Ein sinkendes Schiff, das immer noch glaubt, es fährt erste Klasse, obwohl es das nie war.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Dass man hier lernt, was man in seinem nächsten Job nie wieder erleben möchte.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Führung ohne Plan, Kontrolle ohne Sinn und Motivation ohne Wertschätzung.
Probleme werden verwaltet statt gelöst.
Verbesserungsvorschläge
Schwer, wenn man gar kein Interesse an Verbesserung hat.
Vielleicht einfach mal ausprobieren, wie Führung, Fairness und Kommunikation funktionieren, rein theoretisch soll das ja helfen.
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre ist ein einziges Chaos seit Jahren.
Nachdem der Vorgesetzte endlich gegangen ist, wurde die Stelle natürlich nicht nachbesetzt. Warum auch, spart ja Geld. Statt Führung gibt’s gegenseitiges Ausspielen der Teams und völlige Orientierungslosigkeit.
Kommunikation? Fehlanzeige. Vertrauen? Ein Fremdwort.
Das einzig Positive: Homeoffice. Da kann man in Ruhe arbeiten und muss die Kollegen nicht ertragen.
Führungslos, planlos und meilenweit entfernt von einem gesunden Arbeitsplatz.
Image
Früher wirkte es zumindest nach außen noch seriös. Innen wussten wir schon immer, dass es ein Witz ist.
Mittlerweile haben es aber auch die Partner und Hersteller bemerkt.
Work-Life-Balance
Ein schlechter Witz.
Das Grundgehalt ist so niedrig, dass wir permanent Umsatz machen müssen, um überhaupt über die Runden zu kommen. Dafür opfert man jede freie Minute. Abende, manchmal auch das Wochenende, alles für die Firma.
Früher gab es Menschen, die Events und Aktionen organisiert haben. Heute? Alles an uns ausgelagert, zusätzlich zum Tagesgeschäft. Kein Wunder, dass niemand mehr ein Privatleben hat.
Karriere/Weiterbildung
Gibt’s nicht mehr.
Statt Chancen gibt’s Kündigungen, oder „freiwillige“ Abgänge, weil die Firma einfach niemanden mehr bezahlen will.
Gehalt/Benefits
Das Grundgehalt ist ein Witz, verdienen kann man nur mit Provisionen. Motivation gibt’s gratis dazu.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Hauptsache, es steht irgendwo im Newsletter.
In der Praxis interessiert es niemanden. Weder Umwelt noch Menschen werden hier wirklich ernst genommen.
Greenwashing statt Verantwortung, und soziales Bewusstsein endet spätestens beim nächsten Meeting.
Kollegenzusammenhalt
Innerhalb mancher Teams funktioniert der Zusammenhalt noch, aber gefördert wird er nicht.
Die Vorgesetzten verhalten sich unprofessionell und tragen leider dazu bei, dass Kollegen gegeneinander ausgespielt werden. Ich habe selbst erlebt, wie über andere negativ gesprochen wurde, das zerstört Vertrauen und Teamgeist.
Umgang mit älteren Kollegen
Kaum vorhanden.
Erfahrene Mitarbeiter passen hier nicht ins Konzept. Je jünger und unerfahrener, desto besser. Die lassen sich leichter „formen“ und hinterfragen nichts.
Vorgesetztenverhalten
Wenn man es so nennen will.
Führung heißt hier Druck machen, alles wissen wollen und bloß nichts selbst tun. Entscheidungen kommen aus dem Nichts, Verantwortung verschwindet genauso schnell wieder.
Motivation? Wird mit Kontrolle verwechselt. Und wer glaubt, Unterstützung zu bekommen, glaubt wahrscheinlich auch noch an den Osterhasen.
Arbeitsbedingungen
Ein tägliches Regelroulette.
Prozesse gibt’s keine, nur ständig neue Anweisungen und selbst die, die sie erfinden, blicken längst nicht mehr durch.
Ausnahmen? Natürlich, aber nur für die Lieblinge.
Technik okay, Büro auch, nur leider mitten im Nirgendwo.
Kommunikation
Fehlanzeige. Wofür es überhaupt einen Regionalen Sales Manager gibt, weiß niemand, mit uns hat diese Person jedenfalls nichts zu tun. Zwischen den Abteilungen läuft es genauso schlecht. Keine Abstimmung, kein Austausch, nur anzicken.
Gleichberechtigung
Laut Broschüre top, in der Realität eher peinlich.
Man bemüht sich um „Diversity“, trifft dabei aber regelmäßig genau daneben. Gute Absichten sind da nur das Verständnis hat wohl Homeoffice.
Interessante Aufgaben
Sagen wir so, Raketen starten wir keine.
Der Job besteht aus Routine, Improvisation und dem Versuch, das Chaos irgendwie produktiv aussehen zu lassen.