Solides Fundament, aber Nachholbedarf bei Führung, Flexibilität und Weiterbildung
Arbeitsatmosphäre
Nach über 10 Jahren Zusammenschluss von Schelling und IMA existiert die Gruppe oft nur auf dem Papier. Statt Zusammenarbeit erlebt man ausgeprägtes Silodenken, gegenseitige Schuldzuweisungen und eine spürbare Ellenbogenmentalität.
Image
Das regionale Ansehen stimmt: Als etablierter Traditionsbetrieb hat das Unternehmen lokal einen sehr soliden Ruf und wird nach außen hin als starker Arbeitgeber wahrgenommen
Work-Life-Balance
Sehr restriktive Arbeitszeitmodelle: Nur ein einziger Homeoffice-Tag pro Woche – und dieser darf ausschließlich zwischen Dienstag und Donnerstag genommen werden. Zusammen mit den festen Kernzeiten bleibt kaum Spielraum für individuelle Flexibilität.
Karriere/Weiterbildung
Kaum Perspektiven: Interne Aufstiegsmöglichkeiten existieren praktisch nicht. Auch bei Fort- und Weiterbildungen gibt es kaum Initiative oder Unterstützung seitens des Unternehmens; hier wird wenig in die Zukunft der Mitarbeitenden investiert.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt passt, aber das Thema Benefits ist nicht mehr zeitgemäß. Mit Obst und Wasser gewinnt man heute niemanden mehr. Bis auf Standard Angebote wie JobBike, Fitness-Kooperationen oder Rabattprogramme fehlen richtige Benefits komplett, und der Essenszuschuss ist eher symbolischer Natur.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Sehr pragmatischer Ansatz: Es gibt zwar eine Photovoltaikanlage, aber eine ganzheitliche Nachhaltigkeitsstrategie oder echtes soziales Engagement über das Pflichtprogramm hinaus sucht man vergebens.
Kollegenzusammenhalt
Auf Teamebene stimmt die Stimmung: Der Zusammenhalt ist da und interne Events fördern den Austausch. Vereinzelt klappt auch der Dialog zwischen verschiedenen Abteilungen. Standortübergreifend fehlt dieser Teamgeist allerdings komplett.
Vorgesetztenverhalten
Fehlender Rückhalt bei berechtigter Kritik: Sobald strukturelle Probleme an Schnittstellen angesprochen werden, schalten Führungskräfte auf Schutzhaltung für die anderen Bereiche. Eigene Ideen und Verbesserungsvorschläge für andere Abteilungen werden schlicht nicht nach oben oder weitergeleitet.
Arbeitsbedingungen
Schieflage bei der Auslastung: Manche Teams ersticken in Arbeit und Überstunden, während in anderen Bereichen Leerlauf herrscht. Ein sinnvoller Ausgleich zwischen den Abteilungen findet praktisch nicht stat
Kommunikation
Transparenz ist ein Fremdwort. Es gibt so gut wie keine Top-down-Kommunikation; über strategische Entscheidungen, Zukunftspläne und betriebliche Veränderungen wird die Belegschaft schlichtweg im Dunkeln gelassen.
Gleichberechtigung
Der Trend stimmt: Die Kultur öffnet sich spürbar. Teilweise dominiert jedoch noch der klassische Konservatismus alteingesessener Strukturen. Frische Impulse und neue Ideen werden mitunter abgebügelt, weil man starr auf „altbewährte“ Abläufe beharrt.
Interessante Aufgaben
Sehr vielfältiges Aufgabenspektrum: Kein Projekt gleicht dem anderen, man lernt laufend Neues dazu. Die Kehrseite ist, dass durch die ständigen Themenwechsel eine strukturierte und kontinuierliche Weiterentwicklung oft auf der Strecke bleibt.