Ihr Unternehmen?

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KIB 
Kinder 
Bildung 
gem. 
GesmbH
Bewertung

Ihr Unternehmen?

Viel Verantwortung, wenig Wertschätzung – strukturelle Überforderung.

1,4
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat bis 2025 im Bereich Administration / Verwaltung in Innsbruck gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Das Konzept an sich ist schön – Kindern Unterstützung und Begleitung im Schulalltag zu geben, kann wirklich erfüllend sein.
In manchen Schulen wird man herzlich aufgenommen und erlebt tolle Teamarbeit und ehrliche Wertschätzung von Lehrpersonen oder Kindern.
Manche Standorte machen ihren Job richtig gut – dort merkt man, dass der Beruf etwas Sinnvolles bewirken kann.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Fehlende Struktur, ständige Planänderungen und kaum Kommunikation.
Man erfährt oft erst am Morgen, wo man eingesetzt wird, und ist häufig völlig auf sich allein gestellt.
Krankheit wird nicht ernst genommen, Überforderung ist Alltag, und die Bezahlung steht in keinem Verhältnis zur Verantwortung.
Von Führung, Organisation oder Gleichbehandlung kann keine Rede sein – vieles hängt vom Zufall ab, an welcher Schule man landet.

Verbesserungsvorschläge

Mehr Struktur und klare Kommunikation – Mitarbeiter*innen sollten wissen, wo sie wann eingesetzt sind.
• Faire und einheitliche Bezahlung für alle, unabhängig von Sympathie oder Einsatzort.
• Bessere Organisation bei Krankenständen, statt Druck oder Schuldgefühle zu erzeugen.
• Mehr Personal – eine Person allein mit über 20 Kindern ist keine Lösung.
• Klare Zuständigkeiten: Wer ist wirklich Vorgesetzte*r?
• Schulungen und echte Weiterbildungsmöglichkeiten für Leitungspositionen.
• Weniger Stress, mehr Menschlichkeit.

KIB hätte eigentlich ein wunderschönes Konzept – es braucht nur endlich Führung, Fairness und Wertschätzung, damit das auch gelebt werden kann.

Arbeitsatmosphäre

Es kommt sehr stark darauf an, wo man arbeitet und welche Position man hat!
Ich möchte das gleich zu Beginn klarstellen, damit zukünftige Mitarbeiter verstehen, worauf sie sich einlassen:

Bei KIB gibt es verschiedene Bereiche:
• Springer: zuständig für Schulassistenz und Freizeitbetreuung, flexibel in beiden Bereichen einsetzbar.
• Schulassistenz: meist nur vormittags, selten nachmittags.
• Freizeitbetreuung: hauptsächlich nachmittags.

Ich war als Springer angestellt. Das bedeutet: Du bekommst zwar eine Stammschule, bist aber jederzeit verpflichtet, woanders einzuspringen – oft erfährst du erst am Morgen, wohin du fahren musst. Du brauchst also sehr viel Flexibilität und musst dich ständig auf neue Kinder, neue Kolleg*innen und neue Situationen einstellen.

Die Atmosphäre hängt extrem davon ab, an welcher Schule du bist und mit wem du arbeitest. Meist wird man anfangs freundlich aufgenommen, besonders wenn man an eine gute Stammschule kommt – das Kennenlernen dort läuft oft herzlich ab, und man fühlt sich schnell als Teil des Teams.

Allerdings gibt es auch den anderen Teil: Es gibt fast überall eine Leitung, die klarstellt, dass sie „das Sagen“ hat – Augenhöhe fehlt leider of

Image

Nach außen hin wirkt KIB modern, sozial engagiert und familienfreundlich – das Bild, das vermittelt wird, ist sehr positiv.
In der Realität sieht es leider ganz anders aus: Überforderung, Personalmangel und fehlende Struktur bestimmen den Alltag.

Das Image stimmt also nur auf dem Papier.
Viele, die dort arbeiten, sind engagierte Menschen mit Herz, aber sie werden vom System im Stich gelassen.
Schade, denn das Grundkonzept von KIB wäre eigentlich ein sehr schönes – es wird nur schlecht umgesetzt.

