Meine ungefilterte Meinung wäre klagbar. - Bitte tut euch dieses Unternehmen nicht an!
Gut am Arbeitgeber finde ich
Kantine/Essensgutscheine; Lage des Büros; Firmenskifahren
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Siehe alle weiteren Punkte. In Stichworten zusammengafasst: - Problematisches Management - Kaum Aufsstiegschancen - Schwache Kommunikation - "Spannender" Zugang zu ethischer Unternehmensführung und Diversity
Verbesserungsvorschläge
Ich befürchte, dass ich hier meine Zeit verschwende, aber der Vollsändigkeit halber:
- Mehr Wertschätzung in allen Belangen! MitarbeiterInnen wie Erwachsene behandeln.
-Frischen Wind ins Management bringen. Bitte auch von Extern.
-Fokus auf flache Hierarchien aufgeben. Das System Stößt bei dem Wachstum an seine Grenzen.
-Eingestehen, dass man als Eigentümer nicht Experte für alles sein kann und Input von MitarbeiterInnen ernst nehmen.
-Im 21. Jahrhundert ankommen!
Arbeitsatmosphäre
Es herrscht von Seiten des Senior Managements ein Klima des Misstrauens und der Überwachung. Deshalb wird das Homoffice auch sehr kritisch gesehen und sukzessiv abgebaut. (Ausnahme sind die Kollegen, die sich gut mit der Familie des CEOs verstehen und zum "Inner Circle" gehören. Für diese Kollegen gibt es in allen Belangen völlige Narrenfreiheit!)
Image
Nach außen hin gibt sich die Firma sehr familiär und freundlich und das scheint in der öffentlichen Wahrnehmung auch zu funktionieren. Nach Innen siehts natürlich anders aus.
Work-Life-Balance
Variiert stark nach Rolle und ist für manche im "Inner Circle" bestimmt fabelhaft. Gerade mit All-in Vertrag wird aber eine hohe Zahl an Überstunden Erwartet. Kernzeit wird sehr streng umgesetzt und wichtige Arzttermine sind bitte außerhalb der Kernzeit wahrzunehmen. (Auch wenn es keinerlei Auswirkung auf die Produktivität hat - es ist eben so)
Karriere/Weiterbildung
Beruflicher Aufstieg ist nur in den seltensten Fällen möglich, was primär mit den flachen Hierarchien zusammenhängt. Im Kundenservice gibt es eine größere Zahl and Rollen/Stufen aber das Gehalt bleibt davon unbeinflusst. Auch Rückstufungen sind möglich - man kann sich seiner Position auch nach einer "Beförderung" nie zu sicher sein.
Gehalt/Benefits
Es gibt einige extreme Ausreißer nach oben (siehe: inner circle), aber für die Mehrheit bleibts beim KV Minimum. (Bzw entsrprechender Überzahlung bei all-in) Gehaltserhöhungen sind nicht unmöglich, aber sehr selten.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Auf die Mülltrennung ist man Stolz.
Kollegenzusammenhalt
Teilweise gut. Unter den "einfachen" MitarbeiterInnen herrscht viel guter Wille und eine Gewisse solidarität gegen der Führungskraft und/oder dem CEO. Aber Achtung, gerade im mittleren Management und bei denen, die es noch werden wollen, ist sich jeder selbst der Nächste!
Umgang mit älteren Kollegen
Ältere werden gleich behandelt wie alle Anderen. Bei der Einstellung ist eine Präferenz für Personen unter 30 nicht zu übersehen.
Vorgesetztenverhalten
Le.Gen.Där schlecht! Das Senior Management setzt sich aus der Familie des Eigentümers und deren Freunde/Weggefährten zusammen. Qualifikation ist (außerhalb der Technik) offenbar egal. Um (seriöse) Fortbildungen zu Führung wird sich nicht gekümmert, was sich im Fürungsstil leider sehr bemerkbar macht. Wertschätzende Kommunikation ist ein Fremdwort. Entscheidungen sind kaum nachvollziehbar und werden gerne am nächsten Tag vergessen. Schuld sind natürlich immer die Anderen. Ich könnte hier noch so viel mehr schreiben, aber ich denke man gewinnt schon eindruck, was man von der Führungsebene erwarten kann.
Arbeitsbedingungen
Der Standort hat eine fantastische Aussicht auf Wien und die Arbeitsplätze sind schon in Ordnung. Laptops und Tablets werden aber nur sehr ungerne zur Verfügung gestellt, auch wenn es für bestimmte Kollegen absolut Sinn machen würde.
Kommunikation
Sehr dürftig. Zwar finden in regelmäßigen Abständen Jour Fixes statt, diese dienen jedoch rein der obrflächlichen Verlautbarung von (vermeintichen) Erfolgen durch den CEO. Dieser wünscht sich zwar Nachfragen, aber nur wenn sie zu 100% zu seinem Narrativ passen.
Jenseits dessen wird kaum effektiv zwischen Abteilungen und vom Management kommuniziert. Manche Änderungen am Produkt erfährt man eher durch Zufall oder gar von Kunden (!)
Gleichberechtigung
Meine Wahrnehmung ist, dass Gleichberechtigung hier definitiv kein Wert ist. Man hört von Führungskräften teilweise Aussagen zu Frauen, die einem die Haare zu Berge stehen lassen.
Diversity heißt hier, dass gelegentlich auch weiße Österreicher außerhalb des Weinviertels eingestellt werden. Mangelnde Diversität scheint von der Führung explizit so gewollt zu sein. Auch hier sind hinter verschlossener Tür empörende Aussagen getätigt worden, die in normalen Firmen wohl Karrieren beenden könnten.
Interessante Aufgaben
Ich konnte tatsächlich eine Vielzahl an Aufgaben übernehmen. Da war schon viel Spannendes dabei. Ich war dabei aber eher die Ausnahme. Die Mehrheit muss mit monotonen Aufgaben rechnen. Mangels Aufsstiegschancen auch ohne Aussicht auf Änderung.