Ländliche Firma mit eingesessenen Strukturen aber Potential
Gut am Arbeitgeber finde ich
- eigener Bus
- Kantine
- Benefits wie Wellpass, Kantine, Skitag, Sommerfest, Weihnachtsfeier
- viele verschiedene Aufgaben und Schnittstellen
- Arbeitspensum hoch, aber nicht überfordernd
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
- Einschränkung Home Office
- Aussagen aus alter Schule (Handschlag, Präsenz, wir machen das schon immer so)
- keine Möglichkeit zur Gehaltsverhandlung. Erhöhung nur um Inflationsausgleich, wenn es der KV fordert.
- alte oder keine Strukturen, viele Formulare, keine zentrale Ablage. Es wird versucht, aber bisher erfolglos, Strukturen zu schaffen
Verbesserungsvorschläge
- Ausweitung von Home Office und den Mitarbeitern vertrauen
- Home Office für die Büroplätze gleich gestalten. Manche dürfen 2-3x die Woche, andere 1x im Monat. Einfach, weil der Vorgesetzte das will.
Dazu viele Sonderregelungen möglich, aber nur für Familien oder Alteingesessene. Der Rest schaut in die Röhre.
- Anpassen der Pausenregelung auf 30 min nach 6 Stunden
- Größeres vegetarisches Angebot in der Kantine (Suppe oftmals Fleischbrühe ohne Alternative, Salatbüffet mit Wurstsalat, Meeresfrüchtesalat, Nudelsalat mit Fleisch, vegetarisches Menü mit Parmesan (nicht vegetarisch))
- Hunde in den Büros erlauben
Arbeitsatmosphäre
Die Kollegen sind nett, aber sehr schweigsam. Wenig Gespräche auch am Mittag, eher verhalten, kein privater Austausch. Wenig Interesse an der Person. Arbeitsthemen werden anstandslos erledigt. Viele junge Leute, die richtig motiviert sind.
Image
Gutes Images, in der Region bekannt, eingesessen. Viele Familien und Paare arbeiten hier.
Ländlich geprägtes Unternehmen, Home Office wird zum Beispiel nicht gern gesehen, da es in der Abteilung bedeutet, dass man einen Tag frei macht. Sehr alte Ansicht leider.
In einer Besprechung habe ich gefragt, ob sich noch jemand über MS Teams einwählt. Dann wurde mir erklärt, dass man hier noch alte Schule ist und man sich in die Augen schaut in Besprechungen. Das finde ich sehr überholt und zeigt, dass weder Digitalisierung noch Flexibilität von vielen hier gewünscht ist.
Work-Life-Balance
Gleitzeit und 38,5 h, daher kann man von einer Work-Life-Balance reden.
Allerdings täglich 0,7h Pause Pflicht, statt 0,5h.
Mo-Do 8,3h arbeiten, Fr 5,3h. Macht aber Mo-Do mindestens 9h in der Firma, um kein Minus zu machen.
Ich hatte im Bewerbungsgespräch gefragt, wie die Arbeitszeiten sind und das wurde mir nicht gesagt. Darüber bin ich enttäuscht. Ich bin Mo-Do fast eine Stunde länger im Büro als ich geplant habe. Das ist mühsam.
Das Zeitsystem ist sehr starr. Die Firma wirbt zwar mit Kernarbeitszeiten und flexiblen Zeiten über den Mittag. Die Pause wird aber immer um 12 Uhr abgezogen, auch wenn man davor Pause gemacht hat oder an dem Tag später kommt. Besser wäre ein System, welches eine Pause von 30 min ab 6 Stunden Anwesenheit abzieht.
Karriere/Weiterbildung
Für interne Schulungen gibt es ein großes Angebot. Ob externe Schulungen für Mitarbeiter möglich sind weiß ich nicht. Messebesuche werden befürwortet. Karriere kann ich nicht beurteilen.
Gehalt/Benefits
Gehalt durchschnittlich würde ich sagen, Benefits vorhanden.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Eine verarbeitende Industrie kann nicht umweltfreundlich sein. Es gibt paar Projekte wie Hochbeet bauen, Baum pflanzen, Abteilung Nachhaltigkeitsmanagement mit Nachhaltigkeitsbericht, Bienen auf dem Dach mit Honig, welchen man im Shop erwerben kann. Es gibt Versuche für die Umwelt, teilweise wird auch Regranulat für den Spritzguß verwendet.