Work-Life-Balance

Oft wird gesagt, man habe bei KIB viel Freizeit – das stimmt theoretisch, praktisch aber nur, wenn man nach einem Tag voller Lärm und Stress überhaupt noch Energie hat.

Ein typischer Tag sieht z. B. so aus:
Beginn um 07:30 Uhr als Schulassistentin bis 11:30 Uhr, danach direkt Freizeitbetreuung bis 17:00 Uhr – ohne richtige Pause.
Das sind 9–10 Stunden mit dauerhaftem Geräuschpegel, hoher Verantwortung und oft ohne Entlastung.

Nach so einem Tag bleibt keine Kraft mehr für Freizeit oder Erholung.
Von einer echten Work-Life-Balance kann hier leider keine Rede sein.

Karriere/Weiterbildung

Karrieremöglichkeiten bei KIB sind sehr begrenzt.
Man kann vom Springer in die Freizeitbetreuung wechseln und dort theoretisch eine Leitungsfunktion übernehmen – das ist aber weniger ein Aufstieg als eine Beförderung in die Überforderung.

Man bekommt mehr Verantwortung, aber keine zusätzliche Unterstützung, Schulung oder Gehaltserhöhung.
Von gezielter Weiterbildung oder persönlicher Förderung ist nichts zu merken – wer sich weiterentwickeln möchte, muss das auf eigene Faust und in seiner Freizeit tun.

Gehalt/Benefits

Karrieremöglichkeiten bei KIB sind sehr begrenzt.
Theoretisch kann man vom Springer zur Freizeitbetreuung wechseln und dort die Leitung übernehmen – das ist aber weniger ein Aufstieg als eine zusätzliche Überforderung.

Man übernimmt mehr Verantwortung, bekommt aber kaum mehr Unterstützung oder Schulung dafür.
Von gezielten Weiterbildungen, Förderung oder Entwicklung ist kaum etwas zu merken.
Wer hier langfristig wächst, tut das eher aus eigener Motivation – nicht, weil KIB es fördert.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

KIB selbst wirkt nach außen hin vielseitig und bemüht, was Umwelt- und Sozialthemen betrifft.
Viele Schulen, an denen man arbeitet, machen das auch wirklich gut – sie trennen Müll, leben Nachhaltigkeit vor und geben das positiv an die Kinder weiter.

Allerdings ist es schwer, von echtem Umweltbewusstsein zu sprechen, wenn Mitarbeiter*innen täglich mit dem Privatauto von einem Dienstort zum nächsten geschickt werden.
Das ist weder ökologisch noch fair – vor allem, wenn man selbst für die Fahrtkosten aufkommt.

Kollegenzusammenhalt

Den Kollegenzusammenhalt kann man nicht pauschal bewerten – er hängt sehr stark davon ab, an welcher Schule man eingesetzt ist.
Es gibt Schulen, an denen man großartige Unterstützung bekommt, sogar von der Direktorin oder den Lehrpersonen, die wirklich mithelfen und Verständnis zeigen.

Leider gibt es aber auch das Gegenteil: Schulen, an denen einem die Direktorin oder Leitung die Schuld gibt, wenn man mit über 20 Kindern allein überfordert ist. Besonders schwierig ist es, wenn man mit Kolleg*innen zusammenarbeitet, die nur auf sich selbst schauen – dann wird die Arbeit schnell zur Katastrophe.

Trotzdem: Es gibt auch positive Ausnahmen, wo das Team wirklich zusammenhält. Es ist also reine Glückssache, wohin man kommt.

Umgang mit älteren Kollegen

Der Großteil der Kolleginnen ist deutlich älter – junge Mitarbeiterinnen findet man kaum.
Und das überrascht auch nicht: Bei diesem Gehalt, dieser Belastung und fehlender Struktur möchte sich kaum jemand junges langfristig dafür entscheiden.

