unklarheit und erschwerten die Zusammenarbeit.

Image

Da es sich um ein junges Startup handelt, war die Bekanntheit des Unternehmens entsprechend gering. Wer gezielt in der Startup- oder Szene unterwegs ist, kennt Helu.io möglicherweise. Darüber hinaus ist die Marke aus meiner Sicht jedoch noch wenig etabliert.

Work-Life-Balance

Die Work-Life-Balance habe ich als sehr schlecht empfunden. Gerade vor Releases waren Überstunden und Wochenendarbeit für mich keine Ausnahme. Wertschätzung oder Anerkennung für die zusätzliche Belastung habe ich kaum erlebt. Langfristig war dieses Arbeitspensum für mich nicht nachhaltig.

Karriere/Weiterbildung

Die Entwicklungsmöglichkeiten habe ich als begrenzt empfunden. Es wurden zwar Perspektiven und Entwicklungsschritte in Aussicht gestellt, aus meiner Sicht wurden diese jedoch nur selten konkret umgesetzt. Häufig wechselnde Prioritäten und Entscheidungen erschwerten eine verlässliche Karriereplanung.

Gehalt/Benefits

Das Gehalt empfand ich als unterdurchschnittlich. Mir war dies beim Einstieg bewusst, da für mich die Herausforderung und die Möglichkeit, Verantwortung zu übernehmen und viel zu lernen, im Vordergrund standen.

Die Benefits waren insgesamt überschaubar. Positiv hervorzuheben sind das kostenlose Mittagessen am Donnerstag sowie die Übernahme der Jahreskarte für den öffentlichen Verkehr für Mitarbeitende in Wien.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Umwelt- oder Sozialbewusstsein haben im Arbeitsalltag aus meiner Sicht keine erkennbare Rolle gespielt. Weder gab es sichtbare Initiativen noch wurde das Thema aktiv kommuniziert oder gefördert.

Kollegenzusammenhalt

Der Kollegenzusammenhalt war aus meiner Sicht einer der größten Pluspunkte des Unternehmens. Das Team hat sich gegenseitig unterstützt und auch in schwierigen Phasen zusammengehalten. Gerade weil die Rahmenbedingungen oft herausfordernd waren, war der Zusammenhalt unter den Kolleginnen und Kollegen besonders stark.

Umgang mit älteren Kollegen

Zur Altersvielfalt lässt sich aufgrund der Unternehmensgröße und der typischen Startup-Struktur nur wenig sagen, da das Team überwiegend aus jüngeren Mitarbeitenden bestand.

Vorgesetztenverhalten

Ich empfand vor allem das Micromanagement als sehr belastend. Statt Eigenverantwortung gab es häufig eine enge Kontrolle, was unnötigen Druck erzeugte und das Vertrauen in die Mitarbeitenden vermissen ließ. Besonders der Umgang mit meinem Ausscheiden hat mein Vertrauen nachhaltig beeinträchtigt. Ich hatte zuvor zweimal offen kommuniziert, dass ich das Unternehmen verlassen möchte, und wurde beide Male zum Bleiben bewegt. Als ich schließlich mitteilte, meinen Vertrag nicht zu verlängern, aber gerne das Team so lange wie möglich zu unterstützen wie notwendig, entstand bei mir der Eindruck, dass mein Ausscheiden intern so dargestellt wurde, als sei die Trennung vom Unternehmen ausgegangen. Diese Darstellung entsprach nicht meiner Wahrnehmung der tatsächlichen Ereignisse. Ich hätte mir einen transparenteren und professionelleren Umgang mit meinem Austritt gewünscht.

Arbeitsbedingungen

Ich empfand die Arbeitsbedingungen als deutlich unterdurchschnittlich. Mir wurde ein sehr alter Laptop zur Verfügung gestellt, dessen Akku praktisch nicht mehr nutzbar war und der insgesamt in einem schlechten Zustand war. Zudem wurde kein Arbeitshandy zur Verfügung gestellt, sodass man mit für Gespräche mit Externen teilweise mit dem privaten Handy telefonieren musste. Das Büro war für die Anzahl der Mitarbeitenden viel zu klein, wodurch es sehr eng, stickig und laut war. Auch die Bürostühle waren stark abgenutzt und boten kaum ergonomischen Komfort. Insgesamt hat die Ausstattung für mich nicht zu einem professionellen Arbeitsumfeld gepasst.

Kommunikation

Die Kommunikation war aus meiner Sicht häufig inkonsistent. Entscheidungen wurden mehrfach geändert oder kurzfristig zurückgenommen, ohne dass die Hintergründe klar erläutert wurden. Das betraf sowohl strategische Themen als auch Personalentscheidungen. Beispielsweise wurden Einstellungen angekündigt, wieder verworfen und später doch umgesetzt. Diese häufigen Kurswechsel erschwerten die Planung.

Gleichberechtigung

Ich habe keine Benachteiligung aufgrund von Herkunft oder Nationalität wahrgenommen. Das Team war international und der Umgang miteinander war respektvoll. Auch im Hinblick auf Gleichberechtigung habe ich keine negativen Erfahrungen gemacht.

Interessante Aufgaben

Die Aufgaben waren abwechslungsreich und boten viel Gestaltungsspielraum. Ich hatte die Möglichkeit, neue Ideen einzubringen, verschiedene Ansätze auszuprobieren und Verantwortung zu übernehmen. Gerade für Menschen, die gerne experimentieren und neue Themen vorantreiben, bietet die Rolle interessante Möglichkeiten.

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Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.