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Bewertung

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Mikromanagement, Willkür und Schönrederei – Arbeiten auf eigene Gefahr

1,0
Nicht empfohlen
Hat zum Zeitpunkt der Bewertung im Bereich Design / Gestaltung bei MASS Response Service GmbH in Wien gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Der Zusammenhalt unter denen, die sich nicht kleinmachen lassen, ist stark, weil alle das gleiche Mikromanagement ertragen müssen.

Außerdem: Wenn der Chef im Urlaub ist, kann man endlich in Ruhe arbeiten, ohne ständige Kontrolle und absurde Regeln. Dann läuft es plötzlich effizient und entspannt, was zeigt, dass die Leute eigentlich wissen, was sie tun.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

So ziemlich alles, was mit Führung, Kommunikation und Arbeitskultur zu tun hat. Ständige Überwachung statt Vertrauen, Homeoffice als Belohnung für „Bravsein“ und Entscheidungen, die je nach Tageslaune des Chefs anders ausfallen.

Frauen und diverse Gruppen haben es hier besonders schwer – Diskriminierung ist spürbar, Beschwerden werden nicht ernst genommen. Weiterbildung wird nicht gefördert, Gehaltserhöhungen existieren nur auf dem Papier, und für ein Mitarbeitergespräch muss man dem Chef praktisch die Tür einrennen.

Die Kommunikation ist nicht echt. Offene, ehrliche Infos gibt es nicht – nur Schönrederei und erzwungene Zustimmung. Wer krank ist, gilt als faul, und wer einmal abgestempelt wurde, bleibt der Sündenbock. Insgesamt: Ein toxisches Umfeld, das eher Druck und Frust erzeugt als Motivation.

Verbesserungsvorschläge

Das Unternehmen muss endlich Vertrauen in seine Mitarbeitenden setzen, statt sie zu überwachen. Niemand arbeitet besser unter ständiger Kontrolle, und Homeoffice sollte kein Belohnungssystem sein, sondern eine selbstverständliche Option. Entscheidungen müssen nachvollziehbar und konsistent sein, statt täglicher Sinneswandel.

Die Kommunikation muss ehrlich sein. Gleichberechtigung darf nicht nur ein Schlagwort sein. Sexismus ist echt und muss ernsthaft angegangen werden.

Gehälter müssen fair sein, und wer sich weiterbilden will, sollte dabei unterstützt werden. Mitarbeitergespräche sollten selbstverständlich und regelmäßig sein.

Weniger Willkür, weniger Kontrolle, mehr Fairness und Vertrauen – nur so kann dieser Arbeitsplatz sich wirklich verbessern.

Arbeitsatmosphäre

Man fühlt sich permanent überwacht. Passend dazu gibt es keine Bürowände und keine Türen mehr .. Kontrolle ist eben wichtiger als Vertrauen. Private Gespräche gehören laut Chef ausschließlich in die Freizeit. Wer zu oft „erwischt“ wird, kann sich von Homeoffice verabschieden und wird dauerhaft als der Nichtnutz abgestempelt.

Ja, das Verhältnis zu den Kolleg:innen kann nett sein, aber vor allem dann, wenn der Chef im Urlaub ist und alle endlich in Ruhe arbeiten können. Das bedeutet nicht weniger Leistung, sondern einfach nur Arbeiten ohne den ständigen Stress der Beobachtung.

Work-Life-Balance

Homeoffice? Gibt’s nicht, weil das hier gleichbedeutend mit „nichts tun“ ist .. man kann ja nicht überwacht werden. Sonst gilt: Firmenhandy immer dabei, immer erreichbar – auch im Urlaub, in der Freizeit, vor allem wenn krank. Der Chef hat angeblich mal gesagt: „Wir müssen die Krankenstände runterkriegen.“ Nicht, weil ihm die Gesundheit der Mitarbeiter wichtig ist – sondern weil er sie für fake hält.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Non existent.

Karriere/Weiterbildung

Weiterbildung? Eher ungern gesehen. Am liebsten sollst du die in deiner Freizeit machen. Und wenn du dafür mal ein paar Stunden früher gehen musst (bei Gleitzeit), wird das gleich zum riesen Ding.

Kollegenzusammenhalt

Zusammenhalt gibt’s, aber nur unter denen, die nicht sofort vor dem Chef auf die Knie fallen, wenn er schief schaut.

Vorgesetztenverhalten

Klare nachvollziehbare Entscheidungen gibt’s nicht. Heute ist das Argument genau das Gegenteil von gestern. Immer so, dass es gerade passt. Der Chef ist grundsätzlich mal der Spezialist in jeder Richtung und wird dir gleich mal erklären wie dein Job eigentlich funktioniert..

Egal wie lange du an etwas arbeitest, der erste Vorschlag wird immer abgelehnt. Einfach aus Prinzip. Der Chef glaubt, erst nach einer Ablehnung geben sich Mitarbeiter Mühe. Ergebnis? Du gibst dir anfangs Mühe und dann wenn du dir nur mehr feuchte Luft aus den Fingern ziehst wird's angenommen..

Arbeitsbedingungen

Homeoffice gibt’s nur, wenn man „brav“ ist oder gut mit dem Chef is. Keine Türen, keine Wände – alles nur zur Kontrolle.

Kommunikation

Jour Fixes gibt es, aber die sind reines Selbstlob. „Besser leben mit Spusu“ in Dauerschleife, während schlechte Nachrichten als „leider“ verkauft werden: Keine Team-Events mehr? Leider. Statt Essenszuschuss gibt’s jetzt ranziges Kantinenessen? Leider. Dann folgt die unnötige Abfrage: „Das passt doch für alle, oder? Ist ja einfach. menschlich. fair.“ Stille. Ein paar gezwungene „Ja“ aus den Ecken – der Chef fühlt sich bestätigt.

Ehrliche Infos? Nur in der Gerüchteküche oder betrunken auf der Weihnachtsfeier.

Gehalt/Benefits

Das Gehalt ist unter ein Witz. Viele junge Leute nehmen’s hin, weil sie es nicht besser wissen, aber es ist wirklich schlecht. Es wird immer gesagt, dass man niedrig anfängt und schnell Gehaltserhöhungen bekommt… viele fallen leider drauf rein. Ein Mitarbeitergespräch? Um überhaupt ein Gespräch zu bekommen, muss man schon täglich vor seiner Tür stehen.

Gleichberechtigung

Women Empowerment? Unerwünscht. Das Frauenbild hier ist peinlich veraltert. Über Frauen wird lieber geredet, als mit ihnen. Anfassen inklusive, nicht nur beim Skiwochenende. Beschwerden über Männer oder Vorgesetzte? Erst mal wird der Typ gefragt, wie er das empfunden hat. Die Frauen? Werden stillgestellt.

Gendern ist verboten – wird explizit ausgebessert wenn’s entdeckt wird. Aber Ungleichheit beim Geschlecht ist nur die halbe Katastrophe. Dann gibt’s noch den unübersehbaren Fremdenfeindlichkeit: Eine Firma mit fast 300 Leuten in einer Weltstadt, und alle sind cis und weiß? Einfach nur peinlich.


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Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.