Viele der älteren Kolleg*innen geben ihr Bestes und tragen den Betrieb oft allein weiter, obwohl sie selbst am Limit sind.
Von echter Generationenvielfalt oder Nachwuchsförderung kann hier leider keine Rede sein.

Vorgesetztenverhalten

Ehrlich gesagt weiß man oft gar nicht genau, wer eigentlich der oder die Vorgesetzte ist.
Ist es KIB selbst, die Direktorin an der Schule, die Lehrpersonen oder die Leitung vor Ort? Diese Unklarheit führt ständig zu Missverständnissen und Konflikten.

Von KIB-Seite gibt es kaum Führung oder klare Ansprechpersonen.
Viele Leitungen kommunizieren schlecht oder kaum, manche sprechen kaum Deutsch – was die Zusammenarbeit zusätzlich erschwert, vor allem, wenn sie selbst den Kindern Deutsch beibringen sollen.

Rückhalt oder Unterstützung bei Problemen gibt es so gut wie keine.
Statt Führung herrscht eher Verwirrung und das Gefühl, auf sich allein gestellt zu sein.

Arbeitsbedingungen

Man arbeitet dort, wo gerade Kinder sind – also in ständig wechselnden Schulen und Gruppen.
In manchen Schulen ist das Umfeld wirklich angenehm, man bekommt sogar Stühle in Erwachsenengröße und kann halbwegs ergonomisch arbeiten.
An anderen Schulen ist dagegen alles im Mini-Format – Tische, Stühle, Waschbecken – man kann entweder stehen oder sich auf winzige Kinderstühle setzen.

Dafür kann KIB an sich zwar nichts, aber was sehr belastend ist: Man fährt mit dem Privatauto von Einsatzort zu Einsatzort, teilweise viele Kilometer am Tag, ohne echte Entschädigung oder Planbarkeit.
Das fühlt sich oft an, als würde man „wie ein Mähdrescher durchs Land fahren“ – viel Aufwand, wenig Anerkennung.

Kommunikation

Die Kommunikation fehlt komplett – nichts hat Hand und Fuß.
Jeder sagt etwas anderes, und man hat keine fixe Bezugsperson.
Oft weiß man selbst nicht genau, wo oder wie man eingesetzt wird, bis man zigmal nachgefragt hat und der Plan wieder geändert wurde.

Krankenstände werden teilweise belächelt oder so dargestellt, als könnte man ja trotzdem arbeiten.
Im Krankenstand zu sein heißt hier nicht, dass man seine Ruhe hat – entweder verstehen sich die Abteilungen untereinander nicht und rufen trotzdem an, oder man wird direkt gebeten, doch irgendwie zu kommen.

Struktur, Klarheit und Wertschätzung in der Kommunikation fehlen hier leider völlig.

Gleichberechtigung

Die Gleichberechtigung ist sehr wechselhaft und geht von einem Extrem ins nächste.
An manchen Schulen und in manchen Teams wird fair und respektvoll miteinander umgegangen, an anderen spürt man deutliche Unterschiede in der Behandlung – sowohl zwischen neuen und alten Mitarbeiterinnen als auch zwischen österreichischen und ausländischen Kolleginnen.

Manche werden bevorzugt, andere übersehen.
Es fehlt eine einheitliche Haltung und klare Linie von KIB, wie Gleichberechtigung tatsächlich gelebt werden soll.

Interessante Aufgaben

Die Arbeit mit Kindern ist grundsätzlich interessant und erfüllend – das liegt aber nicht an KIB, sondern an den Kindern selbst.

Was allerdings wirklich bedenklich ist: Bei KIB betreut man teilweise über 20 Kinder allein, und das ohne pädagogische Ausbildungspflicht.
Das ist eine enorme Verantwortung und ein großes Risiko – sowohl für die Mitarbeiter*innen als auch für die Kinder.

Man übernimmt Aufgaben, für die man weder ausreichend geschult noch personell unterstützt wird. Das sorgt weniger für Abwechslung als für Überforderung.

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Wie läuft deine Arbeitswoche?

Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.