Trotzdem werden viele Probeprozesse gefahren, Muster produziert und weggeworfen. Anfahrprozesse usw benötigen Ressourcen. Die Müllcontainer sind ständig voll.
Als weiteres Beispiel stehen auch bei 1000 Mitarbeitern täglich maximal 50 Fahrräder am Parkplatz.
Kollegenzusammenhalt
Im Entwicklungsbereich kein Lästern, keine Grüppchenbildung, kein Ausgrenzen. Aber auch keine Freundschaften, wenig Gespräche. Zusammenhalt daher mittelmäßig eingestuft.
Umgang mit älteren Kollegen
Ältere Kollegen teilen gern ihr Wissen und sind oft als Experts oder Senior im Jobtitel eingestellt. Ich arbeite gern mit Ihnen zusammen und kann nur dazu lernen.
Allerdings hab ich auch schon mitbekommen, dass Ü50 gekündigt wurden, die Gründe hierzu kenne ich aber nicht.
Vorgesetztenverhalten
Nett und fair im Vergleich mit anderen Teamkollegen.
Allerdings wollen die Vorgesetzten hier lieber selber an Projekten arbeiten und nicht führen. Sind also in Besprechungen fast immer mit dabei, also pro Abteilung sitzen oft 2 Leute drin und sie übernehmen Projektaufgaben oder klären einfach Projektaufgaben ab. Der Mitarbeiter ist eher Schreibkraft, aber nicht komplett eigenständig und das ist auch nicht gewünscht auf mehrfaches Bitten und Nachfragen hin.
Arbeitsbedingungen
Ich bin leider sehr enttäuscht vom flexiblen Arbeiten, Stichwort Home Office.
Ich hatte im Bewerbungsgespräch gesagt, dass für mich Home Office aus privaten Gründen sehr wichtig ist und eine große Rolle spielt. Im Bewerbungsgespräch wurde mir gesagt, bei meiner Arbeit handelt es sich um eine Schreibtischarbeit, ich kann nach eigenem Ermessen so viel Home Office machen, wie ich möchte und auch wann ich möchte.
Kaum angefangen hieß es aus der Fachabteilung nur Freitag halber Tag, keine Erweiterung möglich. Tausch des Tages nur mit Grund und nicht dauerhaft.
Das hat mich sehr enttäuscht. Die Personalabteilung sollte nichts anderes versprechen, als die Fachabteilung festlegt.
Auch vor oder nach einem Arzttermin ist kein Home Office möglich.
Mit Home Office überhaupt zu werden ist ein Witz.
25 Urlaubstage sind Standard. Jedoch wird erwartet an allen Fenstertagen wie auch an Weihnachten Urlaub zu nehmen. Fällt Weihnachten auf einen Donnerstag, ist dennoch ab Montag frei zu nehmen.
Es bleiben somit 3 Wochen maximal zur freien Urlaubsplanung, was ich nicht in Ordnung finde.
Da über 8h täglich gearbeitet werden müssen, könnte man dieses Zeit für Fenstertage und Betriebsurlaub heranziehen.
Kommunikation
In der Firma wird viel noch über Mails hin- und hergeschickt statt über Programme, in welchem die Aufgaben nachverfolgbar wären. Das sorgt für Unübersichtlichkeit.
Die Mails werden im Projektordner abgelegt, falls daran gedacht wird. Ist aber auch nicht übersichtlich.
Ein paar Programme gibt es, diese sind aber nicht gekoppelt. Daher muss man erst wissen, in welcher der 20 Programme man was finden kann. Auch müssen Daten daher öfters eingegeben werden. Vergisst man etwas, ist es schwer rückverfolgbar. Ich finde es mühsam und unübersichtlich.
Projekte werden jedes für sich selber geplant.
Gleichberechtigung
Mir ist nichts dazu aufgefallen. Im Entwicklungsbereich arbeiten Männer (deutlich höherer Anteil) und Frauen. Ein Unterschied wird meiner Meinung nach nicht gemacht.
Interessante Aufgaben
Viele Aufgaben aus allen möglichen technologischen Gebieten, Muster bis Serie, alles dabei.