Wer hier arbeitet, braucht starke Nerven
Gut am Arbeitgeber finde ich
überteuerte Mitarbeiterpreise, eigenes (etwas saubereres) Mitarbeiter WC, gratis parken am Kundenparkplatz,
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
die oben genannten Punkte, kein Pausenraum
Verbesserungsvorschläge
standort schließen
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre ist leider ziemlich schlecht. Man wird gefühlt 24/7 von den obersten Chefs über Kameras beobachtet. Das sorgt für ein permanentes Kontrollgefühl. Auch die Standortvertretungen schauen immer wieder rein: Wenn man es wagt, auch nur für eine Minute nicht beschäftigt auszusehen, wird man sofort ins Büro zitiert.
Dazu kommt eine extreme körperliche Belastung: Man darf sich unter keinen Umständen hinsetzen – man muss 8 Stunden am Tag komplett durchstehen.
Die Dynamik im Team ist schwierig, weil die Fluktuation enorm hoch ist. Die Gruppe ändert sich ständig. Mit etwas Glück erwischt man nette neue Kollegen, aber oft hat man Pech. Es wird extrem viel hinter dem Rücken geredet. Mein Eindruck: Wer keine große Arbeitsmoral hat, unaufrichtig ist und unfreundlich zu Kunden, passt hier perfekt ins System.
Image
nach außen hui nach innen ... oder so ...
Work-Life-Balance
Ehm... ja, nein. Es gab mal wunschfreie Tage, die wurden der Belegschaft aber einfach gestrichen, weil man in den Augen der Leitung „nicht gut genug arbeitet“.
Wochenendarbeit ist Standard, und auf eine faire Verteilung wird null geachtet – manche haben jedes Wochenende frei, andere hingegen nie, selbst wenn man das Thema anspricht. Regulär 8 Stunden arbeiten kann man vergessen: Man macht fast jeden Tag Überstunden, wird dann aber von der Leitung ermahnt, warum man denn Überstunden macht. Zeitausgleich wird einem einfach eingetragen, ohne jede Absprache. Wenn man das anspricht, kommen Sätze wie: "Ihr habt hier nichts mitzuspreden, die Standortleitung darf machen, was sie will."
Karriere/Weiterbildung
Gibt es nicht. Weiterbildungen sind nicht erwünscht und werden null unterstützt.
Gehalt/Benefits
Gehalt ist KV-Minimum. Die „Zulage“, die man bekommt, fühlt sich eher an wie Schweigegeld, damit man die Missstände nicht nach außen trägt. Benefits existieren quasi nicht. Es wird mit Mitarbeiterevents geprahlt, die alle heiligen drei Jahre mal stattfinden und vom Unternehmen übernommen werden. Ansonsten wird man von der Standortleitung eher kleingeredet und fertiggemacht, damit man sich minderwertig fühlt.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Darauf wird absolut .... . Ein Beispiel: Socken von anderen Sprunghallen werden konfisziert und weggeschmissen – einfach nur, um die Konkurrenz loszuwerden und stattdessen die eigenen (minderwertigen) Markensocken zu verkaufen. Die Mitarbeiter müssen den Kunden dann erzählen, dass diese Socken aus Sicherheitsgründen Pflicht auf den Trampolinen sind. Dabei geht es rein darum, die Marke zu pushen, während tonnenweise Müll produziert wird.
Kollegenzusammenhalt
Wie oben schon beschrieben: Der Zusammenhalt hängt extrem davon ab, wie das Team gerade zusammengewürfelt ist. Da die Fluktuation so hoch ist, fühlt es sich an, als ob sich die Gesichter täglich ändern.
Umgang mit älteren Kollegen
Ältere Mitarbeiter werden im Grunde gar nicht erst eingestellt.
Vorgesetztenverhalten
Absolut schrecklich. Das Machtgefälle wird voll ausgenutzt. Wer berechtigte Kritik äußert oder auf Missstände aufmerksam machen will, dem wird sofort klar gemacht, wie austauschbar und wertlos man ist und dass man jederzeit gekündigt werden kann.
Arbeitsbedingungen
Absolut schlecht. Man wird für Bereiche eingesetzt, die nie im Arbeitsvertrag standen. Es gibt zwar eine Klausel, dass man auch „minderwertige“ bzw. artfremde Aufgaben erledigen muss, aber das wird hier standardmäßig ausgenutzt, um sich geschultes Personal (und Geld) zu sparen.
Kommunikation
Die Kommunikation von der Standortleitung und den Stellvertretungen zu den Mitarbeitern ist unterdurchschnittlich. Oft schaffen sie es nicht mal, sich untereinander richtig abzusprechen, sodass alle auf demselben Stand sind. Das Beste: Man wird von der Leitung sogar vor Kunden direkt in den Rücken gefallen, obwohl man nur genau das gemacht hat, was vorher angeordnet wurde.
Unter den Kollegen läuft es auch nicht viel besser. Viele spielen die Sympathiekarte, geben wichtige Infos nur an ihre „Work Besties“ weiter, und der Rest geht leer aus. Für Menschen, die gerne bloßgestellt werden und Kommunikation hassen, ist das hier perfekt.
Gleichberechtigung
Gibt es schlichtweg nicht. Die Standortleitung hat ihre Lieblingsmitarbeiter, die sich alles erlauben können, und der Rest hat eben Pech gehabt.
Interessante Aufgaben
Man ist hier im Grunde das Mädchen für alles. Man wird für Aufgaben eingesetzt, die eigentlich von Spezialfirmen gemacht werden müssten und die man als Mitarbeiter gar machen dürfte. Macht man es nicht, droht sofort die Kündigung.
Beworben hat man sich als Crew-Mitglied für Check-in, Trampolinhalle und Kundenservice – das macht man zwar auch, aber wenn einem das nicht abwechslungsreich genug ist, kein Problem: Es wird von einem ganz selbstverständlich erwartet, dass man als Reinigungskraft für die Toilettenanlagen und Co. herhalten muss. Das Geld für eine professionelle Putzfirma will man sich offenbar sparen.